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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Donnerstag, 2. August 2018

Zwölfjähriger stürzt bei Wanderung am Brünnstein ab

Bergwacht rettet leicht verletztes Kind und begleitet Gruppe sicher ins Tal

Am gestrigen Donnerstag wurde die Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden gegen elf Uhr Vormittag durch die Integrierte Leitstelle alarmiert. Die Alarmdurchsage „Abgestürztes Kind an der Brünnstein-Nordseite" klang für die Einsatzkräfte zunächst dramatischer als sich die Lage vor Ort schließlich herausstellte.

Eine Gruppe mit dreizehn Kindern im Alter zwischen 8 und 13 Jahren befand sich in Begleitung von drei Eltern auf dem Abstieg vom Brünnsteinhaus in Richtung Tatzelwurm auf der Nord-Ost-Seite des Brünnsteins. Im Bereich des sogenannten „Bankei" rutschte der Zwölfjährige vom Pfad ab und überschlug sich dabei mehrmals im steilen Wald- und Wiesengelände.

Trotz des Rückrufs vom Bergwacht-Einsatzleiter beim Melder konnte zunächst die Art und Schwere der Verletzung des jungen Freisingers nicht sicher eingeschätzt werden. Der Einsatzleiter entschied sich deshalb, zur bereits mit den Rettungsfahrzeug ausgerückten Einsatzmannschaft noch einen Rettungshubschrauber anzufordern.

Bereits nach wenigen Minuten landete der Rettungshubschrauber „Heli 3" aus dem benachbarten Kufstein zur Einsatzbesprechung an der Bergrettungswache in Oberaudorf. Ein Bergretter mit Ortskenntnis stieg in die Maschine und konnte bereits im ersten Überflug die Einsatzstelle ausfindig machen. An einer nahe gelegenen Wiese setzte der Pilot die Bergwacht-Einsatzkraft und den Notarzt ab, die sich zu Fuß zur Einsatzstelle aufmachten.

Bei dem verletzen Jungen angekommen stellte sich heraus, dass dieser durch den Absturz nur eine leichte Gehirnerschütterung sowie einige Abschürfungen davongetragen hatte. Zur weiteren medizinischen Abklärung wurde der 12-Jährige am Tau des Hubschraubers gerettet und ins Klinikum Rosenheim geflogen.

Die mittlerweile ebenfalls mit den Einsatzfahrzeugen und anschließenden Fußmarsch eingetroffen weiteren Bergwacht-Einsatzkräfte betreuten die verbleibenden Kinder und Eltern und begleiteten die sichtlich unter Schock stehende Gruppe ins Tal.

 

Insgesamt waren 8 Bergwacht-Einsatzkräfte mit drei Einsatzfahrzeugen sowie der Rettungshubschrauber Heli 3 zwei Stunden im Einsatz.

Autor: Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden

Bergretter begleiten die Gruppe zu den bereitstehenden Einsatzfahrzeugen

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