Mit dem Meldebild der Leitstelle Rosenheim, drei Personen in einer Schneehöhle ausharrend, sahen sich die Bergretter um 5.20 Uhr am Neujahrstag konfrontiert. Eine genaue Ortsangabe konnten die Tourengeher nicht liefern, da sie am Abend vom Sudelfeld in Richtung Soinhütte aufgestiegen waren, aber aufgrund der einsetzenden Dunkelheit und des schlechten Wetters die Orientierung verloren hatten. Die drei Sportler aus dem Allgäu gruben sich nach vergeblicher Suche nach dem richtigen Weg eine Schneehöhle in einer etwa 40 Grad steilen Rinne und meldeten sich am frühen Morgen bei der Polizei. Die Suche nach der Gruppe gestaltete sich für die Einsatzkräfte der Bergwacht äußerst schwierig, da auch der Handyempfang nur sehr schlecht funktionierte. Die von der Diensthütte Wendelstein aufgebrochenene Retter suchten systematisch alle Rinnen zwischen Lacherspitz und Wildalpjoch ab. Erst nach einigen Stunden kraftraubender Suche im nassen Schnee konnten die Personen gegen 8 Uhr zwischen Wildalpjoch und Kaserwand in einer Rinne geortet werden. Mit Hilfe von Trillerpfeifen machten sie auf sich aufmerksam. Nachdem zwei Retter zu den beiden Frauen und dem Mann abgestiegen waren und sich ein Bild über den Gesundheitszustand gemacht hatten, führten sie die drei Bergsteiger aus der lawinengefährlichen Rinne wieder 250 m nach oben auf einen Grad. Von dort begleiteten die Bergretter bei erheblicher Lawinengefahr die Geborgenen sicher ins Tal nach Bayrischzell. Gegen Mittag war der Einsatz für die Retter beendet.
Ein Hubschrauber der Polizei war ebenfalls für die Suche der Skitourengruppe hinzugezogen worden. Die Besatzung hoffte auf Wolkenlücken, um nach den Personen suchen zu können. Aufgrund des schlechten Wetters war aber eine Unterstützung durch den Hubschrauber nicht möglich



