Mitglieder-Login

Passwort vergessen?

 

 

Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Freitag, 8. September 2006

Stundenlange ergebnislose Suche

Ein 72jähriger Rosenheimer Bergsteiger war am Mittwoch gegen 6 Uhr mit dem Bus zu einer Bergtour nach Rottau aufgebrochen. Der rüstige Mann wollte über das Rottauer Tal zum Gederer aufsteigen, weiter zur Steinlingalm und Hofbauernalm und von dort dann ins Tal nach Aschau im Chiemgau wandern. Gegen 19 Uhr wollte er wieder zu Hause sein. Als er gegen Mitternacht immer noch nicht Zuhause eingetroffen war, alarmierte seine Frau die Polizei in Grassau.

Eine Suche in der Nacht von Rottau aus erachtete die Polizei als für nicht sinnvoll und ging zudem auch davon aus, dass sich der Vermisste wahrscheinlich nicht mehr in diesem Gebiet befindet. Deshalb gaben sie auch die Suche an die Polizei in Prien weiter, da das Zielgebiet Kampenwand in deren Zuständigkeitsbereich fällt. Diese alarmierte um kurz nach ein Uhr Nachts den Örtlichen Einsatzleiter für das Priental. Nach kurzen Rücksprachen mit der Frau des Vermissten und der PI Prien entschloss man sich, noch in der Nacht die Suchaktion zu starten. Gegen zwei Uhr wurden die Mannschaften der Bergwacht Sachrang-Aschau als auch der Bergwacht Wasserburg alarmiert und zur Rettungswache nach Aschau beordert. Von dort aus wurden die Mannschaften mit mehreren Geländeeinsatzwagen der Bergwacht im Gebiet der Kampenwand verteilt um die möglichen Wege, Steige und Hütten die in der Routenplanung des Mannes lagen abzusuchen. Bis in die frühen Morgenstunden suchten die 22 Bergretter und auch mehrere Suchhunde der Lawinenhundestaffel ergebnislos und kamen gegen 7 Uhr zur Einsatzleitung ins Tal zurück um sich zu stärken und den weiteren Einsatzablauf zu besprechen.

Im weiteren wurde dann geplant, dass ein Polizeihubschrauber eingesetzt wird, der das Gebiet in Sichtsuche absucht. Gegen neun Uhr soll auch die bodengebundene Such mit frischen Suchgruppen wieder aufgenommen werden. Hierzu wurden zur Unterstützung auch die Bergwachten Rosenheim, Grassau und Schleching zu den bereits im Einsatz befindlichen Bergwachten Sachrang-Aschau und Wasserburg alarmiert. Diese suchten die komplette geplante Wanderroute des vermissten Wanders mit allen Varianten bis in den Nachmittag hinein mehrmals ab. Kurz unterbrochen werden musste die Suche, als am Nachmittag fast zeitgleich zwei Bergsteiger abstürzten, da aber genügend Einsatzkräfte vor Ort waren, konnte die zwei Verletzten mit der Unterstützung von zwei Notarzthubschraubern mit Bergetau und Rettungswinde schnell versorgt werden (separater Bericht folgt).

Da am Nachmittag die Suche immer noch ergebnislos war, erweiterte die Einsatzleitung das Suchgebiet auf die komplette Talseite bis zum Geigelstein. Hierzu wurde auch die Österreichische Bergrettung mit einbezogen, die den Bereich Wandberg absuchten. In den späten Abendstunde musste die Suche ergebnislos unterbrochen werden. 55 Mann und 5 Suchhunde mit Hundeführer waren während des Tages eingesetzt. In der anschließenden Einsatzbesprechung mit der Polizei und Bergwacht wurden für Freitag eine erneute Suche mit mehreren Bergwachtsuchgruppen und der Polizeihundestaffel anberaumt.

 

WissensBox-LOGIN

____________________

weitere Informationen

 

 

 

Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung

Bergwacht-Zentrum