Unterkühltes Foto-Modell aus Wasserfällen gerettet
Bei Foto-Aufnahmen im Februar 2013 in den Hasenreuter-Wasserfällen bei Scheidegg im Westallgäu ist ein leicht bekleidetes Foto-Modell in Stöckelschuhen von der Bergwacht Oberstaufen und dem Rettungshubschrauber Christoph 17 (Kempten) gerettet worden.
Strahlendes Winterwetter und 40 cm Neuschnee bei Temperaturen unter minus 10 Grad versprachen perfekte Aufnahmen vor der bizarren Kulisse der Wasserfälle bei Scheidegg. Leider bedachten die Akteure bei der Kleidung nicht die tiefen Temperaturen und die daraus resultierenden Konsequenzen.
Ein Foto-Modell in "High-Heels" zog sich während der Aufnahmen eine starke Unterkühlung zu und wurde kurzzeitig ohnmächtig. Der alarmierte Landrettungsdienst konnte nicht bis zu den tief verschneiten Wasserfällen vordringen. Aufgrund des sich verschlechternden Zustandes war Eile geboten. Am 50m langen Tau des Rettungshubschraubers Christoph 17 konnte ein Staufner Bergretter die Dame in einer Crash-Bergung zwischen den hohen Bäumen aus dem Tobel fliegen. Per Huckepack im Laufschritt gings dann durch den Tiefschnee zum beheizten Rettungshubschrauber (siehe Bilder) und umgehend in die nächste Klinik.
Selbst der erfahrene und bestens ausgerüstete Bergwacht-Mann empfand den Flug 50m unterhalb des Hubschraubers als extrem-kalt, wobei die Rettung eines leichtgewichtigen Foto-Modells in High-Heels wohl einen besonderen Platz in seiner Bergwacht-Laufbahn einnehmen wird. Seine Bergwachten-Kameraden schmunzelten.
BW Oberstaufen/14.02.2013
Bergwacht und Christoph 17 mit Neujahrs-Einsatz im Lanzenbacher Tobel
Ein Ehepaar startete ihre Schneeschuhwanderung an der Hochgratbahn Talstation und wollte über die Mittelstieg-Alpe durch das Lanzenbacher Tobel zur Alpe Remelegg gelangen. Beim Abstieg in den Tobelgrund stürzte der Ehemann, blieb mit seinem Schneeschuh an einem Baum hängen, verdrehte sich sein Bein und stürzte dann ca. 20m den steilen Abhang bis zum Lanzenbach ab. Direkt am Bachlauf kam er zum Liegen. Beim Sturz erlitt er eine komplizierte und schmerzhafte Luaxations-Fraktur im Sprunggelenk. Da die Ortsangabe sehr vage und der Melder nicht mehr erreichbar war, rückte die Berwgacht Oberestaufen mit Quad und Motorschlitten vom nahen Skigebiet Steibis aus und suchte den Verunglückten von zwei Seiten aus. Direkt im Tobelgrund, umringt von hohen Bäumen, konnte der Verunglückte gefunden werden. Nach medizinischer Erstversorgung vor Ort war klar, daß eine Bergung nur mittels Hubschrauber in Frage kam. Rettungshubschrauber Christoph 17 aus Kempten und ein Luftretter der Staufner Bergwacht flogen zur Unfallstelle und bargen den Mann aus dem Tobel. Aufgrund der hohen Bäume kam das 50m lange Bergetau am Hubschrauber zum Einsatz.
Der Verunglückte selbst ist Arzt, konnte aber aus verständlichen Gründen nicht helfen. Dafür unterstütze seine Frau -ebenfalls Ärztin- die Bergwacht-Mannschaft vor Ort.
Einsatzleiter Robert Kühnlein: "Wie schon im letzten Winter ereignen sich wieder Unfälle mit Schneeschuhgängern im alpinen Gelände abseits von Winterwanderwegen."
Einsatzende war gegen 14.30 Uhr. Im Einsatz waren 6 Bergretter der Bergwacht Oberstaufen, ein Motorschlitten sowie ein Raupenquad und RTH Christoph 17 aus Kempten.
BW Oberstaufen/02.01.2013








