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Jahreshauptversammlung mir Rückblick auf 2009

Bergwacht Lam in Einsatzjahr 2009 wieder stark gefordert.

Bergretter blickten auf 6631 geleistete Stunden und 82 Einsätze zurück

LAM. Zum Abschluss des Bergwachtjahres 2009 trafen sich die Lamer Bergwachtler am vergangenen Freitag, um bei der Jahreshauptversammlung eine Bilanz des vergangenen Jahres zu ziehen. Gemeinsam blickten sie auf ein ereignisreiches Dienstjahr unter ihrem Zeichen, dem roten Kreuz im Edelweiß zurück. Bereitschaftsleiter Franz Mühlbauer begrüßte neben den Kameraden auch den Leiter der Bergwachtregion Bayerwald, Manfred Falkner. Nach einer Gedenkminute für verstorbene Mitglieder der Bergwacht Lam gab Mühlbauer einen Überblick über Dienststunden, Einsatzzahlen und Ereignisse des abgelaufenen Jahres.

Insgesamt leisteten die 40 aktiven Bergwachtmänner im vergangenen Jahr über 6631 dokumentierte Dienststunden. Den wirklichen Zeitaufwand den die Lamer Bergwachtler für Ihr Ehrenamt aufbringen liegt wohl um einiges höher und lässt sich nicht genau beziffern. Mit über 2422 Stunden (37%) davon lag das Hauptaugenmerk dabei beim Vorsorgedienst im Winter zur Besetzung des Bergwacht-Stützpunkts im Skigebiet am Großen Arber. Dabei hat sich der Einsatz des Motorschlittens zur Rettung bewährt, der mittlerweilen bei 85 bis 90% aller Skiunfälle zum Einsatz kommt. Der Skidoo gewährleistet eine schnelle Rettung und einen schonenden Transport für den Patienten. Für die Retter stellt er eine wichtige Ergänzung zur Vereinfachung und Abwicklung des Einsatzgeschehens dar. In den Wintermonaten wurde die Bergwachtler zu 67 Einsätzen gerufen.

Auch in den Sommermonaten, der Wandersaison ist die Bergwacht gefordert. Die Lamer Bergretter müssen oft auch Verunfallte in den Wandergebieten im Ossergebiet am Kaitersberg und am Kl. Arbersee versorgen. Insgesamt wurden die Bergwacht Lam zu 82 Einsätzen gerufen, zu kleinen Verletzungen, Kletterunfällen, zur Suche nach Vermissten und leider auch zu Totenbergungen.

Die Dienststunden im Sommer-Vorsorgedienst (346 Std.) fallen geringer aus, da die Stunden des Bereitschaftsdienstes im Tal nicht erfasst werden. Im Sommer rücken die Bergwachtkameraden nach Alarmierung gemeinsam vom Bergwachthaus in Lam aus. So können die Bergretter schnell mit Fahrzeug, Mann und Material in jedem der Einsatzgebiete schnell vor Ort sein. Einen sehr hohen Stundenanteil mit 1150 Stunden hat auch die regelmäßige Dienstversammlung, bei der über Neuigkeiten, Änderungen und wichtige Angelegenheiten für die Abwicklung des Bergrettungsdienstes im Lamer Winkel regelmäßig informiert wird. Einen weiteren sehr hohen Stellenwert in der Bergwacht Lam hat die Ausbildung in der Bergrettung. Um in Übung zu bleiben und um vorbereitet zu sein, investieren die Bergwachtler viele Stunden in ihre umfangreiche und aufwendige Ausbildung – insgesamt über 1760h (27%). Die Ausbildung der Bergretter umfasst ein breites aber auch interessantes Spektrum: Eine Bergungsübung in der tief verschneiten kl. Arberseewand, ein Workshop Höhenrettung mit der Feuerwehr des KBI-Bereichs Bad Kötzting, Übungen zur Gleitschirmbergung, eine gemeinsame Nachtübung mit der FFW Arrach und ein Ausbildungswochenende am Gletscher der Weißseespitze bildeten die Höhepunkte des Ausbildungsjahres 2009. Einige Kameraden besuchten wieder zahlreiche Lehrgänge zum Einsatzleiter, Luftretter oder Ausbilder um für die Bereitschaft am aktuellen Stand zu sein und dies weitergeben zu können.

