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Einsätze

Mittwoch, 2. Juli 2008

In den „glorreichen Sieben“ in den Tod gestürzt

47-jähriger Dortmunder erliegt seinen schweren Kopfverletzungen

Ramsau (cfs) - Beim Klettern am Westgrat der Schärtenspitze oberhalb des Blaueisgletschers stürzte am gestrigen Mittwochvormittag ein 47-jähriger Dortmunder in den Tod. Mit zwei Bekannten durchstieg der gebürtige Italiener die „glorreichen Sieben“, eine Route mit Schwierigkeitsgrad VI. „Sie ist sehr gut abgesichert und beliebt“, berichtet der Bereitschaftsleiter der Ramsauer Bergwacht, Rudi Fendt. Trotzdem stürzte der Vorsteiger rund 20 Meter in die Tiefe. Reanimationsmaßnahmen der Kletterfreunde blieben erfolglos. Auch das alarmierte Team der Bergwacht konnte den Bergsteiger trotz Defibrilator nicht mehr retten.
Drei Männer einer siebenköpfigen Gruppe von Bergfreunden entschloss sich gestern morgen, die „glorreichen Sieben“ am Westgrat der Schärtenspitze zu durchklettern. Plötzlich stürzte der 47-jährige Vorsteiger rund 20 Meter in die Tiefe und blieb an der ersten Sicherung 15 Meter über dem Einstieg hängen. Seine Seilschaft barg den schwerst verletzten Mann und leistete sofort Erste Hilfe. Als der Dortmunder schlagartige bewusstlos wurde, versuchten seine Freunde knapp 50 Minuten lang, ihn zu reanimieren. Ohne Erfolg.
Einer der Bergsteiger hatte sich unterdessen auf den Weg zur Blaueishütte gemacht, um die Bergwacht zu alarmieren. Sein Handy hatte am Grat keinen Empfang. Die Bergwacht Ramsau rückte mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 14“ sofort aus und versuchte, den Verletzten mit einem Defibrillator ins Leben zurückzuholen. Doch der 47-Jährige erlag seinen Kopfverletzungen.
Die Polizei flog den Verstorbenen mit per Hubschrauber ins Tal zur Bergwachtstation. Pfarrer Max Bräutigam sprach den letzten Segen. Die beiden anderen Bergsteiger wurden vom Kriseninterventionsdienst (KID) betreut.

 

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