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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Freitag, 15. August 2008

Hubschrauber Evakuierung der Rauschbergbahn

Ruhpolding - Die Anforderungen, welche an die Rettungskräfte bei Luftrettungen gestellt werden, sind mit die höchsten, die es im Rettungswesen gibt. Eine fundierte Ausbildung sowie langjährige Erfahrungen sowohl der Piloten als auch der Bergretter sind Voraussetzung für einen Einsatz am Hubschrauber.

Nur so ist gewährleistet, dass das Team am und im Helikopter im oftmals unübersichtlichen Gelände und bei widrigen Wetterbedingungen im zulässigen Grenzbereich ihre Einsätze erfolgreich durchführen kann. Gerade im Gebirge und in sonst schwer zugänglichem Gelände hat sich der Hubschrauber als universelles Bergungs- und Rettungsmittel erwiesen und bestens bewährt.

Er gewährleistet einen schnellen Transport einer Bergrettungsmannschaft zum Unfall-/Einsatzort, sorgt für einen raschen und schonenden Transport von Verletzten, wird eingesetzt bei Vermisstensuchen und Totenbergungen und ist ein unverzichtbarer Helfer bei Rettungsaktionen aus Seilbahnen und Liften.  Damit die Luftrettung im Gebirge klappt, müssen das Flugpersonal (Pilot, Notarzt u. Rettungsassistent) und die Retter der Bergwacht eng zusammenarbeiten.

Damit diese Zusammenarbeit fehlerlos klappt, ist es notwendig, regelmäßige Übungen mit dem Hubschrauber durchzuführen. Diese Übungen sind zwingend notwendig, da der kleinste Fehler zu katastrophalen Folgen führen kann.

Ende des vergangenen Monats wurde von der Bergwacht Ruhpolding eine Luftrettungsübung an der Rauschbergbahn ausgerichtet, in welcher zum einen die Evakuierung von Personen unter zu Hilfenahme eines Hubschraubers aus einer Gondel und zum anderen das Absetzen eines Retters aus dem Hubschrauber mit der anschließenden Evakuierung der Fahrgäste durch Abseilen aus der Gondel geübt wurde.

An der sechsstündigen Übung waren die Fliegerstaffel Süd der Bundespolizei mit zwei Hubschraubern (Puma und EC 155), Angehörige der Bergwachten Ruhpolding, Traunstein, Inzell, Bergen, Ausbilder der Luftrettung Bergwacht-Chiemgau sowie das Betriebspersonal der Rauschbergbahn beteiligt.

Als die Übung am Spätnachmittag erfolgreich beendet wurde, konnte man die physischen und psychischen Belastungen, welchen die Teilnehmer ausgesetzt waren, nur unschwer an den Gesichtern der Retter erkennen. Resümee der Übung war, dass Personenrettungen aus Gondeln mittels Hubschrauber zwar möglich sind, diese Einsätze jedoch äußerst risikobehaftet sind. Derartige Rettungseinsätze  sind nach Prüfung der Verhältnismäßigkeit als „ultimo ratio“ nur bei optimalem Flugwetter sowie dem Einsatz von bestausgebildetem Rettungsmannschaften durchzuführen.

 

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Autor: R.H

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