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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Unsere Chronik

Im Jahr 1952 wurde von Herrn Hans Pumpfer und Frau Maria Wagner, der damaligen Leiterin der Sachranger Rot-Kreuz-Gruppe, mit Anderl Pletzenauer, Adolf Pfaffinger und Schorsch Lembach der erste Bergrettungsdienst ins Leben gerufen. Schon damals wurde die Notwendigkeit erkannt, daß in einem Tal wie Sachrang, das ringsum von Bergketten eingebettet ist, ein Rettungsdienst für Einsätze am Berg für verunfallte oder vermißte Bergwanderer eingerichtet werden mußte.

Diese Organisation, die damals von Hans Pumpfer geleitet wurde, wurde ein Jahr später in die Bayerische Bergwacht übernommen, allerdings als Ortsgruppe der Bergwachtbereitschaft Rosenheim. Damals mußten die Bergwachtmänner sich bei Abtransporten und Suchaktionen mit notdürftigen Hilfsmitteln zufrieden geben. Im Sommer benützte man hauptsächlich Tragbahren und Hanfseile, bei nächtlichen Einsätzen spendeten Fackeln das nötige Licht. Im Winter wurden Verunfallte mit den damaligen Rettungsschlitten zu Tal gebracht.

1956 wurde die Ortsgruppe Sachrang zur selbständigen Bergwachtbereitschaft anerkannt. Bis 1961 war Gründungsmitglied Hans Pumpfer Bereitschaftsleiter, er wurde von Franz Pertl aus Hainbach abgelöst.

Die Bergwachtler aus Sachrang hatten bis zum Jahr 1974 keine feste Unterkunft auf dem Geigelstein. Sie waren auf immer wechselnden Almen mit ihrem Rettungsgerät untergebracht, wie z.B. die Schreck Alm, Priener Hütte oder Mitterkaser Alm. Im Jahr 1968 wurde Peter Pertl, ein gebürtiger Innerwalder, zum Bereitschaftsleiter gewählt.

Dieser ermöglichte mit hartnäckigem Bestreben nach einigen Jahren in Zusammenarbeit mit seinem zweiten Vorstand Jakob Schuster den Bau der Bergwacht-Diensthütte am Geigelstein, zwischen Priener Hütte und Oberkaser Alm. Nach eineinhalbjähriger Bauzeit konnte die Diensthütte 1976 eingeweiht werden, welche die ca. 30 Bergwachtmänner und viele freiwillige Helfer in uneigennützigem und selbstlosen Einsatz in vielen Arbeitsstunden und nicht immer einfachen Arbeitsbedingungen dort oben errichtet hatten.

Seit dieser Zeit ist die Diensthütte jedes Wochenende mit ca. fünf Bergwachtmännern in ehrenamtlichen Vorsorgedienst besetzt.

Zur gleichen Zeit wurde der Bergwacht Sachrang ihr erster Geländewagen, ein "Steyr-Puch" von der Abschnittsleitung zur Verfügung gestellt, dieser erleichterte ihnen oft den schwierigen und mühevollen Abtransport von Verunglückten. Am Ende der 80'er Jahre hatte die Bergwacht Sachrang erheblich mit Anwärterproblemen zu kämpfen, da sich fast niemand bereit fand, die Ausbildung als Bergwachtler zu absolvieren, da das private Freizeitangebot enorm gestiegen war. Mittlerweile gibt es dieses Problem aber nicht mehr und viele Jugendliche verbinden die Bergwacht zusammen mit sportlichen Aktivitäten wie Laufen, Skifahren oder Klettern.

Viele Außenstehende wissen nicht, daß man, um ein voll ausgebildeter Bergwachtler zu sein einige Prüfungen ablegen muß. Es handelt sich dabei um die zweitägige Sommerprüfung, in der das Klettern, das Abseilen mit dem Statikseil und die Bergung von Verunfallten aus dem Fels sowie Naturschutz- und Hubschrauberkunde geprüft wird.
Dazu kommt außerdem noch die zweitägige Winterprüfung, in der die Anwärter im Bereich Sanitätskunde, Erstversorgung, Ski- und Akiafahren und der Lawinenkunde unter die Lupe genommen werden.

Erst wenn diese beiden Prüfungen erfolgreich abgelegt sind, erhält man den Bergwachtausweis und ist eine vollwertige Rettungskraft im Bergrettungsdienst.

