Mitglieder-Login

Passwort vergessen?

 

 

Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Montag, 30. Juni 2008

57-Jähriger verletzt sich bei Sturz am Watzmann schwer

RAMSAU – Schwerste Verletzungen zog sich am vergangenen Samstag ein 57-jähriger Bergsteiger aus Hameln bei einem 40-Meter-Sturz an der Watzmann-Südspitze zu. Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Münchener Rettungshubschraubers „Christoph 1“ konnten den Mann aus dem schwierigen Gelände retten.

Der  Tourist war vom Watzmannhaus kommend mit einem neu kennengelernten Bergfreund  zur Überschreitung aufgebrochen und hatte gegen Mittag die Watzmann-Südspitze erreicht. Im weiteren Abstieg passierte das Unglück: Er stolperte und stürzte die felsige Abstiegsrinne kurz nach dem Gipfel hinunter, wobei er sich mehrfach überschlug. Mit schweren Kopf- und Oberschenkelverletzungen blieb er schließlich regungslos liegen. Sein  Kamerad und weitere Bergsteiger stiegen zum Verunfallten ab,  versorgten ihn  provisorisch und verständigten per Mobiltelefon die Bergwacht. Da alle anderen Hubschrauber in der Region bereits bei Einsätzen gebunden waren, forderte der Einsatzleiter der Ramsauer Bergwacht wie bereits vor einer Woche den Münchener Rettungshubschrauber „Christoph 1“ an.  

„Wieder zeigte sich, wie praktisch eine fest am Hubschrauber installierte Rettungswinde bei Bergeinsätzen ist.  Obwohl starke Höhenwinde herrschten, gelang es dem Piloten, Bergretter und einen Arzt direkt an der Unfallstelle auf etwa 2.400 Metern per Winde abzusetzen, wobei das Seil rund 50 Meter weit ausgefahren war“, berichtet Bergwacht-Bereitschaftsleiter Rudolf Fendt. Die Unfallstelle ist laut Fendt steter Steinschlaggefahr durch von oben herab nachsteigende Berggeher ausgesetzt.
Nach notärztlicher Versorgung des Patienten am Berg wurden in einem zweiten Flug weitere Bergwachtmänner mit dem Luftrettungssack zur Unfallstelle gebracht.  Fendt: „So konnten wir den Mann entsprechend seiner schweren Verletzungen schonend im liegenden Zustand aufwinchen.“
Da aufgrund der Verletzungsmuster höchste Eile geboten war, transportierte der Hubschrauber den Patienten sofort ohne Zwischenlandung zum Dachlandeplatz des Salzburger Unfallkrankenhauses. Erst danach kehrte die Besatzung zum Watzmann zurück, um das Team der Ramsauer Bergwacht abzuholen.





 

WissensBox-LOGIN

____________________

weitere Informationen

 

 

 

Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung

Bergwacht-Zentrum