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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Sonntag, 12. August 2018

Sieben Einsätze in einer Woche halten Kochler Bergwacht auf Trab

Die Bandbreite der Einsätze reichte vom entlaufenen Hund bis zum tödlichen Absturz.

Den Auftakt bildete am Sonntag, den 12. August 2018 eine gestürzte Mountainbike-Fahrerin im Benediktenwand-Gebiet. Dabei brach sich die Frau aus Niederbayern den Knöchel. Die Kochler Retter unterstützten die Bergwachtkollegen aus Benediktbeuern, die gleichzeitig an einer Vermisstensuche beteiligt waren.

Am Mittwoch, den 15. August (Mariä Himmelfahrt) rückten die Kochler gleich dreimal aus, mittags brach sich eine Frau am Herzogstandgipfel den Knöchel. Nach der medizinischen Erstversorgung wurde sie mit dem Rettungshubschrauber RK2  aus Reutte ins Unfallkrankenhaus nach Murnau transportiert.

Zur gleichen Zeit verirrte sich eine Wanderin auf dem Weg zwischen Kreut-Alm und Schlehdorf. In zwei Teams suchten sechs Bergwachtler nach der Frau, die schließlich aufgrund ihrer telefonischen Standortbeschreibung gefunden und nach zwei Stunden sicher ins Tal gebracht werden konnte.

Um 21.15 Uhr dann die nächste Alarmierung: Auf dem H5 gekennzeichneten Weg vom Heimgarten nach Walchensee hatten Passanten zwei sehr langsam gehende Wanderer beobachtet und Sorge, dass diese das Tal nicht mehr vor Einbruch der Dunkelheit erreichen würden. Zwei Einsatzkräfte machten sich auf den Weg, zwei weitere hielten sich im Tal bereit, falls weitere Unterstützung erforderlich wäre. Die beiden älteren Wanderer waren gut ausgerüstet, aber für die Begleitung mit Stirnlampen dann doch recht dankbar. Um 22.30 Uhr erreichten sie und die Bergwacht das Tal.

Ein herrenloser Hund war dann am Vormittag des folgenden Freitags der Beginn eines Einsatzmarathons. Eine Bergsteigerin hatte ihren Hund auf dem Weg von der Kesselberg-Passhöhe zum Jochberg aus den Augen verloren. Andere Bergsteiger hatten ihr berichtet, der Hund laufe nach oben, weshalb auch die Frau rasch Richtung Gipfel weiterging. Das Tier blieb aber im unteren Teil des Weges und saß jaulend am Wegesrand, weshalb Wanderer die Bergwacht alarmierten. Die drei Einsatzkräfte blieben in der Nähe des Hundes und baten vorbeikommende Wanderer, am Gipfel die Info weiterzugeben, wo der Hund sei. Geraume Zeit später konnte die Besitzerin, eine Frau aus dem Raum Penzberg, ihren Hund wieder in die Arme schließen.

Unmittelbar im Anschluss verletzte sich eine Bergsteigerin am Herzogstandhaus am Sprunggelenk. Nach der Erstversorgung wurde sie mit dem Bergwacht-Rettungsfahrzeug ins Tal transportiert und vom Landrettungsdienst weiter ins Krankenhaus Penzberg gebracht.

Noch während des Abtransports vom Herzogstand erfolgte eine weitere Alarmierung wegen einer abgestürzten Person zwischen dem Herzogstandhaus und der Bergstation der Herzogstandbahn (siehe eigener Bericht).

Mit Blick auf die vielen Einsätze ist Bereitschaftsleiter Toni Geiger dankbar, dass die Zusammenarbeit mit den anderen Bergwacht-Bereitschaften aus dem Einsatzleitbereich Loisachtal-Nord und den Hubschrauber-Besatzungen reibungslos verläuft. Insbesondere durch das große Engagement der ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht Kochel konnten trotz Urlaubszeit die zahlreichen Einsätze, zum Teil auch mehrere gleichzeitig, professionell abgewickelt werden.

Autor: BW Kochel a. See

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