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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Dienstag, 8. August 2017

Einsatzreiches Wochenende für die Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden

Zeitgleiche Alarmierung zweier Bergrettungseinsätze forderte die Bergwacht-Einsatzkräfte am vergangenen Wochenende.

Fast zeitgleich erreichten zwei Notrufmeldungen am späten Samstagsvormittag die Einsatzmannschaft der Bergwacht. Der Bergwacht-Einsatzleiter musste anhand des Meldebildes, das die Integrierte Leitstelle Rosenheim ihm übermittelte, die Bergretter auf beiden Rettungseinsätzen koordinieren.

 

Die erste Mannschaft rückte mit dem geländegängigen Quad zu einem Auffahrunfall auf der Sommerrodelbahn am Hocheck aus. Dort war ein verletztes Kind im Bereich des Kreisels gemeldet worden. Ein Bergretter, der am Hocheck wohnhaft ist, wurde unmittelbar zur Einsatzstelle dirigiert. Ein 11-jähriger Urlauber hatte sich bei einem Auffahrunfall eine Unterschenkelverletzung zugezogen. Nach der medizinischen Versorgung durch die Bergwacht-Einsatzkräfte wurde er zur weiteren Behandlung mit dem Landrettungsdienst in eine Klinik gebracht.

 

Noch während die erste Mannschaft ausrückte ergab ein telefonischer Rückruf beim Melder des zweiten Notfalls dass sich dieser oberhalb der Baumerhütte bei den Audorfer Almen, unterhalb des Trainsjochs ereignet hatte. Zur genauen Örtlichkeit konnte der Melder, der nicht direkt an der Einsatzstelle war, nur vage Angaben machen. Wenige Minuten nach dem Rückruf machte sich auch das Bergrettungsfahrzeug mit fünf Einsatzkräften auf den Weg zu den Audorfer Almen im Gemeindegebiet von Kiefersfelden. Nach 20-minütiger Fahrzeit stießen die Bergretter auf den Melder, der ihnen den weiteren Weg weiste. Im steilen Almgelände knapp unterhalb des Grates trafen die Retter nach weiteren 20 Minuten Fußmarsch auf die Patientin. Eine 58-Jährige Kiefersfeldnerin hatte sich bei einem Sturz eine schwere Fußverletzung zugezogen. Der Unfall geschah während die Almerin auf der Suche nach einem seit drei Tagen vermissten Kalb stolperte und stürzte.

Um der Frau, die unter starken Schmerzen litt, einen langwierigen bodengebundenen Abtransport zu ersparen wurde vom Bergwacht-Einsatzleiter nach Rücksprache mit den Bergwacht-Einsatzkräften vor Ort ein Rettungshubschrauber zur Unterstützung angefordert.

 

„Heli 3" konnte im Anflug aus Kufstein-Langkampfen bereits Minuten später eine Bergwacht-Einsatzkraft am Landeplatz der Bergrettungswache Oberaudorf aufnehmen und kurze Zeit später gemeinsam mit dem Notarzt an der Einsatzstelle absetzen.

 

Die inzwischen versorgte Patientin wurd am Bergetau ausgeflogen und zur weiteren Behandlung mit dem Hubschrauber ins Klinikum Rosenheim verbracht werden.

 

Im Einsatz waren am Samstag 12 Bergretter, zwei Bergwacht Einsatzfahrzeuge sowie der Rettungshubschrauber „Heli 3".

Bereits am Freitag wurden die Bergwacht-Einsatzkräfte während ihres Ausbildungsabends gegen 19:30 Uhr von der Integrierten Leitstelle auf den benachbarten Sportplatz zur Unterstützung gerufen. Dort war während eines Fußballspiels ein 55-jähriger Spieler plötzlich bewußtlos zusammengebrochen. Schon vor der Alarmierung wurden die Einsatzkräfte auf den Notfall in unmittelbarer Nähe zur Bergrettungswache aufmerksam und waren bereits mit fünf Einsatzkräften vor Ort als der Alarm am Funkmelder ertönte. Mit Unterstützung einer anwesenden Ärztin konnte der Patient stabilisiert an den Landrettungsdienst übergeben werden.

 

Zu weiteren Notfällen am Brünnstein und im Freizeitgebiet Hocheck wurden unsere Bergretter bereits in der vergangenen Woche am Dienstag und Donnerstag gerufen. Bei Unfällen hatten sich Freizeitsportler verletzt und wurden von den Einsatzkräften medizinisch versorgt und zur weiteren Behandlung ins Tal transportiert. 

Autor: Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden

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