Mittwoch, 9. Dezember 2020

Erfolgreiche Rettung am Zwölf-Apostel-Grat

Nächtliche Rettungsaktion der Bergwacht Füssen

Schwangau, 07.12.20 / Zwei Bergsteiger mussten am Montagabend bis in die späte Nacht von der Bergwacht Füssen aus Bergnot gerettet werden. In einem 7-stündigen Einsatz konnten die Bergretter die unverletzten Bergsteiger retten. Der Einsatz eines Hubschraubers scheiterte auf Grund von starkem Wind.

Die beiden jungen Männer aus dem Großraum München waren auf dem Zwölf-Apostel-Grat zwischen Pilgerschrofen und Säuling unterwegs. Die sehr winterlichen Verhältnisse in dieser Höhenlage und die rasch einsetzende Dunkelheit veranlasste, die beiden kurz vor dem Säuling die Tour abzubrechen. Sie seilten sich durch sehr steiles und felsdurchsetztes Gelände nach Norden ab. Bei der Abseilaktion verklemmte sich ein Knoten am Abseilstand und die beiden steckten in der Wand fest. Mittels Notrufapp verständigten sie die Integrierte Leitstelle Allgäu, welche um 17:00 Uhr die Bergwacht Füssen alarmierte. Ein Rückruf bei den beiden ergab, dass sie zwar unverletzt sind – aber nicht mehr weiterkommen.

Der Versuch, die Bergsteiger mit einem nachtflugtauglichen Hubschrauber aus Liechtenstein mittels Rettungswinde und zwei Bergrettern der Bergwacht Füssen zu retten, scheiterte aufgrund des böigen Windes. Der Einsatzleiter der Bergwacht entschied zeitgleich eine Fußmannschaft zur Unglücksstelle aufsteigen zu lassen. In einer alpinistisch höchst anspruchsvollen Aktion konnten die beiden frierend, aber glücklich gerettet werden. Der Einsatz wurde gegen 1 Uhr in der Nacht beendet. Für die Bewältigung der komplexen Situation waren insgesamt 12 Einsatzkräfte in verschiedenen Gruppen mit unterschiedlichen Aufgaben notwendig, die eigentliche Rettung, die Ausleuchtung am Berg, die Zubringung von Material an die Einsatzstelle und die Einsatzleitung.