Freitag, 14. Mai 2021

Staatsminister Herrmann zu Besuch im Bergwacht-Zentrum

Fachgespräch mit der Landesleitung der Bergwacht

Welche Entwicklungen gibt es in der Bergrettung? Welchen Herausforderungen sieht sich die Bergwacht gegenüber? Beim Fachgespräch am vergangenen Dienstag, 11.05.21 erhielt Innenminister Joachim Herrmann aus erster Hand Informationen hierzu von der Landesleitung der Bergwacht Bayern. „Auch wenn unsere Einsätze in den Sommermonaten tendenziell über die vergangenen Jahre steigen, ist Bergsteigen deswegen nicht gefährlicher geworden.

Die Menschen im Gebirge werden mehr und die Wahrscheinlichkeit für Einsätze steigt damit“, betont der Geschäftsführer der Bergwacht Klaus Schädler, gegenüber dem Minister. Der anhaltende Zuspruch, insbesondere auch im Kontext der Pandemie,  für Erholung und sportliche Aktivitäten in den bayerischen Mittelgebirgen und im Alpenraum wird die Bergwacht ebenso beschäftigten wie die Klimaveränderungen.

„Evakuierungen bei lokalen Starkniederschlägen und die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr bei der Bergwaldbrandbekämpfung haben in den vergangenen Jahren immer wieder auch die Bergwacht im Einsatz gefordert. Die Bergwacht ist örtlich verankert, flexibel und immer alarmierbar“, betont Thomas Lobensteiner, stellvertr. Landesleiter der Bergwacht Bayern.

Beim Arbeitsgespräch mit der Landesleitung der Bergwacht Bayern dankte  Innenminister Joachim Herrmann den vielen ehrenamtlichen Bergretterinnen und Bergrettern für ihr tägliches Engagement für die Sicherheit der Menschen in Bayern. “Der Freistaat Bayern unterstützt  mit einer jährlichen Summe von 2,6 Mio. € die Beschaffung von Fahrzeugen und Rettungsgeräten. Wir wollen auch in Zukunft optimale Rahmenbedingungen gewährleisten um die große Leistungsfähigkeit für die Bergrettung im Ehrenamt sicherzustellen“, stellte Innenminister Herrmann heraus. „Die Unterstützung durch den Freistaat Bayern ist für uns von zentraler Bedeutung. Sie ist eine der drei wesentlichen Säulen, neben dem Spendenaufkommen aus der Bevölkerung  und den Zuwendungen durch die Krankenkassen für Einsätze“, bedankte sich der Landesleiter der Bergwacht Bayern,  Otto Möslang beim Staatsminister.

„Der Freistaat  Bayern wird weiterhin den  Betrieb des Bayerischen Hubschrauber-Simulationszentrum unterstützen“,  sicherte Herrmann zu.Im Jahr 2020 hat der Freistaat zur Förderung des Hubschraubersimulationszentrums   488.000 Euro für Personalkosten sowie der Stiftung Bergwacht mit 479.000 Euro für laufende Betriebskosten bewilligt. Die Bedeutung für alle Sicherheitskräfte neben der Bergwacht unterstrich beim Besuch eine kurze Demo des Sondereinsatzkommandos der Bayerischen Polizei und das parallel stattfindende Training des Havariekommandos aus Norddeutschland. Dabei handelt es sich um ein Team von Spezialisten für Schadenslagen im Bereich der Nord- und Ostsee.

Das Bayerische Hubschrauber-Simulationszentrum ist wesentlicher Bestandteil der bestehenden  Gesamteinrichtung „Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung“. Die Einrichtung ist in der Trägerschaft der gemeinnützigen Stiftung der Bergwacht. In der Einrichtung trainieren neben der Bergwacht die Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr, der Wasserrettung und der Einsatzhubschrauber aus Bayern. Mit den weiteren Einheiten aus dem Bundesgebiet und dem Ausland kommen jedes Jahr über 4.000 Spezialisten für das Training  am Hubschrauber nach Bad Tölz. Aufgabe der Stiftung ist die Förderung und Unterstützung der Ausbildung und sowie die Initiierung von  Maßnahmen zur  Sicherheit der Einsatzkräfte.

Die Ausbildungs- und Trainingsstätte soll nach den Vorstellungen der Bergwacht  zu einem zentralen Ort für Themen der Alpinen Sicherheit ausgebaut werden. Für das geplante Gebäude mit Netzwerkcharakter direkt neben dem Ausbildungszentrum in Bad Tölz, signalisierte der Minister seinen Zuspruch und eine mögliche finanzielle Unterstützung des Freistaats.