Samstag, 5. Februar 2022

Zwei Alarmierungen der Lawinenhundestaffel Chiemgau an einem Tag

Ruhpolding - fälschlich Weißgrabenkopf / Ramsau - Steintalhörndl

Einsatz 1:

Lawinenalarm im Dienstgebiet der Bergwacht Ruhpolding. Die Leitstelle Traunstein bekam über ihre Kollegen aus Tirol einen Notruf zu einem angeblichen Lawinenabgang am Weißgrabenkopf südlich des Hochfelln.

Sofort lief ein groß angelegter Lawineneinsatz in Ruhpolding an. Parallel zur Anfahrt einiger Hundeführer nahm der österreichische Rettungshubschrauber „Christophorus 6“ einen Hundeführer der Bergwacht Berchtesgaden in Bischofswiesen auf und flog direkt das Einsatzgebiet an. 

Ein Lawinenabgang im gemeldeten Bereich konnte allerdings durch intensive Suche aus der Luft nicht ausgemacht werden. Zwischenzeitlich wurde der Einsatzleiter von der Leitstelle informiert, dass es sich bei dem gemeldeten Lawinenunglück um eine Notrufmeldung aus Tirol handelte, die aufgrund eines Verständigungsproblems mit dem Melder, dann dem Einsatzgebiet Ruhpolding zugeschrieben wurde. Nach derzeitigen Erkenntnissen handelte es sich um einen Lawinenabgang bei Fieberbrunn (Österreich) mit ähnlicher Ortsbezeichnung. Dort konnte die verschüttete Person wohl durch seine beiden Begleiter gerettet werden.

Einsatz 2:

Noch während der erste Einsatz in Ruhpolding anlief, wurde die Lawinenhundestaffel ein weiteres Mal zu einem Lawinenunglück am Steintalhörndl im Hochkalter-Gebiet (Berchtesgadener Alpen) alarmiert. Der Lawinenhundeführer der Bergwacht Bad Reichenhall, welcher sich auf Anfahrt nach Ruhpolding befand, wurde dann in Weißbach an der Alpenstraße vom Rettungshubschrauber Christoph 14 aufgenommen und auf die Einsatzstelle in der Ramsau geflogen. Beim Eintreffen auf dem Lawinenfeld war der verschüttete Skitourengeher bereits gefunden und sein Kopf war von seinem Ersthelfer freigelegt. Jedoch kam für den 61-jährigen Salzburger jede Hilfe zu spät. Sein 41-jähriger Begleiter aus dem Salzburger Flachgau überlebte teilverschüttet mit einer Fußverletzung.