Montag, 19. Juli 2021

Perfekte zivil-militärische Zusammenarbeit

Bergwacht Markschellenberg und Gebirgsjäger der Bundeswehr retten erschöpftes Duo vom Schellenberger Sattel und bringen verletzte Frau liegend ins Tal

SCHELLENBERGER FORST – Die Bergwacht Marktschellenberg und die Struber Gebirgsjäger haben in einer zeitaufwendigen Aktion von Montagabend bis Dienstagnachmittag ein erschöpftes Paar vom Untersberg gerettet. Die Österreicher hatten die letzte Seilbahn nach Grödig verpasst und waren dann über den Thomas-Eder-Steig zur Toni-Lenz-Hütte abgestiegen, wollten von dort aus über den Schellenberger Sattel zum Dopplersteig queren, wobei sie so erschöpft waren, dass sie blockiert am Quersteig festsaßen und kurz nach 22 Uhr einen Notruf absetzten.

Vier Schellenberger Bergretter stiegen zu Fuß auf, versorgten die am Knie verletzte Frau und den unverletzten, aber erschöpften Mann und brachten das Duo seilgesichert bis zur Toni-Lenz-Hütte, wo die Geretteten dann mit einem Bergretter übernachteten. Da in der Nacht und auch den ganzen Vormittag über der Berg in Wolken hing, war kein Abtransport per Heli möglich. Am Mittag trafen dann unerwartet die Struber Gebirgsjäger der Bundeswehr auf einem Übungsmarsch ein, die spontan ihre Hilfe anbaten und die Verletzte unter vereinten Kräften in der Gebirgstrage talwärts bis zum Bergwachtauto transportierten, wobei die Frau durch den Schellenberger Bergwacht-Notarzt versorgt wurde. „Die zivil-militärische Zusammenarbeit hat perfekt funktioniert – so, als ob wirs jede Woche gemeinsam üben würden“, freut sich der stellvertretende Bereitschaftsleiter Stefan Obermaier, der der Bundeswehr ausdrücklich für die starke Unterstützung dankt.