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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Dienstag, 18. März 2014

Gehörloser Skitourengeher verletzt sich am Auge

Mit wortloser Kommunikation suchen die Bergretter der Bergwacht Ramsau nach einem gehörlosen Verletzten am Watzmann.

RAMSAU – Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am Dienstagvormittag einen gehörlosen Mann mit einer schweren Augenverletzung vom Watzmann gerettet. Der Tourengeher war allein unterwegs und im Bergwald zwischen Falzalm und Mitterkaseralm gestürzt, wobei er sich einen Ast ins Auge gerammt hatte. Da er nur über SMS kommunizieren konnte, mussten die Retter erst nach der genauen Unfallstelle suchen.

Der Verletzte informierte per SMS einen Bekannten im Tal, der daraufhin die 112 wählte. Als der Notruf einging, alarmierte die Leitstelle Traunstein die Bergwacht Ramsau, die zur Unterstützung den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ anforderte. Der Pilot setzte den Notarzt und einen Bergretter zur Suche im Einsatzgebiet ab. Als der Arzt im Aufstieg und ein Bundespolizei-Bergführer, vom nahegelegenen Stützpunkt Kühroint, im Abstieg den Verunfallten gefunden hatten und mit der Versorgung begannen, wurde zeitgleich ein weiterer Bergretter zur Einsatzstelle geflogen. Aufgrund der föhnbedingten Turbulenzen erfolgte lediglich der direkte Abtransport des Patienten zum Landeplatz in Schönau mit dem 25 Meter langen Rettungstau.


„Christoph 14“ wurde von der Bergwacht Berchtesgaden in Schönau per Tankanhänger wieder aufgetankt. Da wegen des allgemein erhöhten Einsatzaufkommens alle Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes im südlichen und mittleren Landkreis bereits gebunden waren, übernahm eine Besatzung des Österreichischen Roten Kreuzes den Verletzten und brachte ihn in die Salzburger Augenklinik.

„Ein Notruf per SMS an die 112 ist keine sichere Alarmierungsmethode. Man sollte nach Möglichkeit immer anrufen“, erklärt der stellvertretende Leiter der Integrierten Leitstelle Traunstein, Gerhard Jäkel. Abhängig vom Handynetz kann die Textnachricht verzögert oder auch bei einer fremden Polizei- oder Rettungsdienst-Leitstelle ankommen, die dann Schwierigkeiten mit der Zuordnung der Angaben hat. „Ist wegen fehlender Netzabdeckung am Berg kein Sprachruf, sondern nur eine SMS möglich, sollte die SMS immer auch zusätzlich an einen Bekannten geschickt werden, der genau weiß, wo man unterwegs ist und der dann telefonisch einen Notruf absetzen kann.“ erklärt Regionalgeschäftsführer Ludwig Lang.

 

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