14.04.2013
Wir trauern um unseren Kameraden Andreas Weiß
Am Sonntag, den 14. April unternahmen vier Kameraden der Bergwachtbereitschaft Steingaden-Peiting eine Skitour im Lechtal. Dabei stiegen sie zu Fuß vom Skidepot zum Gipfel der Balschtespitze auf. Beim Abstieg brach jedoch ein Teil des eingewehten Grates ab und zwei der Bergwachtler stürzten rund 100 Meter in die Tiefe. Während sich Wolfgang H. nur leichte Verletzungen zuzog, überlebte Andreas Weiß das Unglück nicht.
Wir trauern um den begeisterten Skihochtourenführer und Bergwachtkameraden, der einer unserer größten Hoffnungsträger war.
Die Bergwachtbereitschaft Steingaden-Peiting
28.04.2013
Bergwacht bei der Auerbergland-Gewerbeschau
Am vergangenen Wochenende fand zum 8. Mal die Auerbergland Gewerbeschau statt. Diesmal wurde die ehemalige Tennishalle in Lechbruck am See für die Ausstellung genutzt. Bei der Veranstaltung waren Vertreter von Handel, Handwerk, Gewerbe und Dienstleistung vor Ort und die Besucher konnten sich über die regionalen Angebote informieren. Auch die Bergwacht Steingaden-Peiting war mit einem Stand vertreten, an dem die Besucher mehr über die ehrenamtlichen Tätigkeiten der Organisation erfahren konnten. Die ausgestellten Fahrzeuge wurden auch von den jungen Besuchern genauestens inspiziert und getestet.
07.12.2012
Spendenübergabe an die Bergwacht
Am vergangenen Freitag überreichte Fritz Lutzenberger im Namen der Kreissparkasse Schongau eine Geldspende an die Bergwacht Steingaden-Peiting. Der Bereitschaftsleiter Michael Schmid nahm diesen Betrag dankend an und informierte Herrn Lutzenberger über den Verwendungszweck.
Da die Bergwachtgruppe zurzeit acht neue Anwärter ausbildet, ist es notwendig diese auch mit der passenden Einsatzbekleidung auszustatten. Mit den gespendeten 1717 € wird ein Teil der Kosten für die Anoraks und Winterhosen der neuen Mitglieder finanziert. Der günstige Beschaffungspreis wird über die Bergwacht Bayern ermöglicht. Darüber hinaus muss aber jeder Bergwachtler seine persönliche Ausrüstung selbst bezahlen. Hier summieren sich fürs Klettern (Gurt, Karabiner, Schuhe), für die Skiausrüstung (Tourenski, Skistiefel, Steigfelle) und private Bekleidung ca. 3000 € pro Mitglied. Umso glücklicher schätzt sich die Bergwacht Steingaden-Peiting, wenn sie durch Spenden ihren aktiven Kräften eine Unterstützung bei der Beschaffung zukommen lassen kann.
27.04.2012
Hubschrauberübung mit der Bundeswehr in Unterammergau
Am 27.04.2012 fand die voraussichtlich letzte Hubschrauberübung mit dem LTG 61 aus Penzing und der Bergwacht statt. Die Führung des Lufttransportgeschwaders 61 wird ab Mitte Juli dem Heer übergeben und der Fliegerhorst Penzing inklusive der stationierten Hubschrauber vom Typ Bell UH-1D voraussichtlich Ende des Jahres geschlossen. Wer die SAR-Aufgaben zukünftig übernehmen wird ist noch unklar.
Bei der Übung am Pürschling in Unterammergau waren die Bergwachtbereitschaften Bad Kohlgrub, Unterammergau, Oberammergau und Steingaden-Peiting beteiligt. Dabei wurden die beim Hubschraubereinsatz wichtigen Kommandos mit dem Windenoperator und der Winchvorgang mit der Seilwinde mit Bergretter und Bergesack trainiert.
Zukünftig stehen für Hubschrauberübungen nur noch die Hubschrauber Christoph Murnau des ADAC, der RK-2 der DRF Luftrettung und der EC 155 der Bundespolizei zur Verfügung.
