Dienstag, 3. August 2021

Blockierte Bergsteiger am Falkenstein - Inzell

Erreichen der Einsatzstelle durch schwieriges Gelände erschwert

Drei einheimische Bergsteiger aus dem südlichen Landkreis Traunstein steigen am Dienstagmittag über einen Steig auf der Nordseite des Falkensteins in Richtung Gipfel auf.

Bereits im unteren Teil kommen sie, ohne es zu bemerken, vom Steig ab und steigen auf dem vermeintlich richtigen Weg weiter auf. Das Gelände wird dabei immer steiler und unwegsamer. Nachdem die drei Bergsteiger mit Klettererfahrung eine steile Rinne passieren, wird Ihnen bewusst, dass sie sich nicht mehr auf dem Steig befinden und ein Weiterkommen ohne Sicherung nicht möglich ist. Da sich der Aufstieg meist einfacher gestaltet als der Abstieg, ist in diesem Gelände für sie ein Rückzug nicht mehr möglich und die drei unverletzten Blockierten setzen einen Notruf ab.

Der Einsatzleiter der Bergwacht Inzell versucht durch einen Rückruf bei den Meldern deren Position genau zu lokalisieren und schickt drei Fußtrupps auf verschiedenen Wegen in Richtung Einsatzort. Da der angeforderte Rettungshubschrauber zu einem medizinischen Notfall abgezogen wird, bemüht man sich neben dem terrestrischen Rettungsversuch um einen Windenhubschrauber der Polizei.

So klar wie die Position der Verstiegenen ist, so schwer ist es, die Örtlichkeit zu erreichen. Die ersten beiden Trupps können die blockierten Bergsteiger weder durch Abseilen von oben, noch durch Aufstieg von unten erreichen. Erst der dritte Trupp ist in der Lage von einer Seite über Felsrücken und Rinnen zur Einsatzstelle hinüberzuqueren.

Am Einsatzort werden die drei Unverletzten gesichert und über ein Seilgeländer ins Tal begleitet. Der Hubschrauber wurde nicht mehr benötigt.