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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Rodelunfall

Auch ein schneearmer Winter fordert seine Opfer. Sind es aufgrund der unzureichenden Schneelage weniger die Skifahrer, so trifft es vermehrt die Rodler, welche auf dem vereisten Boden ihr Sportgerät nicht mehr kontrollieren können. Aufgrund der oft relativ hohen Geschwindigkeit können sich bei Stürzen auch schwere Verletzungen ergeben.

Am 30. Dezember erwischte es schon nach wenigen Metern auf dem Pürschlingweg einen Urlauber aus Köln, der mit seinem Enkel auf dem Schlitten saß. Sie begannen ihre Abfahrt an der Stelle, wo der Steig vom Kolbensattel in den Fahrweg zum Pürschling mündet. Schon die  erste scharfe Kurve - gleich unterhalb der Josefskapelle - wurde den beiden zum Verhängnis: Der Junge konnte gerade noch abspringen und blieb bis auf ein paar blaue Flecken unverletzt, sein Großvater kam vom Weg ab und stürzte geradewegs in den Wald.

Die stark blutende Kopfverletzung ließ einen raschen und schonenden Abtransport per Hubschrauber als sinnvoll erscheinen, auch wenn der Mann bei Bewußtsein war und praktisch keine Schmerzen verspürte. Da der am UKM in Murnau stationierte 'Christoph Murnau' gerade anderweitig unterwegs war, kam uns der Hubschrauber RK2 aus Reutte zu Hilfe. Er nahm den Verletzten auf  und brachte ihn, betreut vom Notarzt an Bord, nach Murnau ins UKM, während wir die restlichen Familienmitglieder per Fahrzeug ins Tal brachten.

Wie sich schließlich herausstellte, hatte der Mann Glück im Unglück: die große Platzwunde hatte keine schweren Auswirkungen auf Schädel oder Gehirn, so dass er lediglich eine Gehirnerschütterung davontrug.

Wieder ein Absturz am Sonnenberg

Garmischer Tagblatt vom 16.10.2006

Innerhalb kürzester Zeit forderte der Steig zur Sonnenspitze ein weiteres Opfer: An selber Stelle wie vor wenigen Wochen verunglückte am 15. Oktober ein 39 Jahre alter Münchner, der mit einigen Arbeitskollegen und ihren Familien das wunderschöne Herbstwetter zu einer Wanderung in den Ammergauer Bergen ausnutzen wollte. Beim Versuch, seiner Lebensgefährtin über eine schmale Wegpassage hinweg zu  helfen, bekam der Mann das Übergewicht nach hinten und stürzte rücklings den steilen Hang hinunter. Auf dem langen Gras konnte er keinen Halt finden, so dass er erst gute 200 Hm weiter unten zu liegen kam. Die per Handy alarmierte Bergwacht traf in kürzester Zeit an der Unglückstelle ein, und auch der Rettungshubschrauber 'Christoph Murnau' war in wenigen Minuten vor Ort. Der zur Hubschrauberbesatzung gehörende Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des Abgestürzten feststellen.

Zwei Begleiter des Opfers waren in einem waghalsigen Manöver zur Absturzstelle abgestiegen und wurden mit Hilfe der Bergwachtmänner vom Hubschrauber in Sicherheit gebracht. Ein Glück, dass den beiden in dem steilen Gelände nicht auch noch etwas zugestoßen war. Zusammen mit den anderen Teilnehmern der Wandergruppe wurden sie, nachdem der Hubschrauber sie an unserer Diensthütte am Pürschling abgesetzt hatte,  von der Bergwacht ins Tal gebracht und dort von Mitgliedern des Kriseninterventionsteams betreut.

Wie üblich bei Todesfällen im Gebirge wurde die Polizei hinzugezogen. Der Polizeihubschrauber 'Edelweiß 2' brachte zwei Polizeibergführer an die Unglücksstelle und unterstützte die Bergwacht auch bei der Bergung des Toten. Es ist immer wieder frustrierend, wenn jede Hilfe zu spät kommt, und unser eigentlicher Auftrag, den Menschen Hilfe zu bringen, in der Bergung von Toten endet.

Großzügige Spende

Zum Glück gibt es auch erfreuliche Dinge zu berichten. Christian Zott, Mitinhaber der  Firma 'mSE Solutions' und Unterammergauer von Geburt an, ist der Bergwacht schon seit jeher zugetan und unterstützt seit Jahren unsere Jugendgruppe mit Spenden. Sein Angebot, uns 20000.- EUR für die Renovierung unserer Gamshütte zu spenden, machte uns erst mal sprachlos, wurde aber natürlich mit großer Freude entgegengenommen.

