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Einsätze 2005

Mittwoch, den 22.06.2005

Kletterer in Hainstadt von Steinschlag verletzt


Am Mittwoch den 22.06.2005 trafen sich eine Gruppe von 6 Personen, davon 3 Bergwachtkameraden, zu einer privaten Klettertour an der Felswand in Hainstadt. Durch einen Kletterer im Nachstieg, welcher den nächsten Griff suchte, brach ein ca. 1 m³ großer Felsbrocken aus der Wand und stürzte ca. 25 m - 30 m in die tiefe. Dieser zerteilte sich beim Herunterfallen und
Aufschlagen an der Wand in mehrere kleine und große Steine. Ein Kletterer einer anderen Gruppe war zu diesem Zeitpunkt 5 m weiter links in einer anderen Route an der Wand. Dieser wurde von zwei großen Stücken des riesigen Felsbrockens erfasst und zog sich eine sehr große Weichteilverletzung am Unterschenkel sowie am Oberarm an der rechten Seite zu. Die ca. 8 Personen, welche unten standen bzw. die Sicherungspersonen der beiden Kletterer, hatten sehr viel Glück, dass sie ohne großen Schaden davon gekommen sind. Allgemein hatten alle sehr viel Glück, dass es „so klimpflich“ ausgegangen ist. Nachdem der Verletzte abgelassen war wurde durch den Bergwachtkameraden Markus Glaser zunächst ein Notarzt bzw. ein Rettungshubschrauber alarmiert. Zu gleicher Zeit rüsteten sich die Kameraden Karin Krumbholz und Florian Geis mit ihren Schutzhandschuhen und ihrem Verbandsmaterial aus und versorgten zunächst die große Weichteilverletzung am Unterschenkel. Danach wurde das Bein etwas abgebunden und der Verletzte aus dem Gefahrenbereich entfernt. Anschließend wurde die Wunde am Oberarm verbunden und ein Bodycheck durchgeführt. Des Weiteren wurden regelmäßig die Vitalfunktionen überprüft und die Betreuung durch die Bergwachtkameraden durchgeführt. Weitere 5 Minuten später traf das Rettungswagenpersonal und die Notärztin ein und übernahmen den Patienten. Da der bereits anfliegende Rettungshubschrauber unterwegs war und von zwei Leuten eingewiesen werden musste unterstützten Karin Krumbholz und Florian Geis die Notärztin und das Rettungsdienst Personal, während Markus Glaser und eine Person vom Rettungsdienst sich um die Sperrung der Straße bzw. das Einweisen des Rettungshubschraubers kümmerten. Nach erster ärztlicher Behandlung der Notärztin des bodengebunden Rettungsdienstes und erneuter
Behandlung des Rettungshubschrauber Notarztes wurde der Verletze mittels
Schaufeltrage zum Rettungswagen getragen. Daraufhin wurde der Patient in den Hubschrauber, Christoph 53 aus Mannheim, umgelagert und in das Krankenhaus weitertransportiert.

Im Großen und Ganzen kann man eigentlich nur eines sagen - SEHR VIEL GLÜCK IM UNGLÜCK-

© Bergwacht Aschaffenburg - Florian Geis

Sonntag, den 12.06.2005

Kletterer in Rottenberg abgestürzt


Hubschrauber birgt Kletterer aus Steinbruch - 47 Jähriger in Rottenberg abgestürzt Hösbach - Rottenberg. Mit dem Hubschrauber ist am Sonntagnachmittag im zweiten Anlauf ein Mann gerettet worden, der im Rottenberger Steinbruch beim Klettern abgestürzt war. Er hatte sich in einer 15 Meter hohen Wand bewegt. Gegen 13:30 Uhr hatte der 47 Jährige aus Bad Orb bei einer Klettertour den Halt an der Felswand des Steinbruchs verloren. Nach Angaben der Aschaffenburger Polizei fiel der Mann auf den Rücken und zog sich dabei Verletzungen im Sprunggelenk sowie im Brustbereich zu. Unwegsames Gelände Begleiter des Verunglückten alarmierten den Notarzt und den Rettungsdienst, der wiederum die Sailaufer Feuerwehr verständigte. Da es sich um schwer zugängliches Gelände handelt wurde auch die Bergwacht Aschaffenburg hinzugezogen. Notarzt und Rotkreuz-Sanitäter versorgten den Bergsportler gleich nach ihrem Eintreffen. Nachdem sich die Bergwachtmänner ebenfalls abgeseilt hatten, stellte sich schnell heraus, dass wegen der Schwere der Verletzungen ein Transport auf dem Landweg so gut wie nicht möglich war. Der anfliegende Rettungshubschrauber war jedoch weder mit einer Seilwinde ausgerüstet noch für die Bergung mit dem Tau geeignet. Über die Rettungsleitstelle wurde daher ein zweiter Helikopter angefordert. Lichtung geschlagen Unterdessen schlugen die Sailaufer Feuerwehrleute an der Unfallstelle eine kleine Lichtung in den Wald und Helfer packten den Verletzten inden Hubschrauberbergesack. Zur Taubergung setzte ein hessischer  Polizeihubschrauber die Luftretter der Bergwacht und der Polizei über der Unfallstelle ab. Der Kletterer wurde schonend geborgen und ins Krankenhaus nach Aschaffenburg geflogen. Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht.

MAIN ECHO REDAKTION - Ausgabe Jahrgang 2005 / Nr. 134 am Dienstag den 14. Juni 2005

© Bergwacht Aschaffenburg - Florian Geis

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