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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Dienstag, 24. Juni 2008

25-Jähriger kugelt sich beim Klettern die Schulter aus

RAMSAU – Glück im Unglück hatte am Sonntagnachmittag ein 25-jähriger Münchner Kletterer, als ihm auf der Hocheisumrahmung ein Block ausbrach. Die Bergwacht Ramsau konnte ihn mit einem ausgekugelten Schultergelenk retten.

Mit seinem Kameraden hatte der 25-Jährige die lange, selten begangene und in weiten Teilen sehr brüchige Klettertour vom Kammerlinghorn über den Grat zum Hocheis und dann weiter zum Vorderberghörndl schon zum größten Teil bewältigt. Die beiden richtig ausgerüsteten und sicheren Kletterer waren schon seilfrei im Abstieg auf dem Grat in Richtung Vorderberghörndl unterwegs, als dem 25-Jährigen unvermittelt ein größerer Block ausbrach.

Es gelang ihm, den anschließenden Sturz noch rechtzeitig abbremsen, doch kugelte er sich dabei die Schulter aus; „eine sehr schmerzhafte Verletzung, die ein Weiterkommen unmöglich macht“, erklärt Bergwacht-Bereitschaftsleiter Rudolf Fendt.

Auf dem Umweg über das österreichische Netz ging der mobile Notruf bei der bayerischen Polizei und schließlich bei der Ramsauer Bergwacht ein. Die Bergwacht-Einsatzkräfte waren zu diesem Zeitpunkt schon in Richtung Blaueis unterwegs, um eine Fußverletzung zu versorgen.

Da alle näheren Hubschrauber gebunden waren, wurde aus München der Rettungshubschrauber „Christoph 1“ angefordert. Die standardmäßig mit einer Winde ausgestattete Maschine traf nach rund 20-minütiger Anflugzeit in Ramsau ein; mit ihr gelangten weitere Bergretter und zwei Ärzte rasch zur Unfallstelle am Grat. Per Rettungswinde am Berg ausgesetzt gelang es den Einsatzkräften mit vereinten Kräften, den Patienten notfallmedizinisch zu versorgen und die Schulter wieder einzurenken.

Der für den Transport stabilisierte Patient konnte per Winde rasch und sicher aufgenommen und im Direktflug zur Weiterbehandlung ins Traunsteiner Klinikum geflogen werden. „Eine reibungslose Rettungsaktion von kaum einer Stunde Dauer - erfolgreich aufgrund eines perfekten Zusammenspiels von Mensch und Technik, mit Glück für den Patienten“, freut sich Fendt.

Übersehen dürfe man dabei aber nicht, dass derartige Rettungen viel Training und Erfahrung voraussetzen, erhebliche Risiken bergen und meist nur bei gutem Flugwetter von Erfolg gekrönt sind. „Eine bodengebundene Rettung aus diesem Gelände bei Schlechtwetter hätte einen ungleich höheren Einsatz von Zeit, Kräften und viele Unannehmlichkeiten für den Betroffenen bedeutet“, erklärt Fendt.

 

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