26.11.2011
Bergwacht Schongau-Peiting ändert Ihren Namen
Im Jahr 2006 wurden innerhalb der gesamten Bergwacht Bayern die Einsatz- und Einsatzleitstrukturen umgestellt. Dies umfasste den Aufbau der Integrierten Leitstellen sowie den Bau zusätzlicher Bereitschaftsstützpunkte. Dazu wurde von der Berwacht Schongau-Peiting die Bergrettungswache Steingaden gebaut, um bei Einsätzen im Kenzengebiet schneller beim Patienten zu sein. Da diese aus organisatorischer Sicht innerhalb der Bereitschaft an oberster Stelle steht war es notwendig, den Namen Steingaden auch im Bereitschaftsnamen zu führen. Deshalb wurde die Bergwacht Schongau-Peiting nach 74 Dienstjahren in Bergwacht Steingaden-Peiting umbenannt. Mit diesem letzten Schritt ist die Umstrukturierung innerhalb unserer Bereitschaft vollzogen und wir können uns zukünftig wieder voll und ganz unserer Kernaufgabe – dem Rettungsdienst – widmen.
04.11.2011
Bergwacht sorgt für Sicherheit beim Klettern
Seit Monaten beobachteten die Mitglieder der Bergwacht Schongau-Peiting mit Sorge den zunehmenden Zerfall eines Felsturmes am Geiselstein. Da der Turm unmittelbar im Gratbereich des Gipfels über der Südwand stand, stellte er eine permanente Bedrohung für alle Kletterer in den Kletterrouten der Südwand dar. Die 200 Meter hohe Wand mit ihren 5 Kletterrouten im Schwierigkeitsbereich von 4 bis 7 (UIAA) ist bei Kletterern sehr beliebt und wird dementsprechend sehr häufig begangen.
In einer aufwendigen "Reinigungsaktion" wurden ca. drei Kubikmeter loses Gestein mittels Hebeisen gelöst und in die Tiefe geschickt. Anschließend seilten sich zwei Bergwachtler durch die Südwand ab, um liegengebliebene Steine zu beseitigen und die Kletterhaken zu kontrollieren. Wenn diese Aktion auch sehr schweißtreibend und nicht ganz ungefährlich war, so ist sie doch ein nicht zu unterschätzender Beitrag zur Sicherheit beim Klettern am Geiselstein.
Es war schon immer ein Anliegen der Bereitschaft, die Zahl der Unfälle beim Klettern zu reduzieren. So wurden von Seiten der Bergwacht ca. 300 alte Felshaken in den Kletterrouten am Geiselstein durch Bohrhaken ersetzt. Die Zahl der schweren Kletterunfälle ging daraufhin stark zurück.
08.10.2010
Übung in der Schnalz
Abends, 20.00 Uhr, ging folgendes Meldebild ein: „zwei Geocacher, davon eine abgestürzt, GPS-Koordinaten vorhanden, zweite Person über Handy erreichbar.“
Nach Eingang der Meldung machten sich sieben Bergwachtler mit dem Einsatzfahrzeug und dem Mannschaftsfahrzeug auf den Weg zur Unfallstelle. Die Einsatzstelle wurde mittels der Koordinaten über die Leitstelle identifiziert.
Am Einsatzort bot sich folgendes Szenario:
Ein Geocacher, unverletzt, berichtete über den Absturz seiner Freundin im steilen Gelände, Verletzungen unbekannt. Daraufhin wurden zwei Mann mit Material zur medizinischen Erstversorgung zur verletzten Person vorausgeschickt.
Während der Erstversorgung bereitete der Rest der Rettungsmannschaft die Gebirgstrage zum Ablassen vor. Diese ist eines der wichtigsten Rettungsmittel abseits befestigter Rettungswege.
Aufgrund folgenden Verletzungsbildes: ein im Arm steckender Ast, verschiedene Schürfwunden, Unterkühlung, Verdacht auf eine Beckenverletzung und nicht verfügbarem Notarzt, wurde ein schnellstmöglicher Transport ins Krankenhaus nötig.
Insgesamt verlief die Übung recht gut und das Zusammenspiel der Bergwachtler war optimal. In der Nachbesprechung konnten noch einige Verbesserungsvorschläge eingebracht werden.
An dieser Übung waren insgesamt 10 Bergwachtler beteiligt.
MM
25.06.2010
Übung mit der Drehleiter
Das ganze Jahr über sollte auch der Hubschraubereinsatz in der Bergwacht, speziell der Umgang mit der Seilwinde und die dazugehörigen Kommandos geübt werden. Da es jedoch eine kostspielige Sache ist mit einem Hubschrauber vor Ort zu üben, ließ sich einer unserer Ausbilder etwas Besonderes einfallen.
