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Samstag, 8. Juni 2019

Jahrespressekonferenz in Bad Tölz

Die Einsatzzahlen der Bergwacht steigen im Sommer rapide an. Der Nutzungsdruck in den bayerischen Alpen und Mittelgebirge, hohe Erwartungshaltungen und der Erlebnisdrang der Menschen beschäftigen auch den Alpenverein und die Bergführer.

Bad Tölz, 7.6.2019. Die drei langjährigen Partner der Bergwacht, die Stiftung Sicherheit im Skisport mit dem Geschäftsführer Norbert Höflacher, den Deutschen Alpenverein und den Bergführerverband konnte Klaus Schädler, Geschäftsführer der Bergwacht, in Bad Tölz zur Jahrespresskonferenz begrüßen.

Mehr Menschen am Berg
Neben den steigenden Tourismuszahlen leben mehr als 6 Millionen Menschen in den alpennahen Landkreisen – Tendenz steigend. Viele davon zieht es in die Berge, nicht wenige wechseln Arbeits- und Wohnort um den Bergen näher zu sein.

Obwohl im Winter in den Skigebieten immer mehr Menschen befördert werden, ist die Anzahl der Einsätze in etwa gleich geblieben.Größere Schwankungen entstehen primär durch wechselhafte Schneeverhältnisse“,  stellt Otto Möslang, Vorsitzender der Bergwacht, bei der Jahrespressekonferenz im Bergwacht-Zentrum fest. Trotz Skitourenboom auf Pisten und im freien Gelände steigen die Einsatzzahlen auch hier nur unterproportional an.

Einsatzzahlen im Sommer verdoppeln sich in 12 Jahren
Ganz anders schaut es  in erster Linie beim  Wandern, Bergsteigen und Mountainbiken aus. Die Einsätze bei den Sommersportarten verdoppelten sich nahezu in den vergangenen 12 Jahren, von rund 1500 auf über 3000 Einsätzen. Die Bergretterinnen und Bergretter sehen sich einer großen Erwartungshaltung für „schnelle Hilfe in allen Lagen“ gegenüber. Dies erfordert einen erhöhten Aufwand an Personal und Material. Insbesondere an den „Hotspots“, wie z.B. im Zugspitzgebiet, den Berchtesgadener Alpen oder im Oberallgäu. Die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung und für Gefahren nimmt ab, die „Hilfsbedürftigkeit“ nimmt zu.

Druck beim Alpenverein und den Bergführern
Dr. Wolfgang Wabel vom Hauptverband des Deutschen Alpenvereins stellt einerseits das große ehrenamtliche Engagement in den Sektionen heraus, gleichzeitig ist ihm die hohe Erwartungshaltung für Serviceleistungen vieler Neumitglieder gegenüber dem Verein gut bekannt. Ansprüche zum Angebot auf Hütten oder auf Versicherungsleistungen sind Alltag geworden. Eine vergleichbare Entwicklung kennen die Profis am Berg. Michael Lentrodt, Präsident des Deutschen Berg- und Skiführerverbandes, berichtet von  Gästen, die immer  weniger Zeit haben, große Ziele anvisieren und einen maximalen Erlebniswert buchen wollen.

Nicht nur für Bergsteiger und Touristen am Berg unterwegs
Einsätze der Bergwacht bei Starniederschlägen und Bergwaldbrand

Die Bergwacht leistete nicht nur bei Notsituationen in Zusammenhang mit dem Bergsport Hilfe, sondern war auch in unterschiedlichsten Schadensereignissen zu Stelle. Florian Lotter, Einsatzleiter der Bergwacht Oberaudorf, berichtete von dem Einsatz am Schwarzenberg bei einem Bergwaldbrand, Andi Dahlmeier aus Garmisch-Partenkirchen vom Hochwasser in der Partnachklamm und Thomas Lobensteiner, stellv. Vorsitzender der Bergwacht, von den Einsätzen bei den  Starkschneefällen im Januar dieses Jahres. Bei alle diesen Einsätzen waren die Kompetenz und die Fähigkeiten der Bergretterinnen und Bergretter gefragt. Wieder einmal wurde klar: „Die Natur ist stärker als der Mensch.

Die Entwicklung der Einsatzzahlen im laufenden Jahr ist noch völlig offen. Fest dagegen steht der Zeitpunkt des Jubiläums, 100 Jahre Bergwacht. Am 14. Juni 2020 wird es soweit sein. Zur Feier im Münchner Hofbräuhaus konnte Susanna Merkl, stellvertr. Vorsitzende, am Schluss der Veranstaltung bereits hinweisen.

Die Pressekonferenz in den Medien

BR Rundschau

Münchner Merkur

Süddeutsche Zeitung

Bilder BWB/ T. Vogg BW Grainau

 

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weitere Informationen

 

 

 

Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung

Bergwacht-Zentrum