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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Dienstag, 30. September 2014

Ausbildungstour in anspruchsvolle Horizontalhöhle

Regelmäßige Ausbildung und gemeinschaftliche Touren stärken das bereitschaftsübergreifende Konzept der Chiemgauer Höhlenretter

Nachdem vor Kurzem wieder einige Bergwachtler aus der Region Chiemgau den Aufbaukurs Höhlenrettung am Samerberg erfolgreich besuchen konnten, geht die Ausbildung vor Ort ebenso weiter. Mit 12 Bergrettern aus den Bergwachtbereitschaften Freilassing, Berchtesgaden und Marquartstein wurde eine Höhlentour in die Gutortenbrandhöhle unternommen. Die Höhle erfordert keine Seiltechnik, ist aber bewegungstechnisch aufgrund vieler Engstellen und Schlufe interessant und fordernd.

Zur Ausbildung trifft sich die Gruppe um 18 Uhr im Höhlenrettungsdepot. Angefahren werden oft Höhlen in der Salzburger Osterhorngruppe. Viele Höhlen sind dort in wenigen Minuten vom Fahrzeug aus erreichbar und eignen sich deshalb hervorragend für abendliche Ausbildungen.

Nach einem kurzen Schachteinstieg im Waldboden sind zuerst noch kleinere Abstiege kletternd zu meistern. Dann beginnt ein System aus relativ niedrigen aber breiten, kiesgefüllten Gängen. Diese sind immer wieder von kleinen Hallen unterbrochen. Der Kontakt und Zusammenhalt der großen Gruppe ist nicht ganz einfach und erfordert Disziplin und Umsicht. Ein sehr enger rührenartiger Gang erfordert an seinem Ende eine akrobatische Einlage, um kopfüber nach unten in den weiterführenden Gang zu gelangen. Das geplante Ziel, das die Gruppe erreichen wollte, versperrte dieses Mal ein wassergefüllter Siphon, der je nach Jahreszeit und Wasserstand nur mit Neoprenausrüstung zu begehen wäre.

Diese Touren schaffen während der Ausbildung und der Nachbesprechung den Rahmen, sich bereitschaftsübergreifend besser kennen zu lernen. Denn mehr noch als im Bergrettungseinsatz ist es für alle Retter in der Höhle wichtig, die eigenen - aber auch die Stärken und Schwächen der anderen zu kennen. Damit können im Einsatzfalle personelle Planungsfehler durch den Einsatzleiter vor und in der Höhle vermieden werden. Der Leiter der Höhlenrettungsgruppe im Chiemgau, Peter Hogger, fasst das in einem Satz sehr schön zusammen: "Höhlenrettung...... wo alle anderen aufhören, fangen wir an."

Bilder: Herby Berger, Peter Hogger

Autor: Rudi Hiebl

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