Um die Spezialfahrzeuge, Rettungswache und Stützpunkte in Schuss zuhalten müssen auch viele Stunden in Arbeitsdienste investiert werden. Dies erfordere immer mehr Zeit und finanzielle Aufwendungen. Mühlbauer erinnerte auch an einige Investitionen die getätigt wurden: Es wurde eine Motorwinde beschafft und installiert mit der an der Kletterwand im Bergwachthaus Hubschraubereinsätze nachgestellt und Abläufe trainiert werden können. Ausserdem wurde ein neuer Nachläufer, ein Anhänger für den Skidoo, zum Patienten- und Materialtransport beschafft. In Eigenleistung soll dieser noch verbessert und umgebaut werden.

Bereitschaftsleiter Mühlbauer dankte auch besonders den Frauen und Familien der Bergwachtler. Bei der Faschingsschneebar, beim Bergfest auf der Arberebene sowie beim Sonnwendfeuer am Osser und bei der Arberkirchweih zeigten sich die Familien als treue Helfer, ohne deren Unterstützung die zahlreichen Veranstaltungen nicht möglich wären. Die Bergwacht beteiligte sich auch bei anderen Veranstaltungen: mit einer Wanderung am Kaitersberg wieder im Rahmen der BayernTourNatur, bei einer Outdoor-Veranstaltung – der Bayerwald-Trophy, oder auch dem Lamer Kinderfest um nur ein paar zu nennen.

Im Anschluss an den Bericht des Bereitschaftsleiters gaben weitere Funktionsträger kurze Berichte ab. Die Kassenwarte schlossen das Geschäftsjahr 2009 korrekt ab und von den Kassenprüfern wurde eine vorbildliche Arbeit bestätigt. Die Bereitschaft entlastete die Kassiere und die Bereitschaftsleitung.

Der Bergwacht-Regionalleiter Manfred Falkner betonte, dass diese Zeit der Umbrüche, Veränderungen und Neuerungen in der Bergwacht-Bayern die Bereitschaften und Einsatzkräfte immens fordere. Er bedankte sich deshalb bei allen pflichtbewußten Kameraden für die erbrachte Leistung, die enormen geleisteten Dienststunden und den Dienst bei den Rettungseinsätzen. Der Regionalleiter bescheinigte der Bergwacht Lam eine vorbildliche Arbeit. Diese sei auch auf das große Engagement der Lamer Ausbilder zurückzuführen, die nicht nur Bereitschaftsintern sonder auch überregional ihr Wissen und Können weitergeben. Dies zeige die hohe Qualität der Ausbilder, der Ausbildung und der Bergwacht Lam, weshalb sie auch zu einer der Spitzenbereitschaften in der Region zähle. Manfred Falkner bedankte sich auch bei der Bereitschaft für die bei den Regionallehrgängen zur Verfügung gestellte Diensthütte und die Unterstützung der Bereitschaft bei den Veranstaltungen der Region Bayerwald.

Im Anschluss ehrten Regionalleiter Falkner und Bereitschaftsleiter Mühlbauer den Bergwachtmann Willi Schamberger für seine 40 Jahre aktive Mitgliedschaft bei der Bergwacht Lam. Beide dankten Schamberger für seine langjährige geleistete Arbeit in der Bereitschaft als Ausbilder, Gerätwart und Funkwart. Seit dem Neubau des Bergwachthauses in Lam kümmert er sich pflichtbewußt und zuverlässig um die Aussen- und Grünlagen.

Anschließend ließen die Bergwachtler den Abend bei einem kameradschaftlichen Beisammensein ausklingen.

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