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Gelungene Ausbildungsfahrt der Bergwacht lam ins Stubaier Hochgebirge

 

Auf schmalem Grat dem Fönwind getrotzt.....

Die Wetterprognosen für das Wochenende waren durchaus ausichtsreich und ließen auf ein gutes Gelingen hoffen und so machten sich die Lamer Bergwachtler wieder auf den Weg. Ausbilder Thomas Haselsteiner plante auch diese Jahr wieder die Tour und so stand nach dem zweithöchsten Berg Deutschlands, dem Watzmann, in diesem Jahr der zweithöchste Berg in den Stubaier Alpen, der Schrankogel mit 3496m auf dem Ausbildungsprogramm.

Am Freitag fuhren die Bergwachtler gemeinsam ins Ötztal, um an einem windigen aber schönen Spätsommerabend zur die auf über 2100m gelegene „Amberger Hütte“ aufzusteigen. Auf dieser Alpenvereinshütte blieb man für die nächsten zwei Nächte. Rechtzeitig und voller Hoffnung auf passables Wetter wurden die Schlaflager bezogen, um am nächsten Morgen frühzeitig mit dem Aufstieg zum Schrankogel beginnen zu können.

Der Fönwind pfiff während der Nacht um die stabil gebaute Hütte und auch am nächsten Morgen ließ er nicht sonderlich nach. Nachdem sich die Bergwachtler mit einem Frühstück gestärkt hatten, machten sie bei sich bei stark bewölktem Himmel auf dem Weg zu Berg und Gipfel. Über steile Hänge und Gletschermuränen ging der Aufstieg bis man nach circa 2 Stunden Gehzeit auf einer Höhe von 3000m angekommen war.Dort begann der Aufstieg am ausgesetzten Süd-Ost-Grat zum Gipfel. Weg zum Gipfel bestand aus vielen losen Blöcken, Gestein und Geröll. So forderte jeder Schritt, jeder Tritt und jeder Griff höchste Aufmerksamkeit um nicht die eigenen Kameraden zu gefährden oder selbst durch ausbrechendes Gestein in Gefahr zu geraten. Den Gipfelrat hinauf musste oft jeder Höhenmeter den stärker werdenden Windböen abgetrotzt werden. Aber pünktlich zur Mittagstunde wurde dann der zweithöchste Punkt in den Stubaier Alpen erreicht – der Schrankogel. Der Aufstieg wurde mit einem weiten Panoramablick über die Stubaier und Ötztaler Alpen hinaus belohnt. Dieser Ausblick wurde während der verdienten Brotzeit genossen. Ausreichend gestärkt erfolgte der Abstieg über den Westgrat und die wärmende Herbstsonne versuchte endlich dem kalten Wind Einhalt zu gebieten.

Nach dem Abstieg über die Westflanke überstanden war, genossen die Bergwachtler bei einer letzten Rast auf einer Bergwiese die wärmenden Sonnenstrahlen um dann endgültig wieder zur Amberger Hütte abzusteigen.

Am Nachmittag erreichte man wieder die Hütte und bei einer lang ersehnten Halbe Bier tauschte man sich gemeinsam mit den Kameraden aus, die etwas andere Bergtouren an diesem Tag unternommen hatten. Den Abschluß des Tages bildete ein Hüttenabend mit stärkenden Abendessen des Hüttenwirts.

Als die Kameraden am Sonntagmorgen gemeinsam durch das Fenster des Bettenlagers blickten, wußten sie zuerst nicht, „Ist es Tag? – Ist es Nacht?“, denn zu sehen war nur ein dunkles Grau. Das schlechte Wetter war früher eingetroffen als gedacht und so mussten leider wohl oder übel die Gedanken zu einer zweiten abschließenden Bergtour zur Kuhscheibe auf 3185m verworfen werden. So blieb den Bergwachtlern nur noch das Zusammenpacken ihrer Rucksäcke und der Abstieg zurück ins Tal um an diesem Tag die Heimfahrt früher als ursprünglich geplant anzutreten.

Auch diese Ausbildungsfahrt forderte die Bergwachtler aus dem Lamer Winkel ihr bisheriges Können aus der Ausbildung umzusetzen und förderte zugleich wieder die Hochgebirgserfahrung. Zugleich war diese Fahrt auch wieder ein tolles Gemeinschaftserlebnis.

 

Programm:

 

Freitag, 05.09.08: Anfahrt und Aufstieg zur "Amberger Hütte" (2135m)

Anfahrt ins Ötztal nach Gries/Längenfeld, Aufstieg vom Parkplatz (ca.1500m) zur Amberger Hütte. Gehzeit: ca. 2h

Samstag, 06.09.08: Schrankogel-Überschreitung (3496m)

Aufstieg zum Schrankogelgipfel über den Süd-Ost-Grat und Abstieg über den Westgrat zurück zur Amberger Hütte. Gehzeit: ca. 8h

Sonntag, 07.09.08: Kuhscheibenspitze (3185m) und Heimfahrt

Wegen zu schlechten Wetters direkter Abstieg nach Gries/Längenfeld und Heimfahrt

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Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung

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