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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsatzübung in der Steckenbergklamm

Um die Sommerausbildung abzuschließen, führten wir am 20. Juni eine Übung durch, bei welcher wir das fiktive Szenario der Ausbildungabende nachstellten.

Alarmmeldung: gegen 19:30 Uhr sind 2 Schüler in der Schleifmühlenklamm einen 20m-Abhang vom Weg zum Bach abgestürzt.

Nach Einteilung der Rollen und Vorbereitung der Ausrüstung machten sich 2 Vortrupps auf den Weg, um von beiden Enden in die Klamm einzusteigen und so die Unfallstelle möglichst schnell zu lokalisieren. Die 'Verletzten' waren  auf diese Weise schnell gefunden. Die Stelle unmittelbar im Bachbett war jedoch nur schwer zugänglich, so daß wir doch einige Zeit brauchten, um Retter und Material zu den Patienten zu bringen. Während die für die Erstversorgung eingeteilten Kameraden sich um die beiden Verletzten kümmerten, machte sich die Einsatzleiterin  ein Bild von der Umgebung und legte dann die Wege für die Rettung fest: Einer der Verletzten sollte so schnell wie möglich per Speleoseil in der Gebirgstrage nach oben zur Forststraße gebracht werden. Der zweite, weniger schwer Verletzte konnte, ebenfalls in der Gebirgstrage gelagert, entlang des Baches nach unten aus der Klamm gebracht werden.

Nach der Erstversorgung wurde also der erste Verletzte in die Trage gepackt, währen die Kameraden die Rettung per Statikseil vorbereiteten. Dies gestaltete sich aufgrund des steilen, von Baumstämmen verlegten Geländes als schwieriger als gedacht. Als richtig erwies sich die Entscheidung für die Trage; mit dem Bergesack hat man in diesem Gelände nur schlechte Chancen. 

Sobald das Statikseil zum Aufziehen installiert war, konnte die Rettung beginnen. Für alle ein Kraftakt. Die Trage mußte immer wieder über Felsen und um Baumwurzeln herum bugsiert werden, was aufgrund der beengten Verhälnisse nur von einem Mann geleistet werden konnte.

In der Zwischenzeit wurde die zweite Person ebenfalls in eine Gebirgstrage verpackt. Das Speleoseil nach oben war noch belegt, also entschied man sich, den Verletzten mit Bergseilen über den Wasserfall unmittelbar unter der Unfallstelle abzulassen und sich dann zum Weg durch die Klamm weiterzukämpfen. So konnte die Aktion gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit zu Ende gebracht werden, um weitere Schwierigkeiten zu vermeiden.

Alle an der Übung Beteiligten zogen ein positives Fazit. Man habe viel gelernt, vor allem, daß auch das Gelände in unseren 'niedrigen' Bergen nicht zu unterschätzen ist: Steiler Wald kann wesentlich unangenehmer als reines Felsgelände sein.

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