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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Freitag, 22. Juni 2018

E-Biker nach Absturz schwer verletzt

E-Biker prallt bei Abfahrt gegen Betonbegrenzungsmauer und stürzt infolge acht Meter in einen wasserführenden Graben ab.

Zu einem schweren Fahrradsturz kam es am gestrigen Donnerstagabend auf der Mühlauer Straße im Gemeindebereich von Kiefersfelden. Bei der Abfahrt auf regennasser Fahrbahn konnte ein 26-Jähriger Kiefersfeldener auf der steilen Gefällestrecke vom Stausee Mühlau Richtung Mühlbach nicht mehr ausreichend Bremsen. Er rammte dann in Folge frontal eine Betonbegrenzungsmauer und stürzte über diese ca. 8m tief in einen wasserführenden Graben.

Ein Fußgängerpaar hatte dies beobachtet und alarmierte sofort die Rettungskräfte, konnte aber nicht zu dem verletzten Radfahrer absteigen. Durch die Integrierte Leitstelle wurde sofort Rettungsdienst, Notarzt und die Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden alarmiert.

Nur mittels Seilversicherung gelangten die Bergretter zu dem Verunfallten, der sich bei dem Absturz schwere Verletzungen zugezogen hatte. Gemeinsam mit dem Landrettungsdienst, der Material von der höher gelegenen Straße zureichte, wurde der Patient durch die Bergwacht-Einsatzkräfte versorgt und stabilisiert.

Zum Abtransport wurde durch den Bergwacht-Einsatzleiter ein Rettungshubschrauber angefordert. Da aufgrund der Witterungsverhältnisse ein Hubschrauberanflug nicht gesichert war bereiteten die Bergretter parallel dazu eine bodengebundene Rettung mit der Gebirgstrage vor.

Nach Abstimmung mit dem Piloten und Notarzt des Rettungshubschraubers „Heli 3“ entschied sich der Bergwacht-Einsatzleiter, eine Taubergung mittels Hubschrauber aus dem schwierigen Gelände durchzuführen.

Hierzu wurden durch die Bergretter noch einige Bäume und Sträucher gefällt um eine kleine Lichtung für die Luftrettung zu generieren.

In einem gekonnten Flugmanöver gelangte es dem Piloten, den Patienten gemeinsam mit dem Flugretter am Tau aufzunehmen und an den oberhalb gelegenen Zwischenlandeplatz zu heben.

Nach der Umlagerung in den Rettungshubschrauber flog „Heli 3“ den kritischen Patienten zur weiteren Versorgung in den Schockraum des Klinikum Rosenheim.

Bei dem Einsatz waren 10 Bergretter der Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden, der Landrettungsdienst, eine Polizeistreife sowie der Rettungshubschrauber „Heli 3“ zwei Stunden im Einsatz.

Autor: Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden

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