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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Freitag, 18. Juli 2014

Übung: „Abgestürzte Spaziergänger – eine Person schwer verletzt“

So lautete die Einsatzmeldung, die die Wasserburger Bergwachtler am Freitag gegen 19:00 Uhr per SMS erreichte. Diese Alarmierung war der Start einer Übung, die nicht wie gewohnt im Dienstgebiet Kampenwand, sondern in Au bei Wasserburg durchgeführt wurde.

Ein kurzer Abriss zum Übungsablauf:

19:00 Uhr:
Der Alarm erreicht die Einsatzkräfte zu Hause, diese machen sich auf den Weg zum Depot in der Franz-Winkler-Straße.

19:11 Uhr:
Eine Vorausmannschaft mit neun Bergwachtlern macht sich mit dem Mannschaftsfahrzeug auf zum ca. 11km entfernten „Einsatzort“ nach Au bei Reisach.

19:13 Uhr:
Die ersten Einsatzkräfte treffen ein. Nach kurzer Zeit konnte folgende Lagemeldung an den Übungsleiter übermittelt werden:

„Erste Person im absturzgefährdetem Gelände – ansprechbar, Kreislauf/Atmung stabil, Handgelenksfraktur;
Zweite Person im absturzgefährdetem Gelände – eingetrübt, Schock, Atemnot, Schädel-Hirn-Trauma, Pfählungsverletzung durch Ast im Brustbereich, offene Oberarmfraktur“

19:18 Uhr:
Erste leicht verletzte Person versorgt, gerettet und dem Landrettungsdienst übergeben.

19:21 Uhr:
Weitere Ausrüstungsgegenstände, wie Notfallrucksack und Vakuumbett werden zum Schwerverletzten gebracht.

19:33 Uhr:
Der hinzugezogene Bergwacht-Notarzt versetzt den Patienten aufgrund der schweren Verletzungen und des sich verschlechternden Allgemeinzustandes in ein künstliche Koma, er wird zudem intubiert und beatmet.

19:39 Uhr:
Aus Seilen, Rollen und Flaschenzügen wird eine Seilbahn aufgebaut, mit welcher der Patient und der Notarzt über den steilen Abhang hinauf transportiert werden. Der Abgestürzte wird dabei durchgehend beatmet und sein Zustand beobachtet.

20:00 Uhr:
Der Schwerverletzte erreicht flaches Gelände und wird dem Landrettungsdienst übergeben.

20:15 Uhr:
Die Seilbahn wird abgebaut, das Rettungsmaterial kontrolliert und wieder in einen einsatzbereiten Zustand gebracht.

20:25 Uhr:
Die Übung ist beendet.

Bei dieser Einsatzübung konnten die Bergwachtler ihr Können sowohl in den Bereichen Organisation und Rettungstechnik als auch in der Notfallmedizin unter Beweis stellen und weiter vertiefen. Zur Nachbesprechung wurden die 17 Übungsteilnehmer zu einer Brotzeit von Lenz Huber in seinen Biergarten eingeladen – vielen Dank für die Bewirtung!

Bereitschaftsleiter Simon Bierwirth zog eine insgesamt positive Bilanz und bedankte sich bei den beteiligten Einsatzkräften für die geleistete Arbeit, ihr Engagement und die rege Teilnahme an der Übung. Obwohl oder gerade weil das Szenario durchwegs anspruchsvoll war, wurde die Übung bei den einzelnen Bergwachtlern gut angenommen. Bereits bei der Abschlussbesprechung wurde der Wunsch geäußert, des Öfteren ähnliche Fallbeispiele in und um Wasserburg in der Praxis zu üben.

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Autor: Bergwacht Wasserburg - AH/SB

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