Mit Hilfe der Drehleiter der Peitinger Feuerwehr lässt sich der grundsätzliche Ablauf beim auf- und abwinchen genauso einüben. Alle aktiven Mitglieder konnten so ihre Kenntnisse auffrischen und die Anwärter einen weiteren Teil der Ausbildung mitnehmen.
MM
29.09.2010
Hölenretter üben schwierigen Patientenbergung
Erstmalig führte die Bergwacht Bayern diesen Fortgeschrittenenkurs durch. Sie reagierte damit auf neue Erfordernisse, die die Änderung des bayerischen Rettungsdienstgesetzes mit sich brachte: Die Bergwacht muss auch die Hilfeleistung in wasserführenden Schluchten und in Höhlen sicherstellen.
Daher wurden in den letzten Jahren in allen Bergwachten, in deren Dienstgebiet Höhlen sind, entsprechende Rettungsstrukturen aufgebaut: die „Höhlenrettungswachen“. Parallel zur technischen Ausstattung musste die entsprechende Spezialistenausbildung definiert und organisiert werden.
Unter Leitung von Artur Hofmann (Höhlenbeauftragter der Bergwacht im Hochland) hatten Höhlenretter der Bergwacht Rosenheim, zusammen mit Rettern anderer Bereitschaften, die Inhalte des zweiten Ausbildungsabschnittes erarbeitet.
Die neue „Rettungswache Samerberg“ in Grainbach bot sich als idealer Standort für die Theorieausbildung an. Als ortsnahe Unterkunft für praktische Übungen in der Spielberghöhle stellte die Bergwacht Rosenheim ihre Diensthütte zur Verfügung.
Im Laufe des Wochenendes wurden unter fachkundiger Anleitung Felsbrocken zerlegt, Seilbahnen über Höhlenklüfte aufgebaut und spezielle Rettungstragen zum Transport durch engste Höhlengänge und tiefe Höhlenschächte eingesetzt. Die 19 Kursteilnehmer waren trotz Nässe und Kälte mit Konzentration und großem Einsatz bei der Sache.
Besonderen Spaß machte ihnen die technisch anspruchsvolle Höhlenbefahrungstour am Sonntag: Kanonenrohrgang – Schwarzer Mann – Überstiegschacht – Briefkastlschlitz …, die Namen der Höhlenpassagen sprechen für sich!
Bei der Schlussbesprechung werteten die Teilnehmer den Kurs als vollen Erfolg. Artur Hofmann bedankte sich bei der Bergwachtbereitschaft Rosenheim für die freundliche Aufnahme. Das erfahrene Höhlenretterteam der Bergwacht Rosenheim hatte den größten Teil der Ausbildungsgrundlagen erarbeitet und fünf Ausbilder gestellt. Dafür sprach Hofmann seine besondere Anerkennung aus.
Autor: BW RO (AS)
18.09.2010
Vorbereitung zur Sommerprüfung 2010
Die Bergwachtbereitschaft Schongau-Peiting konnte 2010 drei Anwärter zur Sommerprüfung des
Bergwachtabschnitts Hochland entsenden.
Diese fand im Alpspitzgebiet statt und beinhaltet folgende praktische Prüfungsbereiche:
- planmäßige Bergung, d.h. Aufbau des Speleoseils, Umbau zum Aufziehen mittels Flaschenzug, Stand mit drei Fixpunkten und Stand an Blockverankerung
- behelfsmäßige Bergung, d.h. Schweizer Flaschenzug, Seilverlängerung oder Zwei-Mann-Bergungsmethode
- Naturschutz, d.h. Kenntnis des eigenen Dienstgebiets und Naturkunde vor Ort
Weiterhin eine theoretische Prüfung zu folgenden Bereichen:
- Bergrettung allgemein, schwerpunktmäßig Verhalten bei Luftrettung, Aufbau und Organisation
der Bergwacht, Wetterkunde, Kenntnisprüfung der Einsatzausrüstung
- Naturschutz, d.h. Fauna und Flora, Rechtskunde
Im Rahmen dieser Prüfungsbereiche gehört natürlich nochmals die Überprüfung der allgemeinen
Kletterfähigkeiten (4. bis 5. Grad) und der Bewegung im Gelände dazu.
