Donnerstag, 18. Februar 2021

Erfolgreiche Rettung im Oberallgäu

Nassschneelawine führt zum Absturz zweier Bergsteiger

Oberstdorf /17.02.21; Am Mittwochnachmittag alarmierte die Rettungsleitstelle die Bergwacht Oberstdorf zu einem Einsatz im Bereich oberhalb des Gaisalpsee. Ein Bergsteiger hatte beobachtet, wie zwei Personen im Abstieg eine Nassschneelawine auslösten und von dieser viele Meter mitgerissen wurden. Beide Bergsteiger stürzten hierbei über eine ca. 30 m hohe Felswand ab und blieben darunter schwerstverletzt und teilverschüttet im Schnee liegen.

Die Einsatzleitung der Bergwacht entschied, den Rettungshubschrauber Christoph 17 primär einen Notarzt an der Unfallstelle absetzen zu lassen. Zu dieser Zeit hatte eine weitere Person bereits einen der beiden Patienten ausgegraben. Vom Notarzt wurde ein Herz-Kreislaufstillstand festgestellt und umgehend mit der Reanimation begonnen. In zwei weiteren Anflügen wurden vier Bergretter und Material zur Unfallstelle geflogen und auch der zweite Patient ausgegraben und stabilisiert.

Aufgrund begrenzter medizinischer Möglichkeiten am Berg und des Risikos im Einsatzgebiet, musst der zweite Patient unmittelbar mit der Hubschrauber von der Unfallstelle evakuiert werden. Die weitere Versorgung fand im hinzugerufenen Rettungswagen im Tal statt. Der Patient wurden anschließend vom Rettungshubschrauber RK2 aus Reutte in eine Klinik geflogen. Die Reanimation des Patienten 1 war währenddessen erfolgreich. Er konnte intubiert und stabilisiert werden. Anschließend erfolgte die Rettung von der Unfallstelle durch den Hubschrauber und der Weitertransport in ein Klinikum. Im Einsatz waren sieben Bergretter aus Oberstdorf, die beiden Rettungshubschrauber Christoph 17 und RK 2 sowie der Landrettungsdienst.

BW Oberstdorf | Bilder:  P. Schmid