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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Mittwoch, 22. April 2015

70-Jähriger kommt vom Kaunersteig ab und gerät in Bergnot

Bergwacht Berchtesgaden & „Christoph 14“ fliegen verstiegenen, unverletzten Wanderer per Rettungstau aus

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Die Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ mussten am Mittwochabend im letzten Tageslicht einen unverletzten 70-jährigen Wanderer retten, der beim Abstieg über den Kaunersteig den Weg verloren und in Bergnot geraten war.

Gegen 18 Uhr ging bei der Leitstelle Traunstein der Notruf des im Königssee-Gebiet verstiegenen Bergsteigers ein. Der 70-Jährige war bereits seit etwa elf Stunden im Gebiet zwischen der Saletalm am Königssee-Ufer und der Gotzenalm unterwegs und hatte beim Abstieg den Weg verloren. Er geriet im Bereich des Kaunersteiges in etwa 1.300 Metern Höhe in steiles, felsdurchsetztes Gelände. Am so genannten Gotzenbergl wurde ihm schließlich bewusst, dass er bis zum Einbruch der Nacht nicht mehr sicher das Tal erreichen würde, weshalb er einen Notruf absetzte. Ein weiterer Abstieg wäre für ihn in diesem Gelände ohnehin nicht möglich gewesen, da es bergab immer steiler wird und schließlich in teilweise senkrechte Wände übergeht. 

Der vom Berchtesgadener Bergwacht-Einsatzleiter angeforderte Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ nahm am Landeplatz in Schönau einen Bergretter auf und startete zunächst zu einem Suchflug, da der 70-Jährige nicht wusste, wo er sich genau befindet, und aufgrund seiner durchwegs schwarzen Bekleidung auch schlecht zu erkennen war. 

Als die Retter den Mann schließlich entdeckt hatten, landete der Pilot an der Gotzenalm, um das 50 Meter lange Rettungstau zu montieren, mit dem „Christoph 14“ dann den Bergretter zur Einsatzstelle flog. Nachdem der Mann mit Gurt und Helm für den Flug vorbereitet war, konnten der Bergretter und der Wanderer im letzten Tageslicht per Tau ausgeflogen werden. Der Hubschrauber startete dann nach einer Betankung durch die Bergwacht Berchtesgaden zurück nach Traunstein.

 

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