Insgesamt nahmen knapp 40 Prüflinge an dieser Sommerprüfung teil, gesamt waren es knapp 80 Anwärter zur Sommerprüfung 2010
MM
28.03.2009
Fliegende Kisten am Schnaidberg
Beim siebten Kanapee-Schlittenrennen südlich von Peiting im Ortteil Ramsau zeigten die 19 Teams mit ihren Fantasiebauten in rasanter Fahrt gewagte Sprünge über die Schanze. Auf der gut präparierten, zirka 250 Meter langen Rennstrecke bewiesen Mannschaften wie „Holzhackerbuam“, „Sonnenanbeter“, oder „Die wilden Weiber“ ihren Mut. So mancher Schlitten war nach dem Rennen nicht mehr ganz fahrtauglich, mancher Pilot entpuppte sich als Bruchpilot.
Neben dem Hornschlitten-Rennen in Garmisch-Partenkirchen und dem Schnabler-Rennen in Gaißach erfreut sich mittlerweile das Gaudirennen auf Peitinger Flur großer Beliebtheit und hat sich zu einem Pistenspektakel gemausert. Die Organisation dieses Rennens liegt in den Händen der örtlichen Landjugend.
Lautstark und gut gelaunt feuerten die Zuschauer die Fahrer in ihren tollkühnen Kisten an. Und das zeigte vor allem bei den „Edelweiß-Rotkreuzrittern“ der Bergwacht Schongau-Peiting Wirkung. Sie fuhren mit 17,47 Sekunden im zweiten Rennen Bestzeit.
Quelle: www.merkur-online.de
03.10.2008
Neues Gipfelkreuz auf dem Geiselstein
Auf dem Geiselstein im Kenzengebiet hat die Bergwacht Schongau-Peiting ein neues Gipfelkreuz aufgestellt. Nach über 20 Jahren war das Gipfelkreuz auf dem Geiselstein auf Grund der Verwitterung zerbrochen.
Dementsprechend beschloss die Bergwacht Schongau-Peiting ein neues Kreuz aufzustellen. Der stellvertretende Bereitschaftsleiter Michael Schmid, ein gelernter Zimmerer, fertigte das zirka 3,50 Meter hohe Kreuz an.
Vom Wankerfleck bewegte sich die BW-Mannschaft über den Jägersteig zum Geiselsteinsattel. Ein Voraustrupp kümmerte sich um die notwendige Sicherung mit Kletterseilen durch den Normalweg auf der Nordseite des Geiselsteins. Die zwei Teile wurden dann anschließend durch die Steilwand hinaufgetragen.
Am Gipfel montierte die Mannschaft das Kreuz an der vorgesehenen Halterung und stellte es auf. Nachdem die Fixierungen und die Stahlseile befestigt waren, wurde der Kasten für das Gipfelbuch montiert und die Aktion Gipfelkreuz war beendet.
Quelle: Schongauer Nachrichten
23.10.2007
Die Bergwacht Schongau-Peiting wird 70

Peiting - 70 Jahre Bergwacht Schongau-Peiting: Dieses Jubiläum feiert die Rettungsorganisation heuer. 70 Jahre, in denen sich viel verändert hat, wie Bereitschaftsleiter Michael Schmid zurückblickt. Was heute zum Standard gehört, gab es in den Anfangsjahren einfach nicht. Keine Rettung per Hubschrauber, kein Funk und Handy, wenig technische Ausrüstung.
Entstanden ist die Bergwacht aus dem Rettungswesen des Deutschen Alpenvereins, dem sogenannten Grünen Kreuz. Zunächst gehörten der hiesigen Bergwacht nur Schongauer an. Allerdings wurden die Schongauer dann zum Krieg eingezogen, die Peitinger Bergleute dagegen nicht, weil man sie im Bergwerk brauchte. In der Folge sind verstärkt die Peitinger zur Bergwacht gestoßen, und heute setzt sich die Bergwacht Schongau-Peiting etwa zur Hälfte aus Peitingern und zu 30 Prozent aus Schongauern zusammen, der Rest kommt aus dem Umland. 55 Aktive im Alter zwischen 20 und 75 Jahren gehören der Bergwacht an.
Das Einsatzgebiet erstreckt sich über das Kenzengebiet in den Ammergauer Alpen. Im Winter betreut die Bergwacht außerdem das Skigebiet am Buchenberg in Buching.
