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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Bergwachtbereitschaft Ramsau

Im Tal 2, 83486 Ramsau Tel oo49 / 8657 / 202 Fax 702; e-mail: bergwacht.ramsau(at)freenet.de    www.bergwacht-bayern.org 

Gründung im Jahre 1941

Auf  Grund zunehmender Bergunfälle wurde bereits im Jahre 1940 in der Ramsau ein Rettungsdienst organisiert, mit der Bezeichnung die  „Deutsche Bergwacht im Deutschen Alpenverein, Abteilung Chiemgau, Ortsstelle Ramsau“ gegründet.

Einsatzgebiet

Das Einsatzgebiet erstreckt sich über  weite Teile des Nationalparks Berchtesgaden. Insbesondere Unfälle auf den Gebirgsmassiven von Watzmann mit 2.714 m Höhe, Reiteralpe und Hochkalter mit Blaueisgletscher  rufen die Ramsauer Bergwachtmänner immer wieder zu schwierigen und gefährlichen Einsätzen.

Das Klischee von Anruf per Handy und die schnelle Hilfe aus der Luft ist in dieser Bereitschaft auch gegenwärtig, doch sehr oft nicht möglich. Schlechte Verhältnisse und  unwägbare Wetterentwichkung in großen Höhen verlangen Einsätze vieler Bergwachtmänner unter großen Strapazen.

Vierzig aktive Berwachtangehörige müssen Jährlich rd. 50 – 70 zum Teil äußerst schwierige Einsätze durchführen, wobei häufig zu Fuß mit einer Mannschaftsstärke bis zu zehn Mann ausgerückt wird

Einsätze

Schwierige Lawineneinsätze, bei Schneesturm, Dunkelheit,  ohne  Hubschrauberunter-stützung, großer Lawinengefahr in den Jahren 1966 und 1976 im Hocheiskar,  1992 im Watzmannkar  sowie die Mithilfe bei der Nachbarbereitschaft beim tragischen Unglück am Schrecksattel im Januar 2006 verlangten Höchstleistungen  und Risikobereitschaft ab.

Leider mussten die Aktiven der Bergwacht Ramsau in ihrer Geschichte tödliche Unfälle zweier Kameraden beim Rettungseinsatz hinnehmen. Lorenz Irlinger verunglückte 1964 am Watzmann und Bereitschaftsleiter Peter Hillebrand stürzte 1992 am Blaueisgletscher vor den Augen seiner Kameraden zu Tode.

Auch umfangreiche Suchaktionen, wie z.B. im Herbst 2001 erfordern großen zeitlichen und personellen  Aufwand. Über einen Zeitraum von nahezu vier Wochen wurde im Reiteralmgebiet nach einem Alleingeher gesucht, den man erst 8 Monate später durch Zufall am Hochkalter fand. Ähnliches wiederholte sich auch 2005 am Watzmann.

Häufig müssen Suchaktionen im stark frequentierten, aber zerklüfteten Watzmanngebiet durchgeführt werden. Wenn die Suche mit dem  Hubschrauber aus Kostengründen eingestellt werden muß, suchen die Männer der Bergwacht Ramsau in ihrer Freizeit häufig zu Fuß noch weiter nach Vermissten. So gelang es im letzten Jahr, einen durch die Watzmann-Westwand abgestiegenen und tödlich verunfallten Bergsteiger doch noch aufzufinden.

...im Detail:

In 2006 wickelten wir 64 Einsätze ab, allein 15 davon am Watzmanngrat und – abstieg, viele davon schwer, bei Nacht und Schlechtwetter, oft auch riskant, hatten einen Lawineneinsatz mit 3 Toten, mussten 5 weitere Tote vom Berg bringen, benötigten 18 mal einen Hubschrauber , waren im Vorsorge- und Pistenunfalldienst beschäftigt.

Die Nettoeinsatzzeit für diese Einsätze betrug 560 Stunden vor Ort– häufig waren dann noch 10 und mehr Leute im Einsatz.

Für 2007 sieht die Statistik ähnlich aus und es wird auch aller Voraussicht nach so bleiben

Der zeitliche und persönliche Aufwand für Aus- und Fortbildung kommt noch dazu.

Keiner unserer Aktiven bekommt Bezahlung in irgendeiner Form und setzt sich ausschließlich ehrenamtlich für andere ein.

Außerdem gehen wir alle noch gern zum Bergsteigen, Klettern oder Skifahren

Je drei Aktive haben von Donnerstag bis Donnerstag rund um die Uhr Bereitschaftsdienst und müssen in der Lage sein, innerhalb von zwei Minuten auf einen Einsatzbefehl der Rettungsleitstelle reagieren und eine Rettung in die Wege leiten zu können.

Vielen am Berg konnten wir rasche und effektive Hilfe bringen, doch sind wir dazu nur in der Lage, weil wir in der Öffentlichkeit gutes Ansehen genießen und viel Unterstützung erfahren.

Bergrettungsarbeit bei uns ist Teamwork, jeder trägt seinen Teil zum Erfolg bei, der allen gehört!

 

resch/fendt Okt07

 

Die Bereitschaft Ramsau übernimmt in den Einsatzgebieten Watzmann, Hochkalter und Reiteralpe die Bergung von Verunglückten, deren Suche und die notfallmedizinische Versorgung. Dies erfolgt oftmals unter schwierigen Bedingungen und in enger Zusammenarbeit mit den Luftrettungsdiensten der Rettungsleitstelle Traunstein, der Polizei und Bundespolizei, dem ADAC, der Bundeswehr und privater Betreiber.

Bei einem Lawinenunglück kommt unsere Lawinenhundestaffel Chiemgau zum Einsatz. Wenn sie Vermisste oder Verschüttete aus alpinen Notlagen befreien, begeben sich die Retter oft selbst in größte Gefahr. Deshalb sind hier eine sehr gute Ausbildung und langjährige Erfahrung in den Bergen von großer Bedeutung.

Unsere Bereitschaft betätigt sich auch im Umweltschutz aktiv. Der Schutz der hier gängigen Pflanzen im Nationalpark Berchtesgaden liegt uns sehr nahe.

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Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung

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