Geschichte der Bergwacht Grainau
In den Anfängen der Bergtourstik ab 1900 sind verunfallte Personen durch Bergführer und Träger mit primitivsten Transportmitteln ins Tal gebracht und in ärztliche Behandlung übergeben worden. Auch die Deutsche Bergwacht, die später die Aufgaben des Bergrettungsdienstes übernahm, setzte zur Bergung der Verletzten einheimische Bergführer ein. Diese übernahmen auch den Abtransport der damals zahlreichen Bergtoten. Mit dem vorhandenen Material gestalteten sich die Bergungen, die zu Fuß durchgeführt wurden, meist schwierig und vor allem kraftraubend.
Als nach Ende des 2. Weltkrieges die Bergwacht in das Bayerische Rote Kreuz eingegliedert worden ist, bildete sich in Grainau ein Zug der Bergwachtbereitschaft Garmisch-Partenkirchen. Im Jahr 1973 ist dieser Zug dann zu einer eigenen Bergwachtbereitschaft erhoben worden. Das wenige Einsatzgerät war zunächst privat gelagert. Später konnte die Gemeinde hierfür Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Im Jahr 1988 entschloss sich dann die Bereitschaft, ein eigenes Haus auf Gemeindegrund zu erstellen, um die Ausrüstung und das Gerät, das Fahrzeug und auch einen Ausbildungsraum in einem Gebäude vereinen zu können.
Als zu Beginn der 60er Jahre von der Bayerischen Zugspitzbahn und der Gemeinde Grainau die Riffelrissabfahrt ausgebaut worden ist und dadurch die Skifahrer enorm zunahmen, ist in den Jahren 1961/62 von den Mitgliedern die Diensthütte „Dr. Hans Gazert“ am Riffelriss errichtet worden. Durch die Erschließung der Osterfelder zum Skigebiet und dem Bau der Osterfelder-Seilbahn (jetzt Alpspitzbahn) im Jahr 1972 ist auch in diesem Bereich eine Diensthütte, hauptsächlich als Standort eines hauptberuflichen Pistenrettungsdienstes, erforderlich geworden und zusammen mit der Bereitschaft Garmisch-Partenkirchen im Sommer 1972 erbaut worden.











