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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Dienstag, 16. Juni 2009

Am Blausandpfeiler rund 300 Meter tief in den Tod gestürzt

Kletterunfall am Untersberg – Einsatzkräfte können Abgestürzten nicht mehr retten

Ein bisher noch nicht identifizierter Kletterer ist am Sonntagmittag gegen 12.30 Uhr am so genannten Blausandpfeiler am Untersberg beim Abseilen rund 300 Meter tief in den Tod gestürzt. Zum Unfallzeitpunkt befanden sich vier weitere Seilschaften in der Wand, die den Unfall bei der Rettungsleitstelle Traunstein meldeten.

 

Der sofort alarmierte Einsatzleiter der Bergwacht Marktschellenberg forderte neben seiner Mannschaft den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ an. Die Besatzung brachte in zwei Flügen den Notarzt, mehrere Bergwacht-Luftretter und einen Polizeibergführer zur Toni-Lenz-Hütte, wo bei einer Zwischenlandung ein 25 Meter langes Rettungstau an der Maschine montiert wurde. Am Tau wurden zunächst zwei Bergwachtmänner zur Einsatzstelle geflogen, um im extrem steilen Gelände eine Sicherung für alle weiteren Einsatzkräfte aufzubauen. Die Retter konnten beim Eintreffen am Unfallort aber nur noch den Tod des Abgestürzten feststellen. In einem weiteren Flug wurde per Hubschrauber-Lautsprecher abgeklärt, ob die Mitglieder der vier Seilschaften Hilfe brauchen, was alle per Handzeichen ablehnten.

 

Der Verunfallte wurde im Anschluss durch Einsatzkräfte der Bergwacht Marktschellenberg geborgen, mit der Rettungswinde in den nachgeforderten Polizeihubschrauber „Edelweiß 5“ aufgenommen und ins Tal geflogen. Zur psychischen Betreuung eventuell Betroffener standen Helfer des Kriseninterventionsteams der Bergwacht in Marktschellenberg bereit. Der Polizeieinsatz und die Ermittlungen zur Unfallursache dauern noch an. Die Einsatzkräfte der Bergwacht waren über vier Stunden lang gefordert.

 

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