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Nachrichten

Freitag, 10. April 2015

Further Bergwachtler schnuppert Zugspitz-Luft

Georg Hofstetter spricht über sein Einsatzpraktikum

Ob Hausberg, Kreuzeck, Osterfelderkopf, Kreuzjoch oder Zugspitzblatt. Das
Skigebiet rund um die Zugspitze stellt nicht nur für alle Pistenfreunde und 
Wintersportler eine große Herausforderung dar, welche Abfahrtstechnisch immer 
unter den verschiedenen Aspekten angegangen werden muss. Welche 
Schneeverhältnisse herrschen vor? Neuschnee, etwas Harsch oder gar eine 
gefrorene, spiegelglatte Abfahrt?

Gerade diese Umstände erschweren auch den Abtransport eines verunglückten 
Wintersportlers vom eben genannten Skigebiet. Um auch den Bergwachtlerinnen und Bergwachtlern, aus dem Bayrischen Wald oder aus Franken, unter diesen 
Verhältnissen das „Dienst schieben“ zu ermöglichen, bietet die Bergwacht Bayern für alle Einsatzkräfte diese Art Einsatzpraktikum an. Hierbei begibt sich der Bergwachtler in Eigenanreise an die Zugspitze, wo er dann im „Haus der Athleten“ in Garmisch, nahe der Skisprungschanze, untergebracht wird. Finanziert wird dieses Angebot sowohl durch die Bergwacht Bayern als auch die Zugspitzbahn.
Georg Hofstetter, ein Further Bergwachtler, nahm Anfang Februar an einem solchen, einwöchigen „Zugspitzpraktikum“ teil. So fungierte er dort als dritter Mann, zur Unterstützung der örtlichen Skiwacht. Nach seiner Meldung bei der Bergwacht 
Bereitschaft Garmisch, wurde er sofort einem Einsatzbereich zugeteilt. Die meiste 
Zeit hielt er sich im „Garmisch – Klassikgebiet“ auf, wohingegen er am Anfang der 
Woche auch am Zugspitzblatt zu finden war. 

Der Dienstablauf sehe laut Hofstetter genauso aus, wie bei der örtlichen Bereitschaft in Furth im Wald: „Das Einsatzteam wartet auf seinem Stützpunkt auf eine Alarmierung, um dann sofort startklar zu sein“. Georg fungierte während des 
Praktikums meist als Erstversorger. Darunter wird verstanden, dass er nach der 
Alarmierung, als Art „Vorhut“,  sofort losgeschickt wurde, um dann per Funk die 
richtigen Rettungsmittel anzufordern. Motorschlitten, Akia oder Hubschrauber. 
Während seiner Zugspitzzeit konnte er mindestens drei Einsätze pro Tag, mit 
insgesamt zwei Hubschrauber Bergungen verzeichnen.

An der geringen Freizeit, die sich hauptsächlich auf die Abendstunden erstreckte, 
kann auch der ernste Charakter dieses Praktikums erkannt werden. Denn nachdem 
Hofstetter „super aufgenommen“ wurde, begab er sich sofort auf Einsätze. In der 
wenigen Freizeit nahm er sich die Besichtigung von Garmisch, der Skisprungschanze, und der kleinen Tournski-Tour zum Osterfelder-Kopf vor. Des 
Weiteren bot sich ihm die Chance das Schneeferner-Haus zu besichtigen. Dies stellt 
das höchst gelegene Umweltforschungsinstitut des Freistaates Bayern dar. Während 
seines von schönem Wetter geprägten Aufenthaltszeitraums auf der Zugspitze fand 
auch das berühmte Kandahar-Rennen statt, an dem Hofstetter bei der medizinischen Betreuung vor Ort mitwirken durfte. 

Georg Hofstetter sieht dieses Praktikum als eine „gelungene Aktion, um 
Einsatzerfahrung zu sammeln“.  Womöglich begab er sich deswegen heuer schon 
zum zweiten Mal an den höchsten Berg Deutschlands. Denn hier wird besonders 
deutlich, wie gut die Bergwacht Bayern zusammenarbeitet. Es erfolgt eine 
bayernweite Unterstützung und Zusammenarbeit aller Bereitschaften, um den 
„Dienstbetrieb“ auf der Zugspitze zu ermöglichen. Die Bergwacht, welche jederzeit 
für Neuzugänge offen ist, zeigt, dass sie auch in außerordentlichen Situationen 
zueinander steht und versprüht eine Hilfsbereitschaft, die mit nichts zu vergleichen 
ist. Schließlich wird durch die gleichen Ausbildungsstandards in allen Dienstgebieten, 
diese enorme Grundlage erschaffen, die für einen solchen „reibungslosen Ablauf bei 
den Einsätzen“ von Nöten ist. Dies zeigt wiederum, dass die Bergwacht Bereitschaft 
Furth im Wald nicht nur in Sachen Kameradschaft, oder Gemeinschaft zueinander 
steht. Sie ist auch noch in der Ausbildung auf dem neuesten Stand, was Georg 
Hofstetter in seinem Zugspitzpraktikum beweisen durfte. Denn „ohne unsere gute 
Ausbildung und die ganzen Übungen, die bei uns abgehalten werden“, wäre diese 
Aufgabe laut Hofstetter nicht zu stemmen.

Autor: BW Furth SC

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