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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Donnerstag, 15. November 2012

Rettung über Wasser

Ein Wasserspeichersee am Berg erfordert ein besonderes Verfahren zur Evakuierung einer Sesselbahn am Brauneck. Mitarbeiter der Bahn und die Bergretter erarbeiten ein zugeschnittenes Konzept.

 

Wie jedes Jahr im Herbst, werden in den Skigebieten die geforderten Evakuierungsübungen an Sesselliften und Kabinenbahnen durchgeführt.  Mit dem standardisierten Evakuierungsset und dem regelmäßigen Training eigentlich eine Routinesache. Seit kurzem aber gibt es eine kleine Besonderheit. Bei einen gemeinsamen Übung, am  Samstag den 10.November, setzten sich die Bergretter zusammen mit den Mitarbeitern der Brauneck-Bergbahn mit dieser neuen Situation auseinander. In Lenggries am Brauneck-Skigebiet ist auf knapp 1500 Meter ein Beschneiungsteich, direkt unter der Lifttrasse des Garland- Sesselliftes entstanden. Bisher wären im Evakuierungsfall die Fahrgäste nach unten auf festen Boden abgeseilt worden. So wurde dies auch immer geübt.  Mittlerweile würden die Fahrgäste im 10 m tiefen Wasser landen. Eine Kühle und nasse Angelegenheit, die natürlich inakzeptabel ist. Somit wurde das Rettungskonzept dahingehend erweitert, dass von dem Sessellift ein Schrägseil zum Uferbereich gespannt wird, an dem der Fahrgast eingehängt und zum Ufer gleiten kann. Gebremst wird der Fahrgast nach wie vor durch ein Ablassseil. Über diese Seilrutsche können die Fahrgäste bei einem Stillstand der Liftanlage, schnell, sicher und vor allem trockenen Fußes aus dem stehenden Lift befreit werden.


 

 

 

Autor: BW Lenggries

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