Garmischer Tagblatt vom 19.10.2006

Wir luden den Christian und seine Partnerin Julia am 08. Oktober zu einem Nachmittag auf die Gamshütte ein, wo er uns im Beisein von Bürgermeister Michael Gansler einen symbolischen Scheck überreichte. Dort konnte er sich auch gleich davon überzeugen, dass seine Spende gut angelegt sein würde. Ein herzliches Vergelt's Gott für seine Unterstützung, wobei wir ihm trotzdem wünschen, dass er unsere Hilfe nie in Anspruch nehmen muss.

Garmischer Tagblatt vom 11.09.2006

Tödlicher Absturz

Der Steig vom Pürschling zur Sonnenspitze ist immer wieder Ort für unsere Einsätze. Es gibt etliche schmale Wegstellen, und ein Sturz in die steilen, mit Schrofen durchsetzten Grasflanken endet oft erst nach Hunderten von Metern. So auch dieses Mal: Der Absturz eines  72-jährigen Oberammergauers führte zu tödlichen Verletzungen. Uns blieb nur die traurige Pflicht, den Toten zu bergen und seine Frau sicher ins Tal zu bringen.

60 Jahre bei der Bergwacht

Am 30. Juli veranstaltete die Bergwacht Unterammergau ein großes Sommerfest, um mit dem Erlös die Renovierung der Diensthütte am Pürschling finanzieren zu können. Dies nahm die Bereitschaftsleitung auch gleich zum Anlass, ein weiteres verdientes Mitglied zu ehren:  Josef Luttenbacher, der 'Kloser Sepp' (die Heimatzeitung hat immer wieder mal Schwierigkeiten mit den Hausnamen im Dorf!), ist seit 60 Jahren bei der Bergwacht.Von Beginn an übernahm er Verantwortung, war von 1959 bis 1969 Leiter der Bereitschaft. Herzlichen Glückwunsch und ein ebenso herzliches Vergelt's Gott!

Trauer um den Mitterer Jörgl

Am 22.Juni verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit unser langjähriges Mitglied Georg Mitterer, der 'Mitterer Jörgl'. Er hat die damalige Ortsgruppe Unterammergau der Bayrischen Bergwacht im Jahre 1946 mit begründet, war viele Jahre als Schriftführer engagiert und uns immer, auch noch im hohen Alter, auf's Engste verbunden. Im Sommer letzten Jahres hatten wir die Ehre, ihn für die 60-jährige Mitgliedschaft in unserer Bereitschaft auszeichnen zu dürfen.

Möge der Herrgott ihm die ewige Ruhe schenken.

Jugend siegt

Diesmal haben sie's uns Alten aber gezeigt, unsere Anwärter. Bei besten Verhältnissen konnten wir am 04. März unser schon traditionelles internes Rennen am Pürschling durchführen, unter reger Beteiligung von Jungen und nicht mehr ganz so Jungen.

Hauptversammlung 2005

Die Jahreshauptversammlung unserer Bereitschaft am 03. März 2006 bot Gelegenheit, auf das vergangene Jahr mit seinen - für unsere Verhältnisse - vielen Einsätzen zurückzublicken. Wichtiges Thema war aber auch, die Planungen und Vorbereitungen zur Renovierung unserer Gamshütte zu diskutieren. Trotz großzügiger Unterstützung durch die Gemeinde bleibt noch ein guter Teil der finanziellen Aufwendungen durch die Bereitschaft zu tragen - die erforderlichen Arbeitsstunden werden wir eh wie gewohnt in Eigenleistung erbringen. Daher werden wir im Sommer diesen Jahres wieder ein größeres Sommerfest organisieren, wo wir auf regen Besuch der Bevölkerung hoffen, die wir in diesem Rahmen um Spenden für unsere Sache bitten wollen.

Garmischer Tagblatt vom 14.03.2006

Vermißtensuche

Am 24. Februar 2006 wurden wir alarmiert, die Polizei bei der Suche nach einer vermissten Person zu unterstützen. Das Fahrzeug des Vermissten war auf dem Pürschlingparkplatz entdeckt worden. So lag es nahe, dass der Mann sich irgendwo in unserem Dienstgebiet befand.

Schon nach wenigen Stunden, noch vor Einbruch der Dunkelheit, konnten wir den Abgängigen auffinden: im Bachbett derSchleifmühllaine, leider nicht mehr am Leben. Der Fundort und die Spuren boten Anlass zu allerhand Spekulationen. Die genaueren Umstände wird daher wohl die gerichtsmedizinische Untersuchung klären müssen.

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