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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Montag, 27. Juli 2009

15-jähriger Kletterer am Gamsalmkopf schwer verletzt

Einsatzkräfte retten Jugendlichen nach Sturz ins Seil per Hubschrauber-Winde aus der Felswand

MARKTSCHELLENBERG (fz/ml) – Ein 15-jähriger Kletterer ist am Sonntagnachmittag auf der Gamsalmkante am Untersberg in der so genannten „Samsara-Route“ bei einem rund acht Meter tiefen Sturz ins Seil so schwer verletzt worden, dass er nicht mehr selbständig auf- oder absteigen konnte. Einsatzkräfte der Bergwacht Marktschellenberg und die Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph Murnau“ mussten den jungen Patienten per Winde aus der Wand retten.

 

Als der 15-Jährige ins Seil gestürzt war, setzte sein Kletterpartner gegen 14.50 Uhr über Handy bei der Rettungsleitstelle Traunstein einen Notruf ab, die sofort den Einsatzleiter und die Mannschaft der Bergwacht Marktschellenberg alarmierte. Da der Traunsteiner Rettungshubschrauber bereits im Einsatz war und geländebedingt ein Hubschrauber mit Rettungswinde vorteilhaft war, forderte der Einsatzleiter „Christoph Murnau“ an. Die Besatzung traf nach rund halbstündiger Anflugzeit am Landeplatz unmittelbar vor der Staatsgrenze in Marktschellenberg ein und brachte nach einer kurzen Lagebesprechung einen Bergwacht-Luftretter und den Bergwachtarzt zur Unfallstelle.

 

Mit der Winde wurde der Bergwacht-Luftretter rund 55 Meter tief vom Hubschrauber aus in die Wand abgeseilt, wo er den verletzten 15-Jährigen im Kaper-Verfahren an den Haken sicherte. Retter und Geretteter konnten sofort wieder in die Maschine aufgeseilt und zum Zwischenlandeplatz am Stöhrhaus geflogen werden. Während sich der Bergwachtarzt und der Luftretter um die medizinische Erstversorgung des 15-Jährigen kümmerten, setzte die Hubschrauber-Besatzung einen weiteren Bergwachtmann per Winde beim Kletterpartner des Verunglückten ab, der mit ihm die restliche Route durchstieg.

 

Nach notärztlicher Erstversorgung brachte die Hubschrauber-Besatzung den Patienten mit gebrochenem Sprunggelenk, einer Gehirnerschütterung und einer Ellbogenverletzung zum Kreiskrankenhaus Bad Reichenhall. Sechs Einsatzkräfte der Bergwacht Marktschellenberg waren rund zwei Stunden lang gefordert.

 

 

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