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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Sonntag, 2. August 2009

Bei Absturz in Gebirgsbach schwer an der Schulter verletzt

Einsatzkräfte retten 21-Jährigen nach Drei-Meter-Sturz aus der Weißbachschlucht

MARKTSCHELLENBERG (ml) – Ein 21-Jähriger ist am Sonntagnachmittag an einem Wasserfall im Weißbach an der deutsch-österreichischen Grenze bei Marktschellenberg rund drei Meter tief abgestürzt und hat sich dabei schwer an der Schulter verletzt. Einsatzkräfte des BRK-Rettungsdienstes, der BRK-Wasserwacht, der Bergwacht und der Canyon-Rettungsgruppe mussten den Marktschellenberger medizinisch versorgen und im Anschluss mit einer Spezialtrage über die steile Böschung des Gebirgsbaches abtransportieren.

 

Der 21-Jährige war beim Baden und Sonnen auf einem nassen Felsen ausgerutscht und rund drei Meter tief in den Bach abgestürzt, wobei er sich die Schulter ausgekugelt hatte. Da in der Schlucht kein Handynetz verfügbar war, lief einer seiner beiden Begleiter bis zur rund 700 Meter entfernten B305 und setzte gegen 14.10 Uhr einen Notruf ab. Aufgrund der ersten Angaben ging die Rettungsleitstelle Traunstein davon aus, dass der Unfallort im Bereich der Einmündung des Weißbachs in die Berchtesgadener Ache am Untersberg-Parkplatz liegt. Die Disponenten schickten deshalb zunächst nur die Wasserwacht Berchtesgaden und einen Rettungswagen los. Ersthelfer kümmerten sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um den Verletzten.

 

Als die Retter vom Einweiser erfuhren, dass sich der eigentliche Unfallort rund 700 Meter weit entfernt in der Schlucht befindet, forderten sie sofort die Bergwacht Marktschellenberg, einen Notarzt und die Canyon-Rettungsgruppe von Bergwacht und Wasserwacht nach. Die Einsatzkräfte stiegen durch die Schlucht zum Patienten auf, übernahmen die medizinische Erstversorgung und lagerten den 21-Jährigen danach in eine Spezialtrage um. Mit vereinten Kräften wurde der Verletzte über das Steilufer des Weißbachs abtransportiert und bis zur Forststraße getragen, wo er ins Bergwacht-Fahrzeug eingeladen und ins Tal gefahren wurde. Die Rettungswagen-Besatzung brachte den Marktschellenberger im Anschluss zur weiteren Behandlung ins Kreisklinikum Berchtesgaden.

 

Insgesamt waren fünf Helfer der Wasserwacht Berchtesgaden, sechs Einsatzkräfte der Bergwacht Marktschellenberg, acht Canyon-Retter, eine Rettungswagen-Besatzung und der Bergwacht-Notarzt rund eineinhalb Stunden lang gefordert. Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Berchtesgaden nahm den Unfallhergang auf.

 

 

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