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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

Samstag, 15. Juli 2006

Einsatzreiche Woche

Eine Einsatzreiche Woche liegt hinter den Kräften der Bergwacht Sachrang-Aschau. Sechs Mal mussten die Bergretter in teilweise anstrengende Einsätze ausrücken.

Bereits am vergangenen Sonntag, 09.07.06, musste die Dienstgruppe zu zwei Einsätzen aufbrechen. Am frühen Nachmittag hatte es kurz unterhalb der Priener Hütte einen Mountainbiker geschmissen der sich dabei eine schwere Handgelenksverletzung sowie diverse Abschürfungen zuzog. Da sich der Allgemeinzustand des Patienten beim Abtransport stark verschlechterte, musste er im Tal an einen Rettungswagen übergeben werden. Kaum war dies geschehen, wurde die Bergwachtler zu einem Einsatz auf die Rossalm gerufen. Der Sohn des Almbauern hatte sich beim Holz spalten in die Zehe gehackt. Da die Rossalm mit Fahrzeugen nicht erreichbar ist, mussten die Bergretter mit ihrem gesamten Einsatzmaterial und Rettungsgerät zu Fuß ausrücken. Nach einer guten Stunde waren die Bergwachtler dann am Einsatzort. Nach einem ersten Körpercheck und der Versorgung der verletzten Zehe, wurde der Junge mit der Gebirgstrage abtransportiert.

Am Dienstag, 11.07.06, wurde die Bergwacht Sachrang-Aschau am Nachmittag über Funkmeldeempfänger zu einem Einsatz an der Kampenwand im Bereich Gori-Alm gerufen. Ein Berggeherin war gestürzt und hatte danach starke Schmerzen im Knie. Eine Bergwachtlerin der Bergwacht Sachrang-Aschau ist an der benachbarten Schlechtenberg-Alm als Sennerin tätig und konnte der Verletzten gleich zur Hilfe eilen. Kurz darauf kamen auch die mitalarmierten Kräfte aus Aschau am Einsatzort an und übernahmen den Abtransport ins Tal um sie einem Krankenwagen zu übergeben.

Am späten Nachmittag des Mittwochs beobachteten mehrere Leute wie ein Gleitschirmflieger im Bereich des Schachen in den Wald trudelte und meldeten dies an einen Sachranger Bergwachtler weiter. Dieser machten sich nach Rücksprache mit dem Bereitschaftsleiter und dem Einsatzleiter auf die Suche nach der abgestürzten Person um eventuell weitere Rettungskräfte nachalarmieren zu können. Nach einer längeren Suche im Bereich Schachen und Umgebung konnte aber nichts gefunden werden. Auf der Rückfahrt ins Tal um sich für eine ausgeweitete Suche vorzubereiten, konnte der Gleitschirmflieger unverletzt an einem Parkplatz doch noch angetroffen werden. Laut dessen Aussagen war ihm eine Seite des Schirms zusammengeklappt was zu seinem Absturz führte. Glücklicherweise stürzte er in sehr steilem Gelände in eine Gruppe von mehreren Nadelbäumen in denen sich sein Schirm nicht verfing aber abgebremst wurde und durch die Steilheit der Aufprall am Boden auch nicht stark war.

Gegen 18 Uhr am Freitag Abend wurden die Sachranger Bergretter erneut über Meldeempfänger alarmiert. Eine 48jährige Frau war auf dem Steig um den Breitenstein ausgerutscht und hatte sich dabei eine schmerzhafte Sprunggelenksluxationsfraktur zugezogen. Da sich der Unfall in schwierigem Gelände ereignete, musste das ganze Einsatzmaterial wieder zu Fuß auf einem engen und rutschigem Steig zur Verletzten gebracht werden. Neben den fünf Sachranger Bergrettern war auch noch der Rosenheimer Bergwachtarzt Dr. Schiffer im Einsatz. Da es während der Versorgung schon zu dämmern begann und der Abtransport für die unter starken Schmerzen leidende Verunfallte zu anstrengend und zudem für alle Beteiligten sehr gefährlich geworden wäre, entschloss man sich die Bergung mit einem Hubschrauber durchzuführen. Bis die Patientin dann fertig Versorgt und im Luftrettungssack gelagert war, war auch bereits der Hubschrauber HELI 3 aus Kufstein vor Ort und zur Bergung mit dem Bergetau vorbereitet. Innerhalb weniger Minuten nahm er anschließend die Verletzte direkt am Unfallort auf und transportierte diese dann nach einer kurzen Zwischenlandung ins Krankenhaus.´

 
Ebenfalls mit dem Hubschrauber musste am Samstag Vormittag eine Sennerin von der Rossalm abtransportiert werden. Kurz nach Dienstbeginn wurde die Bergwacht auf der Diensthütte von der Sennerin alarmiert, dass sie Probleme mit den Rücken hat und sich nur noch unter starken Schmerzen bewegen kann. Zwei Bergwachtler machten sich daraufhin auf den langen Anstieg zur Rossalm. Nach einer dreiviertel Stunde erreichten sie die abgelegene Alm. Nach einer ersten Untersuchung stand fest, dass diese Rückenprobleme nur von einem Facharzt behandelt werden konnten. Um den Transport für die Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten und keine weiteres Risiko einzugehen wurde auch hier ein Hubschrauber eingesetzt. Nach kurzer Zeit kämpfte sich die Maschine des CHRISTOPH 14 durch die Hochnebeldecke und konnte zur Verladung der Patientin direkt neben der Hütte anlanden. Wenige Minuten später war die Patientin im Hubschrauber verladen und dieser konnte durch eine Nebellücke den Heimflug wieder antretten.

Autor: Hans Stangl

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