Donnerstag, 18. November 2021

Bundesverdienstkreuz für Otto Möslang,

Urgestein der Bergwacht aus dem Allgäu

München, Bad Tölz, 18.11.2021
Aus den Händen der Sozialministerin Carolina Trautner, erhielt Otto Möslang aus dem Allgäu das Bundesverdienstkreuz am Bande. Ausgezeichnet wurde er, bei einer Feierstunde in München, für sein Engagement auf allen Ebenen in der Bergwacht Bayern über 50 Jahre hinweg.
Seit 1966 ist Otto Möslang
bei der Bergwacht aktiv und erwarb sich große Erfahrungen bei den vielen Bergrettungen, die er begleitete und leitete. Diese Erfahrungen sammelte er u. a. bei einem humanitären Einsatz im Kurdengebiet im Jahr 1991. Ein bewegender Bericht über diesen Einsatz ist in dem vor kurzem im millemari. Verlag erschienenem Buch, „Der Einsatz meines Lebens –Bergretter erzählen“, nachzulesen. Über Jahrzehnte (1969 bis 2017) lang, war er als Ausbilder auf Orts- Regional und Landesebene aktiv. Von 1981 bis 1989 leitete er die Bergwacht Immenstadt und von 2001 bis 2009 als stellvertretender Regionalleiter die Bergwacht Allgäu. Darüber hinaus unterstützte er als Bauleiter den Bau der Bergrettungswache Immenstadt und des Regionalzentrums der Bergwacht Allgäu. 

Engagement über das Allgäu hinaus
Als Vorsitzender des Rettungsdienst-Ausschusses der Bergwacht Bayern von 2001 bis 2013, war Otto Möslang der Garant für eine stetige und konsequente Weiterentwicklung der Einsatzorganisation. In seiner Amtszeit wurden sämtliche Einsatz-, Einsatzleit- und Ausbildungsstrukturen grundlegend erneuert, alle Lehrmittel überarbeitet und neue wichtige Einsatzmittel entwickelt und eingeführt. Zudem wurde das Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz aufgebaut. Insgesamt 16 Jahre gehörte er dem Landesausschuss der Bergwacht Bayern an. Ebenso lang engagierte er sich in der Internationalen Kommission für Alpine Rettung (IKAR), als Vertreter von Bayern in der Kommission für Bodenrettung. Mit seinem Einsatz hat Otto Möslang wesentlich zur inneren Erneuerung der Bergwacht Bayern beigetragen. Entsprechend wurde er auch 2014 mit der goldenen Leistungsauszeichnung der Bergwacht geehrt.
Im Jahr 2017 – während einer organisatorisch großen Umbruchphase innerhalb der Bergwacht – erklärte er sich bereit, das höchste Amt, das Amt des Landesvorsitzenden, zu übernehmen. Bis zu seinem Ausscheiden aus diesem Amt im Sommer 2021, arbeitete er mit viel Herzblut daran, die Strukturen innerhalb der Bergwacht Bayern weiterzuentwickeln.

Bild Verleihung: ©StMAS_G.Krautbauer