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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Mittwoch, 4. März 2015

Erfolgreiche Vermisstensuche in der Oberpfalz

Bergwacht findet autistisches Kind nach mehrstündiger Suche im unwegsamen Gelände

Bayerwald / Flossenbürg / Fuchsmühl

Am Samstagabend wurde die Einsatzmannschaft der Bergwacht Weiden gegen 18:35 Uhr von der ILS-Nordoberpfalz zu einer Vermisstensuche im Gemeindegebiet Flossenbürg alarmiert. Dort war ein autistischer Junge, nachdem er nachmittags mit seinen Großeltern am Wurmstein Schlittenfahren war, nicht mehr auffindbar.


Aufgrund der schwierigen Geländeverhältnisse am Ort des Verschwindens entschied sich die zuständige Polizeidirektion dazu, die Bergwacht Weiden mit ihren Rettungsmitteln hinzuzuziehen. Diese rückte daraufhin mit 21 Bergrettern, darunter ein Bergwacht Notarzt, zwei geländegängige Rettungsfahrzeuge, ein kettenbetriebenes ATV, sowie zwei Motorschlitten, zum Einsatzort aus.  Auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera war im Einsatz, um das umliegende Gebiet nach dem Vermissten abzusuchen. Von der Bundespolizei wurden die Bergretter mit speziellen Nachtsichtgeräten ausgestattet, um die Suche in der Dunkelheit zu erleichtern.


Wegen der widrigen Witterungsverhältnisse und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt war davon auszugehen, dass für den vermissten Jungen akute Lebensgefahr bestand. Deshalb entschied sich der Einsatzleiter der Bergwacht Weiden dazu, mehrere Rettungshundestaffeln aus dem Dienstgebiet über den von ihm nachgeforderten Einsatzleiter Rettungsdienst hinzuzuziehen. Die ebenfalls nachgeforderte Bergwacht Fuchsmühl unterstützte den Einsatz mit acht weiteren Einsatzkräften.


Mit Hilfe der geländegängigen Fahrzeuge der Bergwacht war es möglich das unwegsame Gelände im Wald abzusuchen, wobei in der Nähe des Rumpelbaches im Schnee frische Schlittenspuren des Vermissten ausfindig gemacht werden konnten. Der Junge hatte seit Nachmittag offensichtlich eine enorme Wegstrecke querfeldein zurückgelegt.


Gegen 23:00 Uhr gelang es einer Suchmannschaft der Bergwacht Weiden den vermissten Jungen nördlich der Fritz von Schelling Hütte zu finden. Umgehend übernahm der Notarzt der Bergwacht Weiden die Versorgung des unterkühlten Patienten. Dieser wurde anschließend mit dem Bergwacht-Rettungsfahrzeug aus dem Waldstück transportiert und am Sammelplatz dem Landrettungsdienst übergeben.


Die große Anzahl an beteiligten Rettungskräften von Bergwacht, BRK,  SEG, Krisenintervention, Polizei, Bundespolizei und Feuerwehr erforderte einen hohen Organisationsaufwand, wobei die Zusammenarbeit aller Beteiligten zur vollsten Zufriedenheit verlief.

Fotos: Reporter24

 

 

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