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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Mittwoch, 9. Juni 2010

66-jähriger bricht sich am Wappachkopf Unterschenkel

Münchener wird im Gelände versorgt und per Rettungstau ins Tal geflogen

BAYERISCH GMAIN (ml) – Ein 66-jähriger Wanderer hat sich am Dienstagnachmittag im Abstieg vom Wappachkopf im Lattengebirge einen Unterschenkel gebrochen. Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing sowie die Besatzung des Kitzbüheler Notarzthubschraubers „Christophorus 4“ versorgten den Münchener im Gelände und flogen ihn danach per Rettungstau ins Tal.

Der Wanderer war mit seiner Frau und seiner Tochter bei schönstem Wetter am Wappachkopf unterwegs, als er gegen 14.45 Uhr ausrutschte und sich einen Unterschenkel brach. Da der 66-Jährige nicht mehr selbständig weitergehen konnte, stieg seine Tochter rund 20 Minuten lang ins Tal ab und setzte vom ersten Gebäude aus einen Notruf ab. Die Leitstelle Traunstein alarmierte daraufhin gegen 15.10 Uhr den Einsatzleiter der Bergwacht Bad Reichenhall, der neben seiner Mannschaft auch einen Notarzt und einen Rettungswagen des Roten Kreuzes anforderte. Ein Bergwacht-Sanitäter stieg zu Fuß bis zur Einsatzstelle auf und übernahm die medizinische Erstversorgung des Mannes.

Da ein bodengebundener Abtransport durch das steile Gelände zu zeitaufwendig und belastend für den Patienten gewesen wäre, schickte die Leitstelle auf Anforderung des Einsatzleiters den Kitzbüheler Notarzthubschrauber „Christophorus 4“ nach Bayerisch Gmain. Die Besatzung landete auf einem Parkplatz im Betriebsgelände der Firma Schmölzl und nahm zur Lageerkundung aus der Luft einen Bergwacht-Luftretter für einen ersten Überflug auf. Danach wurden die Hubschrauber-Notärztin und der Flugretter per Rettungstau zur Einsatzstelle im Bergwald geflogen und abgesetzt. In einem zweiten Aufzug holte der Pilot den im Luftrettungssack gesicherten Patienten und die beiden Retter wieder ab und brachte sie am Tau zum Zwischenlandeplatz. Der Verletzte wurde in den Rettungswagen umgelagert und zur weiteren Behandlung in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert.

Die 71-jährige Frau des Verletzten konnte mit dem Bergwachtmann zusammen selbständig ins Tal absteigen. Insgesamt neun Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing waren rund zwei Stunden lang gefordert.

 

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