Wer die Bergwacht aktiv unterstützen will, muss eine umfangreiche Ausbildung absolvieren und viel Freizeit investieren. Er muss gut klettern können, einen alpinen Eignungstest bestehen, einen alpinen Sanitätskursbesuchen und eine Hubschraubergrundausbildung absolvieren. Schließlich geschehen 70 Prozent der Bergungen per Hubschrauber. Drei Jahre dauert die Ausbildung, und auch danach müssen sich die Bergwachtler durch Übungen und Weiterbildungen auf dem aktuellen Stand halten.
Die Ausbildung ist deshalb so anspruchsvoll und umfassend, weil der Bergwachtler unter Umständen alleine oder zu zweit ist und die Erstversorgung machen und selbst entscheiden muss. Schon was den Einsatzort angeht, unterscheide sich die Bergwacht stark von anderen Rettungs- organisationen, so Michael Schmid. Der Bergwachtler könne in den Alpen nicht so schnell jemanden zu Hilfe holen. Auch die Anforderungen an technisches Wissen, körperliche Fitness und Eigenengagement seien hoch.
In fünf Dienstgruppen haben die Bergwachtler jeweils an fünf Wochenenden Sommerdienst und an drei Wochenenden Winterdienst. Falls unter der Woche ein Bergunfall passiert, wird einer der zehn Bergwachtler alarmiert, die einen Alarm-Pieps haben. Dann landet der Hubschrauber auf dem Fußballplatz in Peiting und nimmt von dort den oder die Bergwachtler auf.
Aus diesen Gründen sei es auch nicht so einfach, Nachwuchs zu akquirieren, gesteht Bereitschaftsleiter Michael Schmid: „Die jungen Leute, die klettern können, wollen frei sein und sich nicht bin den, damit sie weiter ihre Touren machen können.“
Zirka zehn Einsätze hat die Bergwacht im Sommer, darunter drei bis fünf lebensbedrohliche. „Heute haben die Leute oft Handys dabei, das erleichtert uns die Arbeit sehr“, sagt Michael Schmid. Die Bergwacht ist aber nicht nur nach Unfällen tätig, sondern auch prophylaktisch. In den vergangenen Jahren haben die Bergwachtler die Kletterrouten saniert. Die alten Haken wurden herausgehauen und durch Edelstahlbohrhaken ersetzt, die nicht mehr rausfallen können. An die 800 Bohrhaken haben die Bergwachtler im Kenzengebiet gesetzt. Schließlich gehört das Kenzengebiet zu den schönsten und beliebtesten Klettergebieten in den deutschen Alpen. Und damit es ein sicheres Gebiet bleibt, dafür sorgt die Bergwacht Schongau-Peiting.
Quelle: Schongauer Nachrichten
16.08.2007
Speleoübung oberhalb vom Lido
(Badestelle auf der Schongauer Seite des Lechs)
Um Rettungseinsätze reibungslos abwickeln zu können, ist es wichtig regelmäßig Übungen durchzuführen.
Das Meldebild lautete: „Eine verletzte Person, welche sich durch Hilferufe bemerkbar machte,
wird am Steilhang vermutet.“
Ursprünglich sollte diese Übung in Zusammenarbeit mit der Leitstelle Oberland durchgeführt werden, leider war dies auf Grund der erhöhten Realeinsatzdichte zu dem Zeitpunkt nicht möglich. Daher wurde die Leitstelle von einem Ausbilder unserer Bereitschaft „ersetzt“.
Vor Ort versuchten die eintreffenden Einsatzkräfte als erstes die verletzte Person zu lokalisieren.
Nach Lokalisierung der genauen Unfallstelle, wurden zwei Ersthelfer mit medizinischer Ausrüstung über leichteres Gelände zum Verletzten vorausgeschickt.
Auf Grund der festgestellten Verletzungen wurde eine Bergung mittels Gebirgstrage nötig. Zusätzlich war es erforderlich die Einsatzkräfte mit Hilfe eines Seilgeländers zu sichern.
Daraufhin begannen zwei Bergwachtler den Aufbau des Speleoseils um die Gebirgstrage mit dem Verletzten zu bergen.
Nach erfolgreicher Bergung wurde der Patient für den Transport mit dem RTW der Straßenrettung übergeben.
Insgesamt nahmen 14 Bergwachtler an der Übung teil. Bei der Nachbetrachtung der Übung hat sich herausgestellt, dass selbst bei hochsommerlichen Temperaturen kurze Hosen für Einsätze ungeeignet sind.
MM





















































