Mitglieder-Login

Passwort vergessen?

 

 

Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Mittwoch, 8. Mai 2013

Zwei Bergsteiger aus gefährlicher Lage befreit

Aschau im Chiemgau - Kurz nach Mittag des 8. Mai 2013 kam von der integrierten Leitstelle Rosenheim für den Einsatzleiter des Bereiches Priental der Alarm über Meldeempfänger, dass sich 2 Wanderer im Bereich Hohenaschau/Hofalm in Bergnot befinden. Auch für die Bergrettungswache Samerberg kam zeitgleich der Alarm.

Über Telefon konnte der Disponent die Aufstiegsstrecke und die Handynummer der in Not Geratenen an den Einsatzleiter weitergeben. Der Einsatzleiter forderte umgehend die Einsatzkräfte der Bergrettungswache Aschau an und versuchte über Handy, die Bergsteiger zu erreichen.

Inzwischen meldeten sich schon einige Kameraden der Wache Samerberg und wurden vom Einsatzleiter zur Bergrettungswache Aschau bestellt. Die Wache Aschau war kurz darauf ebenfalls besetzt.

Im Gespräch mit dem Melder konnte dieser seinen Standort relativ genau beschreiben. Er befand sich mit seiner Begleiterin laut Angaben im Bereich der Sandwand oberhalb des Ortsteiles Hammerbach in steilstem Gelände in Bergnot. Seine Partnerin sei beim Aufstieg einmal leicht ins Rutschen gekommen und habe nun leicht verkrampft. Ansonsten seien beide unverletzt. Der Einsatzleiter beruhigte den Melder und bat ihn, sich mit seiner Begleiterin nicht von der Stelle zu rühren und auf Hilfe zu warten. Auch sollte er keine weiteren Telefonate tätigen, um seinen Handyakku zu schonen und für die Einsatzkräfte jederzeit erreichbar zu sein. Der Melder meinte dazu, er wisse über die Abläufe bestens Bescheid, da sein Bruder Bergwacht-Bereitschaftsleiter einer anderen Bereitschaft sei und sagte dem Einsatzleiter zu, sich auch so zu verhalten und auf Hilfe zu warten.

2 Kameraden der Bereitschaft Sachrang-Aschau fuhren mit dem Geländefahrzeug auf dem Weg von Hammerbach aus Richtung Sandwand und 2 Samerberger Kameraden machten sich zu Fuß auf den Weg zu der vermeintlichen Unfallstelle. Nachdem klar war, dass der Standort der beiden Wanderer sich in steilem Gelände befindet, forderte der Einsatzleiter über Funk zusätzliche Einsatzkräfte der Bergrettungswache Aschau mit Kletterausrüstung und Seilen nach.

Kurz darauf kam schon die Meldung der Kameraden mit dem Geländefahrzeug, dass sie in das vermutete Gebiet zu Fuß aufsteigen und auch schon Rufkontakt hätten. Der Einsatzleiter konnte sich über Handy von dem Melder bestätigen lassen, dass er die Rufe der Bergwachtkameraden hören konnte und sie nur noch ca. 100 Meter von ihrem Standort entfernt seien. Somit konnte der Einsatzleiter die nachrückenden Einsatzkräfte gezielt zu dem Einsatzort lotsen und der Leitstelle auch eine konkrete Lage mitteilen. Ein Notarzt war nach Absprache vorerst nicht erforderlich.

Nachdem die 2 Wanderer von den Bergwachtlern gesichert waren, bauten sie eine Abseilstrecke auf und brachten sie über 3 Seillängen talwärts zu dem Weg, an dem die beiden in das schwierige Gelände eingestiegen waren. Von dort wurden die Wanderer mit dem Geländefahrzeug nach Hammerbach gebracht.

Alle Beteiligten waren froh, dass bei der Aktion niemand verletzt wurde und die 2 Wanderer bedankten sich nochmals herzlich bei allen Helfern der Bergwacht, bevor sie zu Fuß zu ihrem Auto in Aschau zurückmarschierten.

Insgesamt waren 12 Bergwachtler/innen der Bereitschaften Sachrang/Aschau und Rosenheim an der Rettungsaktion beteiligt.

Autor: Wast Pertl

WissensBox-LOGIN

____________________

weitere Informationen

 

 

 

Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung

Bergwacht-Zentrum