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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Montag, 3. April 2017

Personell und technisch top aufgestellt

Die Bergwacht Weißenstadt präsentiert sich zur Jahreshauptversammlung von ihrer starken Seite.

Dem gemeinsamen Abendessen folgte der Jahresbericht durch Bereitschaftsleiter Matthias Wendel, der den Bereitschaftsmitgliedern einige Zahlen vorstellte: 5759 Stunden ehrenamtlicher Arbeit (ohne die berechnete Einsatzbereitschaft mit den Funkmeldeempfängern, die 9360 Stunden betrug) kamen im letzten Jahr zusammen. Davon entfielen 1128 Stunden auf die Ausbildung der Einsatzkräfte, 1126 Stunden auf die Vorsorgedienste am Schneeberg, 261 Stunden auf Vorsorgedienste bei Veranstaltungen und 181 Stunden auf den Naturschutz. 156 Stunden gingen auf das Konto von Einsätzen. Die übrigen Stunden verteilten sich auf Organisatorisches, Öffentlichkeitsarbeit, Arbeitsdienste und Sonstiges.

Geleistet wurden diese von 24 Aktiven Einsatzkräften und zehn Anwärtern. Michael Schwemmer wurde mit Bestehen der Winterprüfung zur Aktiven Einsatzkraft, Christopher Rott hat die Fortbildung zum Rettungssanitäter bestanden und Benedikt Ott seine Approbation als Arzt erhalten. Andreas Westernacher hat das Zentralmodul für Einsatzleiter der Bergwacht Bayern besucht.

Mit einem Rettungsassistenten, zwei Rettungssanitätern, zwei Rettungsdiensthelfern, drei Ärzten und acht Einsatzleitern ist die Bereitschaft personell sehr gut aufgestellt. Nicht ganz uninteressant ist auch die Frauenquote der Bereitschaft: Diese liegt nämlich bei stolzen 27%.  

Außerdem zählt die Bereitschaft noch 24 Inaktive und zwei Jugendliche. Froh sei man aber auch über die 144 Förderer, die die Bereitschaft in ihrem Tun unterstützen, betonte Wendel.

 

Sei auch die Zahl der Einsätze um 20 % rückläufig gewesen, so muss man den Rettern ob der Schwere der Einsätze doch Respekt zollen. Denn vor allem Forstunfälle oder Reanimationen brächten immer eine Herausforderung mit sich. Glücklicherweise wurden Retter nach solchen Einsätzen nicht alleine gelassen, sondern konnten ihrerseits die Hilfe von Kameraden in Anspruch nehmen, die speziell für den Bereich „Stressbewältigung nach belastenden Einsätzen“ geschult wurden.

 

Thomas Peuschel, der Verantwortliche für den Bereich Rettungsdienst, Ausbildung und Jugend, berichtete im Anschluss über die vielfältigen Aktivitäten in seinen Ressorts. Großes Novum war die Durchführung der Eignungstests direkt in den Alpen. Viel gelernt wurde auch beim Traumatag am Rennsteig, bei dem große Einsatzszenarien effektiv mit anderen Rettungsorganisationen geübt werden konnten. Auch die jährliche Fortbildung im Bergwacht Zentrum für Sicherheit und Ausbildung (ZSA) in Bad Tölz war gut besucht.

 

Auch Regionalleiter Alexander Pscherer lobte die Arbeit der Weißenstädter Bereitschaft. Einen besonderen Dank sprach er für die Unterstützung beim Schneesturm „Egon“ aus. Weil die Rettungswagen des regulären Landrettungsdienstes auf den Straßen teilweise weder vor- noch zurück kamen, wurden die Bergwacht-Bereitschaften zur Gebietsabsicherung alarmiert. Manch einer kämpfte sich noch zur Wache durch, bevor hinter ihm die Straßen gesperrt wurden.

 

Mit seinem Lob für die Bereitschaft schloss sich auch Weißenstadts Bürgermeister Frank Dreyer im Namen der Stadt Weißenstadt an. Er hob vor allem die personelle Stärke hervor und bedankte sich auch für die geleisteten Stunden im Bereich des HvO (Helfer vor Ort).

 

Im Anschluss an den Kassenbericht durch Kerstin Peuschel (die finanzielle Situation zeigte sich zum Vorjahr stabil), folgte die Neuwahl der Bereitschaftsleitung und der Kassenrevisoren. „Ein lachendes und ein weinendes Auge“, so drückte Ex-Bereitschaftsleiter Matthias Wendel die Aufgabe seines Amtes anlässlich der diesjährigen Jahreshauptversammlung in der Gaststätte „Stadtbad“ aus, da er nach acht Jahren im Amt nicht mehr zur Wahl antrat. 

Zum ersten Mal bot die neue Ordnung der Bergwacht die Möglichkeit, zwei stellvertretende Bereitschaftsleiter zu wählen, was die Versammlung auch befürwortete. Gewählt wurden zum neuen Bereitschaftsleiter Sebastian Süß, zum ersten Stellvertreter Thomas Peuschel und zum zweiten Stellvertreter Lisa Oesterle, jeweils ohne Gegenstimmen. Als Revisoren wurden Harald Ott und Andreas Lammer gewählt.

 

Als „erste Amtshandlung“ ernannte der neue Bereitschaftsleiter Sebastian Süß die Ressort- und sonstigen Verantwortlichen. Er freue sich auf eine „gute und konstruktive Zusammenarbeit“ und versprach, stets ein offenes Ohr für die Belange der Bereitschaftsmitglieder zu haben.

 

 

 

unser Foto zeigt von links: Regionalleiter Alexander Pscherer, Bereitschaftsleiter Sebastian Süß, 1. stv. Bereitschaftsleiter Thomas Peuschel, 2. stv. Bereitschaftsleiter Lisa Oesterle, stv. Regionalleiter Wolfgang Kosziol.

Autor: ES, BW Weißenstadt

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