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Montag, 3. September 2007

Absturz mit Geländefahrzeug endet tödlich

Von Forststraße abgekommen: Eine Tote und zwei Verletzte

Schneizlreuth, Weißbach an der Alpenstraße (ml) – Ein 17-jähriges Todesopfer und zwei zum Teil lebensgefährlich Verletzte forderte am Sonntagabend der Absturz eines Geländefahrzeugs von einer Forststraße bei Weißbach an der Alpenstraße. Ein 19-Jähriger verlor nach Polizeiangaben auf der Talfahrt von der Harbachalm die Kontrolle über seinen Wagen, woraufhin das Auto von der Forststraße abkam und mit drei Insassen in felsigem Gelände rund 100 Meter tief einen bewaldeten Steilhang hinabstürzte.

Der genaue Unfallzeitpunkt steht noch nicht fest. Sicher ist nur, dass der junge Fahrer nach 23 Uhr bei einem Anwohner in Weißbach anläutete und um Hilfe für seine Mitfahrer und sich selbst bittete. Sofort wurden Feuerwehr, Bergwacht, Rettungsdienst und Polizei zum Unfallort geschickt. Der Fahrzeuglenker musste nach dem Unfall zunächst wieder rund 100 Meter durch steiles Gelände zur Forststraße aufsteigen und danach ins Tal laufen. Die Rettungskräfte fanden den abgestürzten Wagen nur, weil ihnen der junge Mann die Unglücksstelle im unwegsamen Wald zielsicher zeigen konnte.

Bergwacht-Einsatzkräfte und ein Notarzt stiegen über eine Abseilstrecke zu den beiden lebensgefährlich verletzten Mädchen ab, konnten der 17-jährigen eingeklemmten Beifahrerin aber nicht mehr helfen; sie verstarb noch an der Unfallstelle. Eine zweite ebenfalls 17-jährige Mitfahrerin wurde im Hang medizinisch erstversorgt und in einer Gebirgstrage gesichert per Seilwinde zur Forststraße hochgezogen. Die Besatzung eines BRK-Rettungswagens lieferte sie im Anschluss zu weiteren Behandlung ins Klinikum Traunstein ein. Der verletzte 19-jährige Fahrer wurde mit einem zweiten Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Da anfangs von vier Insassen im Unfallwagen die Rede war, wurden neben den Bergwacht-Einsatzkräften auch ein Polizeihundeführer und ein Polizeihubschrauber angefordert; schnell stellte sich aber heraus, dass keine weiteren Menschen im Auto waren; die bereits geplante Suche bei Dunkelheit war somit hinfällig.

Zum Unfallhergang ist laut Polizei bislang nur bekannt, dass der Geländewagen in einer Kurve ins Schleudern geriet und danach links von der Forststraße rund 100 Meter tief abstürzte. Zur genauen Klärung des Geschehens hat die Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen zur Unglücksstelle entsandt und umfangreiche Gutachten in Auftrag gegeben. Beim Fahrer des Geländewagens wurde vorsorglich eine Blutprobe entnommen.

Die Freiwilligen Feuerwehren Bad Reichenhall, Schneizlreuth und Weißbach waren mit 30 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen im Einsatz, leisteten technische Hilfe, leuchteten die Unfallstelle aus und sicherten das abgestürzte Fahrzeug im Steilhang. Unter schwierigen Bedingungen mussten mehrere Bäume entfernt werden, zwischen denen sich der abgestürzte PKW verkeilt hatte, bevor er mit einem nachgeforderten Autokran geborgen werden konnte.

Das Bayerische Rote Kreuz war mit 30 Einsatzkräften der Bergwachten Bad Reichenhall, Freilassing, Inzell und Ruhpolding, sechs Bergwacht-Fahrzeugen, drei Rettungswagen (RK/BY 1605, RK/BY 1608, RK/BY 1615) und zwei Notärzten (RK/BY 1615, RK/BY 1655) im Einsatz und kümmerte sich um die medizinische Erstversorgung der Patienten. Zusätzlich sicherten die Helfer die gefährlichen Arbeiten im Steilhang ab. Mitarbeiter des BRK-Kriseninterventionsdienstes (KID BGL und KID Berg) kümmerten sich um die betroffenen Angehörigen des verstorbenen Mädchens und der beiden Verletzten. Ein Polizei-Bergführer und mehrere Streifenbeamte waren zur Spurensicherung und Unfallaufnahme vor Ort.

 

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