Eine von 91 Bergrettungswachen in Bayern
Der Bergrettungsdienst wird bayernweit von 91 Bergrettungswachen aus sichergestellt. Die Bergrettungswache Aschau ist im Schwerpunkt für den Bereich Kampenwand zuständig. Bedingt durch die Nähe zum Tourismusgebiet Chiemsee sowie zur Autobahn und durch die umfassende Erschließung wird dieser Einsatzbereich überdurchschnittlich durch Wanderer besucht. Zudem werden im Zuständigkeitsbereich der Wache fast alle alpinen Sportarten wie Klettern, Skifahren auf und abseits von Pisten, Rodeln, Gleitschirm- und Drachenfliegen, Mountainbiken sowie Canyoning betrieben. Das führt zu etwa 100 Einsätzen im Jahr. Davon müssen mittlerweile mehr als die Hälfte an Wochentagen, also während der Arbeitszeit, abgewickelt werden. Auch diese Tatsache führt zur notwendigen Veränderung in Aschau.
Es geht immer um hilfsbedürftige Menschen
Die Bergrettungseinsätze werden vielfach unter einem enormen Zeitdruck durchgeführt. Innerhalb von zwei Minuten muss der verantwortliche Einsatzleiter den Einsatz bei der Rettungsleitstelle entgegennehmen und die wichtigsten Entscheidungen treffen. In zehn Minuten ist im Regelfall der nächstgelegene Einsatzhubschrauber vor Ort um die ersten Retter aufzunehmen.
Die Einsatzzentrale in der Wache muss kurzfristig besetzt werden und das Gelände- oder Schneefahrzeug schnell bodengebunden den Einsatz begleiten. Verschiedentlich werden zudem noch Spezialgeräte wie die Rettungsstange für Baumrettungen, die Lawinenausrüstung, die Motorwinde oder die Bohrmaschine benötigt. Soweit möglich oder sinnvoll werden diese mit dem Hubschrauber transportiert.
Die neue Wache entlastet die ehrenamtlichen Einsatzkräfte
Derzeit ist das Bergrettungsfahrzeug, die diversen Spezialgeräte und die Einsatzzentrale mit Funk im BRK Heim in der Ortsmitte von Aschau untergebracht. Das Schneefahrzeug kann momentan in der Nähe der Kamenwandseilbahn untergestellt werden. Als Hubschrauberlandeplatz kann meist eine Wiese -sofern gemäht- zwischen Hohen- und Niederaschau verwendet werden. Diese Situation führt dazu, dass bei der Zusammenführung von Mannschaft, Gerät und Hubschrauber weite Wege zurückgelegt werden müssen und somit wertvolle Zeit unnötig verstreichen muss.
In der enstehenden Bergrettungswache in Hohenaschau werden all diese Komponenten zusammengeführt. Direkt neben der Wache kann der Hubschrauber landen. Nötige Besprechungen mit der Besatzung können in der Einsatzzentrale durchgeführt werden. Auch die Gerätschaften können von der Wache direkt in den Hubschrauber verladen werden und müssen nicht wie früher erst mit einem Fahrzeug zum Landeplatz gebracht werden, was oft eine zeitgleiche bodengebundene Fahrt zum Einsatz verhindert oder verzögert hat. Weiterer Pluspunkt für die neue Wache ist, dass das Schneefahrzeug einen direkten Zugang zu den Pisten der Kampenwand hat.
Eine ehemalige Forsthütte wird optimiert
Nach langer Suche konnte eine Forsthütte in Hohenaschau als optimaler Standort für die Bergrettungswache Aschau ausfindig gemacht werden. Die Verhandlungen mit der Forstverwaltung haben zu einem langfristigen und fairen Pachtvertrag geführt - auch der Forst hat Interesse, dass im Fall eines Betriebsunfalles in den Bergwäldern schnellstmöglich eingegriffen wird. Die Nutzungsänderung wurde von Gemeinde und Landratsamt genehmigt. Mit den in den letzten Jahren hart ersparten Rücklagen der Bergwacht Sachrang-Aschau, einem Zuschuss der regionalen Bergwacht sowie einem namhaften Förderbetrag der Gemeinde Aschau, konnte bereits die Erschließung (Strom, Telefon, Wasser, Klärgrube) durchgeführt und mit den ersten Ausbauschritten begonnen werden.Die notwendigen Baumaßnahmen erfolgen so weit als möglich in Eigenleistung durchgeführt.
Vorraussetzung hierfür ist, dass sich weitere Spender bereiterklären unser Vorhaben zu unterstützen und uns so den Einkauf der erforderlichen -oft vergünstigten- Baumaterialien ermöglichen.
Spenden werden erbeten auf:
Sparkasse Aschau
BLZ: 711 500 00
Konto: 150 300


