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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Risiko, Sicherheit, Gefahr und Freiheit

Risiko und Wagnis begleiten den Menschen auf der Suche nach neuen Lebensbereichen und Erfahrungen. Menschen, die gelernt haben, Risiken einzugehen und zu akzeptieren, stellen sich den Fragen der Wissenschaft und der Forschung, sie werden Erfinder, Philosophen, Unternehmer und Politiker. Diese Menschen tragen viel zu einer funktionierenden Gesellschaft bei. Sie leben aktiv und wissen, dass Gewinn und Erfolg, Entwicklung, Fähigkeiten und Eroberung nur mit Einsatz und Entschlossenheit, mit Wagemut und Lust auf Unbekanntes erlangt werden kann. Gerade im Bereich der Unternehmer finden wir zahllose Parallelen von sportlichem Wettkamp und Ehrgeiz und wirtschaftlichem Erfolg. Management-Techniken werden bei Feldherren, Polarforschern und Extrembergsteigern gewonnen. Wir wissen, dass ein Land diese Fähigkeiten braucht, wenn es in einer globalisierten Welt bestehen soll. Die Bergwacht Bayern glaubt, dass es normal und richtig ist, sich neugierig, wagemutig und erkundend zu verhalten, um die Fähigkeiten zu erlangen, die unsere Gesellschaft zum Überleben braucht. Beim Erwerb dieser Fähigkeiten drohen Gefahren und Verletzungsrisiken. Es ist ein Teil unserer Aufgabe, dem leistungsbereiten Menschen Rückendeckung zu geben und ihn zu unterstützen bei seinen Abenteuern, die oftmals Trainingseinheiten für die wichtigen Aufgaben des Lebens sind.


Sport in den Bergen ist gesund. Lieber einmal verletzt als zehnmal erkrankt.


Die Bergwacht Bayern versteht sich als eine Säule einer modernen Gesellschaft, einer Gesellschaft, die sich im globalen Miteinander behaupten will und muss. Dazu bedarf es Unternehmergeist, Wagnisbereitschaft und Erfahrung. Einen besonderen Beitrag zur entsprechenden Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Menschen leistet der Sport, mitunter auch der sogenannte Extremsport. Daher stehen wir sportlichen Betätigungen inklusive den dazugehörigen Risiken positiv gegenüber.

Freiheit, Freiheit der Entscheidung, die Handlungsfreiheit

Artikel 2 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland

Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt. Zusätzlich gilt: Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ist ein Merkmal des Rechtsstaats. Zweck des Grundsatzes ist es, vor übermäßigen Eingriffen des Staats in Grundrechte, insbesondere auch in die allgemeine Handlungsfreiheit (Art. 2 Abs. 1 GG), zu schützen (daher oft auch Übermaßverbot genannt). Als verfassungsrechtliches Gebot ist der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit für die gesamte Staatsgewalt unmittelbar verbindlich.

Der Mensch ist grundsätzlich mündig und frei in seinen Entscheidungen. Es ist sein freies Recht, das Abenteuer, die Unsicherheit, die Gefahr und das Risiko zu suchen. Der Mensch ist nicht verpflichtet, Risiken zu meiden oder sich gegen Risiken zu versichern, er ist jedoch verpflichtet, für die Folgen seines Handelns die Verantwortung zu übernehmen und diese zu tragen.

Die Bergwacht Bayern vertritt die folgenden Standpunkte:

  • Der Mensch ist verantwortlich für die Folgen seines Handelns und seines Tuns.
  • Er ist frei darin, wissenschaftliche Erkenntnisse anzuerkennen und sich dieser zu bedienen.
  • Er ist frei darin, sich moderner Ausrüstung und Gerätschaften zu bedienen, die sein Tun und Handeln beeinflussen.

Neutralität

Die Bergwacht Bayern ist als Organisation ein Teil des Roten Kreuzes. Sie teilt mit diesem gemeinsame Grundsätze, Ziele und Symbole.

Ihre Aufgabe ist somit der Schutz des Lebens, der Gesundheit und der Würde sowie die Verminderung des Leids von Menschen in Not, ohne Ansehen von Nationalität und Abstammung oder religiösen, weltanschaulichen oder politischen Ansichten der Betroffenen und Hilfeleistenden auf der Basis freiwilliger Hilfe. Ihre Arbeit basiert auf den Prinzipien der Unparteilichkeit und Neutralität. Formuliert wurden die Grundlagen dieser Aussagen zum ersten Mal am 22. August 1864 während der Konferenz zur ersten Genfer Konvention "betreffend die Linderung des Loses der im Felddienst verwundeten Militärpersonen".

Übertragen auf die Arbeit der Bergwacht Bayern fordert diese Neutralität weder den Hergang eines Unfalls öffentlich zu beurteilen noch die am Unfallgeschehen Beteiligten zu kritisieren. Als kundiger und kompetenter Partner der Bergsteiger weiß die Bergwacht Bayern um die Eigenheiten und Schwächen der Menschen, die sie akzeptiert und duldet. Für unsere Arbeit macht es keinen Unterschied, aus welchem Grund eine Person zu Schaden kam. Die Inanspruchnahme dieser Neutralität erlaubt es den Rettungsdiensten, sich im Einsatzfall voll und ganz auf ihre Arbeit konzentrieren zu können, ohne auf vermutete Schuldlagen oder versicherungsrechtlich relevante  Zusammenhänge achten zu müssen. Es ist nicht die Aufgabe der Rettungsdienste, ermittlerisch tätig zu werden, es fehlt sowohl die Ausbildung als auch die Befugnis.

Ehrenamt und Engagement

Ehrenamtliches Engagement ist neben dem rein kommerziellen Wirtschaftssystem ein stabiles Wertesystem mit langer Tradition. Unsere Gesellschaft ist ohne Ehrenamt schlicht nicht überlebensfähig, auch die Funktionsfähigkeit unseres Wirtschaftssystems ist auf das Ehrenamt angewiesen. Die Bergwacht Bayern sieht ehrenamtliches Engagement als gelebtes humanistisches Ideal sowie als wertvollen und unverzichtbaren Gegenpol zu einer vollständig materialistisch orientierten Gesellschaft. Gemeinsam mit ihren Partnern bemüht sich die Bergwacht Bayern um die Belange der Menschen, die in den Alpen oder Mittelgebirgen Hilfe brauchen. Darüber hinaus möchte die Bergwacht Bayern ihren Beitrag zu einer freiheitlichen, aktiven und gesunden Gesellschaft leisten. Sie hat eigenes Interesse am Erhalt und Fortbestand einer derartigen Gesellschaft.

Daher vertritt die Bergwacht Bayern diese Auffassungen: 

  • Berg- und Skisport ist vernünftig und gesund
  • Eine gewisse Risikobereitschaft ist vernünftig, im Leben und auch im Sport
  • Nachwuchsförderung durch Jugendarbeit für den Bergsport ist eine Investition in eine freiheitliche, aktive und gesunde Gesellschaft von morgen.

Profil und Positionen zum Download

Profil_Positionen.pdf

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Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung

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