Donnerstag, 30. Juli 2020

Rettung nach Sturz auf Schneefeld

Wanderer bricht in Graben ein und verletzt sich schwer

Oberstdorf, 28. Juli 2020. Ein Wanderer war am Dienstag beim Überqueren eines Altschneefeldes ca. zwei Meter tief eingebrochen und in einen wasserführenden Graben gestürzt. Hierbei zog er sich schwere Verletzungen am Oberschenkel zu. Aufgrund der einsturzgefährdeten Schneebrücke musste der Patient aufwendig durch das Loch, durch welches er gefallen war, gerettet werden.

Die Alarmierung zum Einsatz kam über Dritte, dadurch war kein Rückruf möglich um genaue Informationen über Notfallort, Verletzungsmuster und weitere Gegebenheiten zu erfahren. Eine Gewitterzelle machte einen Hubschraubereinsatz zunächst unmöglich.

Die Einsatzleitung der Bergwacht entschied sich den Einsatz zweigleisig anzugehen. Ein Rettungsteam fuhr mit der Materialseilbahn zur Enzianhütte und machte sich zu Fuß auf den Weg. Die zweite Mannschaft nutzte ein Gut-Wetter Zeitfenster, um mit einem österreichischen Rettungshubschrauber zur Einsatzstelle zu gelangen. Beide Gruppen trafen zeitgleich ein.

Die Bergretter aus Oberstdorf brachten den versorgten Patient zur nahe gelegenen Enzianhütte von wo aus der Weitertransport mit dem Hubschrauber Christophorus 8 in eine Klinik erfolgte.  Insgesamt waren 8 Bergretter und die Besatzung des Rettungshubschraubers für vier Stunden im Einsatz.