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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Donnerstag, 1. Januar 2009

Unruhiger Jahresausklang der Bergwacht Ruhpolding

Am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen 16:15 Uhr wurde der Einsatzleiter der Bergwacht Ruhpolding von der Rettungsleitstelle alarmiert. Erschöpfte Person an der Südseite des Rauschberges war die Meldung.

Der Gipfel des Rauschberges war bereits von einer Nebelbank umgeben und die einsetzende Dunkelheit stellte den Einsatz eines Rettungshubschraubers in Frage. Es wurde der Rettungshubschrauber CH14 aus Traunstein angefordert und parallel dazu eine bodengebundene Rettungsaktion eingeleitet.  Eine Gruppe machte sich mit dem ATV (Schneefahrzeug) auf den Weg zum Unfallort. Der Rettungshubschrauber landete zeitgleich auf dem Landeplatz und nahm einen Bergführer der Bergwacht auf. Dieser konnte einige Minuten später am Südhang der Rauschberges im Schwebeflug aussteigen. Nach einer kurzen Einschätzung der Lage stelle er fest, dass die beiden Personen unverletzt aber zu erschöpft waren um selber abzusteigen. Der Rettungshubschrauber CH14 konnte die beiden und den Bergwachtler noch im letzten Tageslicht aufnehmen und durch den Nebel ins Tal fliegen. Solche Aktionen können nur durch  sehr erfahrene Piloten und eine gut ausgebildete Rettungsmannschaft bewerkstelligt werden.

Am Spätnachmittag des Sonntags  wurde von der Rettungsmannschaft am Unternberg eine verletzte Skifahrerin ins Tal gebracht und dem Rettungswagen übergeben.  Da der Liftbetrieb bereits eingestellt war, richteten sich die Bergwachtmänner auf einen ruhigen Feierabend ein als sie um 16:45 Uhr erneut  alarmiert wurden. Nur wenige Meter unterhalb des Untenberggipfels hatte sich ein Skifahrer den Fuß gebrochen. Dieser war mit seinem Sohn zu Fuß aufgestiegen und dann mit so genannten „bigfoots“ abgefahren. Schon nach wenigen Metern stürzte er und brach sich das Bein. Wieder machte sich die Bergwachtmannschaft in zwei Gruppen auf den Weg in die Dunkelheit. Die eine mit der Sesselbahn die andere mit dem Schneefahrzeug. Nach der Versorgung des Patienten und mit Unterstützung der Liftbetreiber konnte der Verletzte zur  Bergstation der Bahn gebracht und weiter abtransportiert werden, wo er dem Rettungswagen des BRK übergeben wurde.

Bereits am nächsten Abend, Montag den 29.12.08 um 18.07 Uhr wurde die Bergwacht erneut alarmiert. Zuerst hieß die Meldung „Suchaktion am Unternberg“. Schon kurz danach änderte sich die Meldung auf  „Forstunfall im steilen Bergwald“.  Mit den geländegängigen Fahrzeugen der Bergwacht wurden Notarzt und Retter schnellstmöglich an die Unfallstelle gebracht um Hilfe zu leisten. Zum Entsetzen der Helfer konnte der Notarzt aber nur noch den Tot des Waldbauern feststellen.

Beamte der Polizeiinspektion Ruhpolding  wurden mit Bergwachtfahrzeugen zur Unfallstelle gefahren um die polizeilichen Ermittlungen durchzuführen. Danach übernahmen die Kameraden der Bergwacht Ruhpolding die traurige Aufgabe den Verstorbenen in´s Tal zu bringen. Im Einsatz waren zehn Ruhpoldinger Bergwachtmänner und das KIT-Berg der Bergwacht Chiemgau.

Am Dienstag den 30.12.09 war es dann um 13.30 als die Rettungsleitstelle eine Alarm für die  Bergwacht Ruhpolding auslöste:  „Gebrochener  Fuß am Rauschberg“. Wieder machten sich die Retter auf den Weg zu Unfallort der nicht wie vorher beschrieben am Rauschberghaus sondern weit unterhalb auf dem Weg zum Plenker Kaser lang. Nach der ersten Diagnose handelte es sich aber nicht um ein gebrochenes Bein, sondern um eine Luxation des Sprunggelenks. Auf Grund dieser Verletzung wurde ein weiteres Mal der Rettungshubschrauber Ch14 aus Traunstein angefordert. Nach der Behandlung und Fixierung des Beins wurde die Verunfalle mit der  Gebirgstrage zum nächstmöglichen Landeplatz des Hubschraubers gebracht und dort dem „fliegenden“ Notarzt übergeben.

Bereits auf der Rückfahrt vom Einsatz am Rauschberg konnten wir im Funkgerät hören, dass der Pistenrettungsdienst am Unternberg  gerade eine verletzte Skifahrerin mit dem Akia abtransportiert.

 

 

 

 

 

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