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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Dienstag, 9. Juni 2015

Bergwacht beendet Sondereinsatz beim G7 Gipfel

Bergwachten im Werdenfels schalten zurück auf Normalbetrieb

Seit 29. Mai 2015 standen  in den Bergrettungswachen  in Krün, Mittenwald, Garmisch-Partenkirchen und auf der Wettersteinalm permanent Einsatzkräfte für mögliche Rettungseinsätze  bereit. Insgesamt 240 nahezu ausschließlich ehrenamtliche Bergretter  waren notwendig für eine 24 h Absicherung über den Zeitraum von 12 Tagen. In der Spitze standen zudem 13 Bergwacht-Notärzte aus ganz Bayern bereit. Die örtlichen Bergretter wurden zudem von vielen Kräften aus den umliegenden Bergwachten im Hochland unterstützt. Entsprechend der hohen sicherheitstechnischen Bewertung des Ereignisses war auch die Bergwacht gehalten, Kapazitäten für umfangreiche Schadensereignisse unmittelbar vorzuhalten. Bisher gab es wohl keinen vergleichbaren Einsatz dieser Art in Bayern.

Bereits im März 2014 starteten die ersten Planungen der Region Hochland und den Bergwachten vor Ort. Unterstützt wurden diese Vorbereitungen von der Landesebene der Bergwacht Bayern. Damit die Bergretter vor Ort Ihren Dienst erfüllen konnten, galt es  Essen und Übernachtungen zu planen, Material zu besorgen, Einsatzpläne festzulegen und einsatztaktische Konzepte zu entwickeln.
Für die Bergretter war es ein Einsatz zu Hause. Ihre starke Kompetenz  zu Rettungseinsätzen am Berg bildete  die Grundlage für die Zusammenarbeit mit den weiteren Einheiten und Führungsgruppen des Rettungsdienstes  und dem Polizeiärztlichen Dienst vor und während der Einsatzzeit. Besonders erfreulich ist, dass die Bergwacht sowohl in ihrer Professionalität als auch in ihrer Neutralität voll wahrgenommen wurde.

Die für die Bergwacht zentrale Veranstaltung des Sternmarsches fand bei extrem unangenehmen feuchtwarmen Witterungsverhältnissen statt. Entgegen der Planung der Veranstalter nahmen nur wenige hunderte Menschen  an dem Sternmarsch teil, der ohne Zwischenfälle verlief. Die Bergretter verteilten Getränke an die Teilnehmer und auch an die Polizei. Sie waren die Sympathieträger auf beiden Seiten – der gelebte Rotkreuzgedanke, wie auch die Presse feststellte. Zwei Personen mussten wegen Erschöpfung zu Tal gebracht werden.

Trotz permanenter Anspannung, Wartezeiten und umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen war die  Stimmung unter den Einsatzkräften alle Zeit sehr gut. Wertvolle Erfahrungen konnten gesammelt werden für die Koordination von Großeinsätzen, für die Zusammenarbeit der Bergrettungswachen, zur Nutzung des hervorragend funktionierenden Digitalfunks und das Arbeiten unter einer Gesamteinsatzleitung.

Mit Einsatzende fiel die Anspannung auch bei den Verantwortlichen der Bergrettungswachen in Mittenwald, in Krün, in Garmisch-Partenkirchen und bei der Gesamteinsatzleitung ab. Alle Bergretter beendeten unbeschadet und mit vielen persönlichen Erlebnissen im Gepäck diesen Einsatz.



 

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