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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Dienstag, 7. August 2018

Bergwacht rettet zwei Wanderer aus Absturzgelände nahe der Wolfsschlucht

Dienstag, 07.08.18 Kreuth. Am frühen Nachmittag gegen 14:00 gingen die Piepser bei der Bergwacht Rottach-Egern. „Zwei Personen hängen in der Wolfsschlucht fest“ lautete sinngemäß die Meldung.

Die Meldung an die Rettungsleitstelle kam indirekt über Angehörige,dieTelefonkontakt mit den Verstiegenen hatten. Die Melder, die an den Sieben Hütten waren, konnten jedoch nicht sagen, wo sich die Beiden genau befanden. Nach ersten Informationen hatten sich scheinbar im Bereich des Wolfsschlucht-Steiges in absturzgefährlichem Gelände so verstiegen, dass sie weder vor noch zurück konnten,und sich sehr weit oben in der Wolfschlucht auf einem sehr kleinen Standplatz befanden. Eine direkte Kontaktaufnahme war wegen des schwachen immer wieder unterbrochenenen Mobilfunknetzes nicht möglich.

Zwei Bergretter der Bergwacht Rottach flogen mit dem Rettungshubschrauber Christoph Murnau zur angenommenen Stelle.

Gleichzeitig fuhren vier Bergrettern mit dem geländegängige Bergrettungsfahrzeug zu den Siebenhütten, um mit den Meldern an den Siebenhütten Kontakt aufzunehmen und von unten in die Wolfschlucht einzusteigen.

Die Vermissten befanden sich nicht an der angegebenen Stelle. Die aufsteigenden Bergretter konnten sie jedoch kurz darauf orten und wiesen den Hubschrauber ein.

Der Hubschrauber seilte dann die beiden an Bord befindlichen Bergwachtler mit der Winde zu den Verstiegenen in das zerklüftete, extrem steile und brüchige Gelände ab.

Die Bergretter sicherten die Verstiegenen an einem mit gebohrten Felshaken eigens für die Rettung hergerichteten Standplatz und bereiteten die Rettung mit Rettungsgurten vorbereitet.

Die erste Verstiegene wurde unmittelbar anschließend mit einem Bergretter im Doppelwinch aus dem steilen und steinschlaggefährdetem Bereich vom Hubschrauber mit der Seilwinde herausgewinscht und ins Tal geflogen.

Der Hubschrauber wurde im Tal vom Tankanhänger der Bergwacht Brannenburg nachbetankt.

Anschließend holte der Hubschrauber den zweiten Verstiegenen mit dem zweiten Bergretter wieder mit der Seilwinde und brachte beide ins Tal.

Die beiden etwa 25-jährigen aus dem Münchner Umland konnten unverletzt gerettet werden. Ein falscher Schritt weiter, oder nachlassende Kraft, in diesem unwegsamen und sehr gefährlichem Schrofengelände hätte zum Absturz und folgenschweren Verletzungen führen können.

Autor: bw rottach

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