Als im Jahre 1995 in Sachrang ein Bauhof errichtet wurde, konnte die Bergwacht Sachrang dort eine Rettungswache mit einrichten.
Nun hatten die Sachranger Bergwachtler endlich eine Unterkunft, von wo aus die Einsätze auch vom Tal aus koordiniert werden konnten und in dem das Rettungsgerät untergebracht ist. Es wurde auch, zusammen mit dem Sachranger Trachtenverein, ein großer Versammlungsraum im Bauhof eingerichtet wurde. Hier werden seit dem die Versammlungs- und Ausbildungsabende, im Winter jeden Freitag und im Sommer jeden zweiten Freitag, abgehalten.

Das Einsatzgebiet beschränkt sich nicht nur auf den Geigelstein, sondern schließt bis zur Kampenwand an und beeinhaltet auch das Spitzsteinmassiv, sowie Klausen und Zellerhorn.

Die Ausrüstung, die sich gegenüber früher erheblich verändert hat, befindet sich jetzt auch im Geräteraum des Bergwacht-Depots. Sie geht nun vom Bergwacht-Jeep, über das Geländemotorrad für die schnelle Erstversorgung von verunfallten Bergsteigern, einem Schneemobil für diverse Wintereinsätze auf Loipen und Liften, sowie auf den zugehörigen Bergen im Einsatzgebiet. Weiter wichen die Fackeln den Stimlampen und Handstrahlern, sowie die Hanfseile modernen Textilseilen und die Stahlseilen dem Speloseilen. Des weiteren wurden die früher aus Stahl und Holz bestehenden Tragen und Rettungsschlitten durch Tragen und Akjas bestehend aus hochwertigen, leichten Metallen ersetzt. Auch das medizinische Gerät der Bergwacht wurde enorm erweitert.

Im Jahr 1997 legte Peter Pertl nach ca. 30 Jahren als Bereitschaftsleiter sein Amt nieder. Er konnte auf eine erfolgreiche Dienstzeit zurückblicken und wurde am Abend seines Rücktrittes von seinen Kameraden für die hervorragende Arbeiten die er geleistet hat, zum Ehrenbereitschaftsleiter gewählt.

Die Bergwachtler wählten am selben Abend Hans Feistl zum neuen Bereitschaftsleiter. Dieser Vertritt seit dieser Zeit die Sachranger Bergwacht an erster Stelle. Als Stellverttreter wurde Sebastian Pertl gewählt. Bei den Neuwahlen im Jahre 2001 wurde Wolfgang Rucker als Stellvertreter gewählt. Hans Feistl behielt sein Amt auch bei den Neuwahlen in 2005. Hier löste Stefan Singhartinger Wolfgang Rucker als zweiten Bereitschaftsleiter ab.

Im Frühjahr/Sommer 2006 wurden innerhalb der gesamten Bergwacht Bayern die Einsatz- und Einsatzleitstrukturen an Entwicklungen, wie die Verschiebung der Einsätze auf die Wochentag, die geforderten Reaktionszeiten der Einsatzleiter oder den Aufbau der Integrierten Leitstellen angeglichen. Dabei wurde die Sicherstellung des Bergrettungsdienstes zunehmend an die örtlichen Bergwachten übertragen. Die Einsatzleitung wurde dabei bereitschaftsübergreifend in der sogenannten Einsatzleitgruppe organisiert. Diese stellt zu jeder Tages- und Nachtzeit einen erfahrenen Einsatzleiter, um den Mitarbeitern in der Leitstelle und den beteiligten Einsatzkräften unmittelbar als Ansprechpartner und Koordinator zur Verfügung zu stehen. Aufgrund dieser und weiterer Änderungen muss der Bergrettungsdienst von Aschau aus seit dem durch die Bergwacht Sachrang mit ihren örtlichen Einsatzkräften sichergestellt werden. Um diese Anforderungen bewältigen zu könne, erweitert sich die Bergwacht Sachrang zur Bergwacht Sachrang-Aschau und betreibt seither nun je eine Einsatzwache in Sachrang und in Aschau, sowie am Wochenende die Vorsorgewache am Geigelstein um im Priental den Bergrettungsdienst rund um die Uhr sicherzustellen. Unterstützend wird durch die Bergwacht Wasserburg an der Kampenwand am Wochenende und an den Feiertagen der Vorsorgedienst durchgeführt.

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