Mitglieder-Login

Passwort vergessen?

 

 

Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Samstag, 14. Februar 2009

Vier Lawineneinsätze fordern die Bergwacht Bayern

Vier Lawineneisätze am Wochenende fordern die Einsatzkräfte der Bergwacht Bayern

 

Einsatz am Herzogstand in Kochel

Drei Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren waren am Samstag gegen 15:30 Uhr mit Skiern am Herzogstand unterwegs. Dabei stürzte ein 14 jährige Schüler in eine kleine Senke und löste ein Schneebrett aus, das ihn über 150 Meter mitriss. Seine beiden Begleiter alarmierten umgehend die Bergwacht, kletterten zum Verunglückten ab und befreiten diesen noch innerhalb von Minuten aus den Schneemassen. Die Bergwacht Kochel erreichte nach knapp 20 Minuten den Einsatzort, kurz nach dem Eintreffen des Rettungshubschraubers aus Murnau, der ebenfalls alarmiert worden war. Nach notärztlicher Versorgung des jungen Patienten, der bei seinem Sturz schwere Verletzungen erlitt, wurde dieser zur Weiterbehandlung in die Unfallklinik Murnau geflogen.

Im Einsatz waren 8 Mann der Bergwacht Kochel,  Penzberg und Benediktbeuern. Weitere Einsatzkräfte, die zur Unterstützung unterwegs waren, konnten glücklicherweise wieder abbestellt werden. 

 

Einsatz im Bernadein-Gebiet in Garmisch-Partenkirchen

Am Samstag gegen 10:20 Uhr lösten zwei Skifahrer, die vom Hochalmsattel Richtung Reintal unterwegs waren, ein Schneebrett aus. Dabei wurde ein 27 jähriger Mann über einen Höhenunterschied von mehr als 500 Meter mitgerissen, sein Kollege hatte Glück und kam kurz nach der Abrisskante zum Stehen. Er alarmierte sofort über die Rettungsleitstelle Weilheim die Bergwacht Garmisch Partenkirchen.

Da zeitgleich eine Fortbildung für Notärzte der Bergwacht auf dem Kreuzeckhaus stattfand, konnte sich zusätzlich zu den örtlichen Einsatzmannschaften auch diese Gruppe zur Unfallstelle auf den Weg   machen. Die ersten Retter trafen um 11:38 Uhr beim Patienten ein. Schwierigkeiten bereitete der Weg zur Einsatzstelle wegen der erheblichen Lawinengefahr und den daher erforderlichen Vorsichtmaßnahmen. Der Verunglückte, der sich selbst aus dem Schnee befreite, klagte beim Eintreffen der Retter über Schmerzen im Bereich der Brust und der Wirbelsäule.

Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse, die einen Einsatz des alarmierten Hubschraubers fraglich machten, war zu diesem Zeitpunkt bereits eine zweite Mannschaft mit Akja und 2 Bergwacht-Notärzten durch das schwierige und hochwinterliche Gelände zum Patienten unterwegs. Kurz nachdem dieser im Akja transportfertig war, gelang es der Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph Murnau in einer fliegerischen Meisterleistung, einen Luftretter mit Bergesack zur Unfallstelle abzusetzen. Der Patient wurde umgehend winchfertig gemacht und mit der Rettungswinde aufgenommen. Er wurde in die Unfallklinik nach Murnau zur weiteren medizinischen Versorgung geflogen.

Im Einsatz waren ca. 20 Mitglieder der Bergwacht Garmisch Partenkirchen, Oberau, München sowie die Teilnehmer des Notarztfortbildung.

 

Einsatz am Wallberg in Rottach-Egern

Am Samstag um 11:45 Uhr wurden am südöstlichen Hang (Laitergraben) des Wallbergs am Tegernsee fünf Wintersportler von einer Lawine mitgerissen und teilweise verschüttet. Ein Beteiligter konnte in das Tal abfahren und die Bergwacht alarmieren.

Die Einsatzkräfte der Bergwacht Rottach-Egern waren kurz nach der Alarmierung am Gipfel einsatzbereit. Aufgrund der hohen Eigengefährdung bei einer Abfahrt zur Einsatzstelle wurden zuerst durch den Notarzthubschrauber Christoph 1 Einsatzkräfte und Notarzt an die Einsatzstelle geflogen.

Mit der Rettungswinde eines ebenfalls alarmeirten Polizeihubschraubers konnte ein schwer Verletzter 23-Jähriger noch von der Einsatzstelle gerettet werden, obwohl sich die Wetterbedingungen bereits deutlich verschlechterten. Mehrere weitere Anflugversuche scheiterten an den einsetzenden Schneefällen.

Für einen 27-Jährigen kam leider jede Hilfe zu spät - er wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unglückstelle verstarb.

Seine zwei leichter verletzten Freunde fuhren gemeinsam mit den Rettungskräften der Bergwacht in das Tal. Gegen Abend stieg dann eine weitere Einsatzmannschaft der Bergwacht Rottach-Egern auf um den Leichnam abzutransportieren.

Im Einsatz waren 25 Einsatzkräfte der Bergwacht Rottach-Egern.

 

Einsatz an der Kampenwand in Aschau

Ebenfalls gegen Mittag wurde die Bergwacht zu einem Lawineneneinsatz an der Kampenwand alarmiert. Ein Schneebrett hatte einen Skifahrer erfasst und über einen Ausläufer der 80m hohen felsurchsetzte Schwarzwand gespült.

Entgegen der ersten Meldung konnten er sich selbst aus den Schneemassen befreien und wurde nur mittelschwer verletzt. Er wurde mit dem Akia ins Tal gebracht und durch den Landrettungsdienst in die Klinik gefahren.

Das Schneebrett erreichte im Auslauf einen weiteren Tourengeher, der gerade nicht mehr erfasst wurde.

Im Einsatz waren 10 Einsatzkräfte der Bergwacht Wasserburg. Weitere Einsatzkräfte der Bergwacht Sachrang-Aschau konnten glücklicherweise kurzfristig wieder abbestellt werden.

 

 

WissensBox-LOGIN

____________________

weitere Informationen

 

 

 

Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung

Bergwacht-Zentrum